Fundstück: Swinger-Youngster-Partys

JungAusBerlin schrieb am 14. August 2012


„Die Welt“ hat sich der jungen Swingerszene angenommen und einen doch recht anschaulichen Artikel dazu verfasst. Diesmal haben sich die beiden Autoren sogar mal selbst in die Swinger-Abgründe getraut und in Berlin das Insomnia aufgesucht.

Der Artikel geht von der „Generation Porno“, über den „fetten, nackten Typen auf dem Himmelbett“ bis hin zur „Gothic-Pummel-Maus“, die auf den Reporter (oder eher sein Bier?) scharf war. Halt alles, was einem an Einzelschicksalen in der Swingerszene so über den Weg laufen kann.

Ein durchaus lesenswerter Artikel:
„Bei Youngster-Partys Treue neu definieren“

Sehr treffend fanden wir folgendes Zitat:

„Am Rande einer tonlosen Szenerie auf Turnmatten steht ein junges Pärchen. Sie trägt ein buntes Blumenkleid, ihr Körper ist zu ihrem Freund gerichtet, den sie am oberen Rücken umarmt. Sie stehen da, als beobachten sie einen Autounfall. Er streicht ihr über den Kopf, die Umarmung hat etwas Tröstendes, die beiden küssen sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass das junge Paar hier heute Sex sucht, ist gering. Grundsätzlich geht es ihnen gut, vielleicht sogar so gut, dass sie gelangweilt sind.“

Nun ja, wir persönlich sehen Youngster-Partys etwas kritisch. Nicht, weil wir nicht junge Leute in den Clubs sehen wollen (wir umgeben uns ja meist sogar mit Jüngeren), sondern weil Clubbetreiber das Motto stets aufweichen, man daher letztlich viele alte Leute antrifft und weil viele Youngster zu diesen Veranstaltungen mehr zum billig trinken und Beglotzen der wenigen Akteure in die Swingerclubs gehen.

Unsere letzte Negativ-Erfahrung mit einer solchen Party ist ja schon etwas her. Und obwohl kürzlich in demselben Club wieder eine (nur eine Woche vorher angesetzte und letztlich wieder lieblos beworbene) Youngster-Party stattfand, gingen wir lieber woanders hin. Und hatten Spaß – mit jungen Leuten.

Abgelegt unter Fundstücke | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Fundstück: Swinger-Youngster-Partys”

  1.  altered_routeam 19. August 2012 um 16:06

    Also ich kann mir was Schöneres vorstellen, als mit harten Technobässen im Hintergrund zu vögeln. Mir erscheint die Atmosphäre in diesem Club als recht kühl und anonym und nur wenig erotisch. Das ist wohl kein Club in den ich gehen möchte, aber sowas ist ja ohnehin reine Geschmackssache.

    Viel interessanter als den Artikel finde ich die Kommentare darunter. Die sind nämlich geprägt von Intoleranz, Unverständnis, hilflos bemühter Nachsicht und erfolglosen Überzeugungsversuchen. Diese zumeist dem Swingen gegenüber konträren Meinungen bestätigen mich darin bei diesem Thema – vor allem im Netz – unbedingt anonym zu bleiben. Ich habe einfach keine Lust, mich gegenüber Leuten rechtfertigen zu müssen, die in mir einen Perversen sehen und in meinem Tun die Wurzel allen Übels dieser Welt vermuten. Sowas in der Art schreiben die da wirklich.

    Was den Artikel und die beiden Journalisten als solche betrifft, fällt mir ein Zitat des amerikanischen Schriftstellers Henry Miller ein:

    „Sex-Leitfäden sind meist Parfümrezepte, verfaßt von Leuten, die einen Stockschnupfen haben.“

    Schön, dass es bei Euch nicht so ist. ;o)

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