Einsteigertipps Teil 3: Kleidung im Swingerclub

JungAusBerlin schrieb am 13. März 2009

Unsere kleine Reihe mit regelmäßigen Tipps für „Anfänger“ ist gestartet. Hier ist der 3. Teil.

In kleinen, verdaulichen Häppchen in Form von unterteilten Themenbereichen möchten wir Neueinsteigern die Angst vor dem ersten Swingerclub-Besuch nehmen und um typische Fallen herumlotsen.

Wir wünschen Euch eine informative Zeit und hoffen, dass Ihr mit unseren Tipps etwas anfangen könnt, damit Euch der Einstieg etwas leichter fällt!


Einsteigertipps Teil 3:
„Kleidung im Swingerclub“

Die Klamottenfrage beschäftigt viele Neueinsteiger offenbar mehr, als die Auswahl eines geeigneten Clubs. Keine Frage, es ist schon wichtig, sich Gedanken um die passende Kleidung zu machen, man sollte es aber auch nicht übertreiben und sich nicht verrückt machen. Wir geben auch zu bedenken, dass ein Swingerclub kein Laufsteg ist.
In diversen Foren wie z.B. Joyclub finden sich unzählige Beiträge, die sich um die Bekleidung im Club drehen, es herrscht also oft Unsicherheit unter den Neueinsteigern. Nachfolgend haben wir mal ein paar Tipps verfasst, die Euch Anregungen mit auf den Weg geben und um ein paar Fettnäpfchen bezüglich der Klamottenfrage herumlotsen sollen. Ferner klären wir auf, was man noch so mitnehmen sollte, wenn es in einen Club geht und welche Utensilien der Club für Euch bereit hält.

Was zieht man da an?
Nun ja, die Frauen haben es relativ leicht, während es für die Männer schon etwas komplizierter wird, etwas Passendes zu finden.

Für die Lady:
Nette Dessous, Catsuit, Corsage, Overknees, Netz-Kleid, Babydoll, Mini-Rock, raffiniert geschnittenes Cocktailkleidchen, was Knappes, was Halbtransparentes – einfach sexy halt. Die Möglichkeiten sind so vielfältig… Dazu z.B. Pumps, schicke Sandalen, Stiefel oder anderes nettes Schuhwerk. Badelatschen sind an Frauenfüßen in Swingerclubs (zum Glück) eher selten zu sehen.

Lady-Outfits für den Swingerclub
Zum Vergrößern bitte auf das entsprechende Bild klicken


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Und nun zum Mann:
Beim Mann wird es schon schwieriger: Netter Slip (Hotpants, Retro-Shorts, …) und obenrum entweder nichts oder z.B. ein dunkleres eng geschnittenes Shirt, Netzhemd oder Tank-Top (kein olles T-Shirt, sondern ein feineres aus der Wäscheabteilung). Beliebt sind auch halbtransparente Kleidungsstücke (Slips, Shirts). Es darf auch ruhig etwas Ausgefallenes (z.B. ein Herrenrock, Chaps, Lack oder Leder, ect.) sein, einfach mal in entsprechenden Shops umsehen.

Gentleman-Outfits für den Swingerclub
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Beate Uhse - Be You

Unten herum beim Mann:
Beim Schuhwerk für den Mann gehen die Meinungen auseinander, da Männer hier nicht so viel Auswahl haben, wie eine Frau mit Schuh-Tick. Viele Männer tragen daher Badelatschen in einem Swingerclub. Die sind zwar bequem, aber nicht wirklich sexy. Wer sich hierzu entschließt, sollte sich wenigstens für das schlichte, unauffällige Modell entscheiden und die bunten Adiletten oder tuckige Flip-Flops besser zuhause lassen. Socken und/oder ungepflegte Füße töten übrigens jegliche Rest-Erotik. Ansonsten tragen manche Männer schicke Slipper, schickere Sandalen (z.B. Römersandalen), Sneakers, Boots (sauber und nicht nach Straßenschuh aussehend) oder auch Tai Chi Schuhe, bzw. Kung Fu Slipper – wobei auch dies irgendwie seltsam bei einem Mann aussieht, der im Slip an der Bar sitzt. Das Schuhwerk beim Mann ist also eine Sache des persönlichen Geschmackes und des Mutes.

