Nervig, besoffen und offenbar mit Notstand

JungAusBerlin schrieb am 24. Februar 2008

Ein Abend in einer Location in Berlin am 23.02.08:
Irgendwann läd uns ein junges Paar auf zwei Baileys ein – nette Idee, dennoch völlig überflüssig bei All-Inklusiv-Preisen in dem Laden. Aber ok, irgendwie muss man ja ins Gespräch kommen, wir wollten niemanden vor den Kopf stoßen und nahmen die Einladung daher an. Beide noch recht jung, aber rein optisch schon nicht so ganz unsere Zielgruppe. Aber man kann sich ja mal etwas unterhalten, dachten wir uns. Hätten wir gewusst, dass ein etwa 90mimütiges Leiden beginnt, hätten wir es nie dazu kommen lassen, dass sich die beiden zu uns setzten. Es folgten recht einsilbige Gespräche, geführt von recht primitiven Monologen des Männchens dieses Paares – einem Szene-„Kenner“ (das Wort „Kenner“ ist hier ironisch gemeint), der uns die absurdesten Geschichten rund um die Clubszene und sein wildes Leben offenbarte.

Beide waren so hoch wie breit – also lallten uns alkoholbedingt regelrecht voll. So ca. alle 5 Minuten folgte die Frage von einem der beiden, wann wir denn mal (mit ihnen) nach hinten zu den Spielwiesen gehen würden. Um Gottes willen, bitte nur nicht DAS, dachten wir uns. Wir verpackten unser „Nein“ zu dieser grossartigen Idee anfangs auf nette Art und hofften, dass unsere Antwort zu diesem Thema ankommt und verstanden wird – leider aber nicht bei diesen Leuten. Im Laufe der Zeit wurden diese Nachfragen nach dem Poppen jedoch immer nerviger und unsere Antworten, wie auch unsere Art gegenüber diesen Leuten wurden unfreundlicher. Zwischendurch grabbelte das Weibchen dieses Paares J. noch mal zwischendurch an die Brust, was aufgrund des Gesprächsverlaufes mehr als unpassend war. Aber egal – wir hatten irgendwie doch unseren Spass, denn wir verstehen uns ohne Worte, lieben den schwarzen Humor und genossen den unmöglichen Auftritt dieser Leute. Es war für uns ein Einblick in eine Welt, die normalerweise seeeeehr fern für uns ist…

Die Betreiber der Location und andere Gäste, die uns kennen, sahen uns mitleidig zu und hatten ebenfalls ihre Freude an dem, was da bei uns abging. Als sich die Chefin unterstützend dazu setzte, kam vom Weibchen(!) des Paares die Aufforderung Richtung Chefin „Hey, zeig doch mal Deine Titten“. Die Chefin wollte aber irgendwie nicht… 😉
Am Ende kam nochmals die gelallte und schon fast unfreundlich klingende Aufforderung zu einem gemeinsamen Mattenbesuch – auch diesen verweigerten wir beharrlich und das Paar verliess den Laden, um dann nach eigener Aussage „zuhause zu poppen“. Die beiden waren keine 5 Minuten weg und wir gingen auf die Matte – allein und ohne nervige Begleitung (von ein paar herumstehenden Solomännern mal abgesehen). Für uns waren diese endlosen Minuten mit diesen Leuten eine wahre Comedy-Show, die für uns aber einfach nicht mit Erotik zusammenpasst. Wollen wir hoffen, dass das Paar demnächst andere Läden unsicher macht.

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