Notgeile Rentner auf der Spielwiese

JungAusBerlin schrieb am 14. Februar 2008

Schon etwas her, aber durchaus erwähnenswert:
Die Geschichte spielt sich in einem Club ab, in einer großen Stadt in Norddeutschland. Der Abend an sich war nett, der Club gefiel uns, jedoch war unter den anwesenden Personen niemand dabei, wo wir schwach geworden wären. Also richteten wir uns darauf ein, unter uns bleiben zu wollen. Nachdem wir uns eine Weile an der Bar aufgehalten haben, entschlossen wir uns also, die Spielwiesen zu erkunden. Es war nicht sonderlich viel los auf den Matten, also suchten wir uns einen schönen Raum aus und machten es uns bequem. Gelegentlich schaute mal ein Solomann herein, da wir jedoch erstmal die Lage checken wollten, waren wir noch nicht voll bei der Sache und gingen es langsam an – dies war den Solos wohl (noch) zu langweilig. Ein wenig später zogen wir uns langsam aus und wollten gerade gasgeben, da schaute durch den Vorhang des Separees wieder ein Kopf hinein. Ein alter, etwa 70jähriger Typ in schlabbrigem, weißen Schlüpfer – der Inbegriff der Asexualität. Der Kopf verschwand wieder, wenige Sekunden später folgte ein Blick einer etwa 70jährigen Oma. Auch dieser Kopf verschwand wieder, kurzes Gemurmel vor dem Eingang und da waren sie wieder, diesmal in bedrohlicher Nähe: Oma und Opa. Beide legten sich sofort in ca. 1 Meter Entfernung neben uns auf die große Matte (es hätten ca. 10 Personen Platz) und zogen sich aus. Opa begann sofort, seine Oma oral zu verwöhnen. Beim Schleckern machte Opa derart seltsame Geräusche, so dass wir unser Lachen kaum noch zurückhalten konnten. Es war so etwas, wie ein Grunzen mit Schnappatmung. Solche Geräusche vermuteten wir bisher eher in der Tierwelt. Eigentlich gemein von uns, aber irgendwo hört es auch auf. Wir harrten noch einige endlose Sekunden aus, aber als J. Anstalten machte, einen echt hörbaren Lachanfall zu bekommen, verzogen wir uns schnellstmöglich aus dem Raum. Nach einem Beruhigungs-Drink auf den Schock an der Bar machten wir nach kurzer Zeit an anderer Stelle ungestört weiter.

Klarstellung:
Wir haben nichts gegen alte Leute. Wir gestatten alten Leuten, Sex zu haben. Von uns aus können (und sollen!) alte Leute poppen, bis der Notarzt kommt. ABER BITTE NICHT NEBEN UNS!!! Erstrecht nicht, wenn die Herrschaften sich auch woanders vergnügen könnten (es waren diverse andere schöne Spielwiesen frei und knackige 50jährige Paare waren auch im Club). Wir sind nicht der Jungbrunnen, bzw. die Wichsvorlage für grunzende Rentner, die was optisch Ansprechendes neben sich liegen haben wollen/müssen, damit überhaupt was geht.

Sorry, aber das musste jetzt echt sein.

Abgelegt unter Clubgeschichten | 3 Kommentare

3 Kommentare zu “Notgeile Rentner auf der Spielwiese”

  1. […] wir uns vergangenen Samstag wieder in den Club getraut, in dem wir vor längerer Zeit schon einmal “Opfer” notgeiler Rentner wurden. Auch dieses Mal blieben uns Begegnungen der dritten Art nicht erspart[…]

  2.  Raineram 2. August 2014 um 18:42

    Das Statement ist nur oberflächlich akzeptabel, weil offensichtlich von oberflächlichen und geistig begrenzten Menschen verfasst. Älter werden gehört zu den wenigen unbeeinflussbaren Dingen im Leben und wird auch den Verfasser des Statements treffen. Ich bin noch ein ganzes Stück weg vom Rentenalter, aber ich ziehe vor jedem den Hut, der mit 70 noch in einen Swingerclub geht und versucht, Kontakte zu schaffen (wahrscheinlich waren die beschriebenen Personen in Wirklichkeit 20 Jahre jünger).

  3.  JungAusBerlinam 4. August 2014 um 17:55

    @Rainer:
    Wir können schon noch unterscheiden, ob jemand richtig alt oder halt „wesentlich jünger“ ist. Diese Fähigkeit lassen wir uns gewiss nicht absprechen – genauso wie unsere persönliche, gern auch oberflächliche Auffassung, ob wir etwas ästhetisch oder gar anregend finden.

    Geistig begrenzte Grüße
    JungAusBerlin

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