Absolute Bekleidungs-No-Go´s:
Jegliche ausgeleierte oder verwaschene Unterwäsche hat in einem Club nichts zu suchen. Erspart den anderen Clubbesuchern bitte das 5,- EUR-Plastik-Negligé vom Grabbeltisch, diese Billigwäsche sieht meist einfach nicht aus. Den Mann auch bitte keinesfalls in weiße Baumwoll-Feinripp-Unterwäsche oder bunte Riesenschlüpfer (Simpsons-Unterwäsche ist nicht erotisch!) stecken. Und String-Tangas finden zwar manche Männer an sich selbst schick, dies sieht die Frauenwelt im Club aber meist etwas anders. Völlig einfallslose Gestalten (vorwiegend einzelne Männer) tragen auch im Extremfall nur ein Handtuch um die Hüften gewickelt, dies allerdings wird von anderen Clubbesuchern meist als optisches „No-Go“ nicht so gern gesehen, somit fällt ein solch unkreativer Handtuchgeist eher negativ auf – daher bitte nicht nachmachen.

Hals und Beinbruch
Manche Leute laufen im Club einfach barfuss herum, dies allerdings ist aus Sicherheitsgründen nicht in allen Bereichen eines Clubs (z.B. Rutschgefahr im Wellness-Bereich) gern gesehen, zudem besteht (wie in jedem öffentlichen Bereich) auch eine gewisse Fußpilz-Infektionsgefahr. Zudem ist es auch recht unlecker, die WC-Bereiche barfuß zu betreten, das würde man wohl auch in keiner Discothek tun. Deshalb empfehlen wir jedem Clubbesucher das Tragen irgendwelcher Schuhe/Latschen. Bedenkt auch, dass High-Heels zwar toll aussehen, aber in Nassbereichen keine Trittsicherheit gewährleisten und auch meist keine Feuchtigkeit (wie z.B. im Duschbereich, am Pool, ect.) vertragen. Daher kann es nicht schaden, für ausgiebige Aufenthalte im Wellness-Bereich evtl. ein zweites Paar (z.B. Sandalen, Latschen, ect.) im Schrank bereit zu halten, um sich die drohende Blaulichtfahrt aus der Wellness-Oase des Clubs direkt ins Krankenhaus zu ersparen.

Sonderfall „Abendgarderobe“:
Manche (wenige) Clubs schreiben ihren Besuchern vor, generell, zu speziellen Events, in bestimmten Bereichen (z.B. Bar- und Restaurant) oder bis zu einer festgelegten Uhrzeit in Abendgarderobe zu erscheinen und lediglich im Spielwiesenbereich oder z.B. nach 24 Uhr in Dessous herumzulaufen. Abendgarderobe heißt hier, dass die Dame z.B. das „kleine Schwarze“ und der Herr mindestens ein Sakko mit gepflegter Hose trägt – also so, wie man zur einer gehobeneren Veranstaltung erscheinen würde. Jeans und Turnschuhe sind dann ein absolutes No-Go, denn es herrscht strenger Dress-Code. Da man sich in einem Club regelmäßig zwischen dem Bar-, Wellness- und Spielwiesenbereich hin-und-her bewegt, empfinden wir persönlich diese ewige Umzieherei als nervig und anstrengend. Klar, das Auge isst mit, aber irgendwo hört es für uns auf. Wenn wir in einen Club gehen, wollen wir uns keine Gedanken über den ständigen Klamottenwechsel machen, deswegen bevorzugen wir für uns die Clubs, in denen uns dies erspart bleibt.

Sonderfall „Motto-Party“:
Gelegentlich veranstalten Swinger- und Pärchenclubs auch Mottopartys. Hier kann auch ein bestimmter Dress-Code vorgegeben sein, an den man sich im Interesse der anderen Gäste auch halten sollte. Zur „FKK-Party“ erscheint Frau also besser nicht im Negligé und zur „Lack- und Leder-Party“ könnte die rosa-Spitzenwäsche mit Plüsch-Besatz eher für fragende Blicke sorgen. Ihre Motto-Partys und Veranstaltungen mit Dress-Code veröffentlichen die Club-Betreiber i.d.R. rechtzeitig auf ihren Websites und in den Veranstaltungshinweisen diverser Internet-Plattformen, wie z.B. von Joyclub.

Wo die Klamotten kaufen?
Schaut Euch doch erst einmal die einschlägigen (Online-)Shops an, um einen ersten Überblick über das vielfältige Angebot und die Preise zu erhalten. Abseits der großen Sexshopketten gibt es viele Läden und Online-Shops, die etwas ausgefallenere und vor allem qualitativ höherwertige Wäsche anbieten. Auch in Gothic-Klamottengeschäften finden sich oft günstige und passende Wäschestücke, die nicht wie „Von der Stange“ aussehen und die man auch durchaus tragen kann, ohne der Gothic-Szene anzugehören. Wir würden Euch außerdem eher raten, in einem Laden vor Ort auf Shopping-Tour zu gehen, da Ihr so gleich die Qualität und Passform prüfen könnt.

➡ Ganz wichtig ist, dass man sich in seiner Kleidung wohl fühlt und sich nicht verkleidet vorkommt. Und nochmal: Ein Swingerclub ist kein Laufsteg!!! Solange das Outfit gepflegt, aber auch dem erotischen Ambiente angepasst ist, kann eigentlich nichts schief gehen.

Muss man irgend etwas in den Club mitbringen?
Vor allem gute Laune, Neugier und Lust auf Erotik. Ach so, Bargeld für den Eintritt (EC- oder Kreditkarten akzeptieren die wenigsten Clubs) solltet Ihr noch einpacken, genauso wie ein paar Klamotten (Dessous, Schuhe) für den Clubabend und noch evtl. ein Haargummi für die Dame (für Sauna- und Poolaufenthalte). Wer der Meinung ist, Gleitgel, Sexspielzeug oder spezielle Kondome (Übergröße, latexfrei, mit Geschmack, ect.) zu benötigen, sollte sich dies noch einpacken – z.B. in eine kleine Handtasche. Ansonsten braucht man nichts mitzubringen. Seine Sachen verstaut man in einem abschließbaren Schrank, ähnlich den Schränken in einem Schwimmbad. Den Schlüssel für diesen Schrank gibt man i.d.R. an der Bar ab, wo er sicher verwahrt wird. Kondome (für normalgroße „DIN-Norm-Schwänze“), Massageöl (Vorsicht: Nicht immer kondomfreundlich!), Handtücher, Deo, Duschgel, Wattestäbchen, Fön und Co gibt es i.d.R. im Club, manchmal sogar Badelatschen. Wer es ganz genau wissen will, liest die Ausstattungshinweise auf der Website des auserwählten Clubs oder ruft einfach vorher mal an und fragt nach.

Im nächsten und vorerst letzten Beitrag versuchen wir, Euch abschließend u.a. ein paar „Insider“-Tipps und Kniffe mit auf den Weg zu geben, damit der Clubbesuch auch reibungslos verläuft.


Im nächsten (vorerst letzten) Teil geht es um das Thema
Tipps für einen angenehmen Clubbesuch

Übersicht aller bisher erschienenen Beiträge unserer Beitragsreihe

Sollten uns weitere Tipps einfallen oder Ergänzungen nötig sein, so werden wir die entsprechende Beitagsseite entsprechend anpassen. Ihr dürft Eure Kommentare (Meinungen, Fragen, weitere Tipps) gern hier drunter setzen.

Ein Hinweis noch: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung und Verbreitung außerhalb dieser Website -auch auszugsweise- bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung. Entsprechende Hinweise zu den Spielregeln findest Du HIER.

Dieser Tipp wurde zuletzt aktualisiert am 03.12.2017

Abgelegt unter Einsteigertipps | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Einsteigertipps Teil 3: Kleidung im Swingerclub”

  1.  minowinnskiam 13. November 2012 um 05:14

    vielen dank, 😉

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