Verklemmte Memme

JungAusBerlin schrieb am 8. November 2012

Ein Mann mit drei Frauen betrat den Swingerclub. Ein Typ, der gleich mit drei Ladys in einen Swingerclub geht, wirkt auf viele Außenstehende ja erstmal als großer Macker, Hengst oder Frauenheld und weckt eine gewisse Erwartungshaltung an das, was da wahrscheinlich passiert. Wir lassen es ja gelegentlich auch in der Konstellation „Drei Frauen ein Mann“ krachen, kennen also die blöden/neidischen/verständnislosen Blicke vieler Clubbesucher. Nun durften wir ein solch doch recht seltenes Gespann endlich mal aus der Perspektive der Beobachter betrachten und waren gespannt, wie sich andere Leute in dieser Situation anstellen.

Besagter Mann war Mitte/Ende zwanzig, seine drei Begleiterinnen ebenso. Obwohl es in dem Club an sich recht ruhig zuging und man es durchaus hätte relativ ungestört krachen lassen können, saß das Gespann nur gelangweilt herum und es wurden keinerlei Anstalten unternommen, sexuell aktiv zu werden. Wieso dies so war, verstanden wir nicht – das ist aber auch nicht Gegenstand dieses Beitrages. Uns fiel aber auf, dass der Kerl statt einem Hengst wohl eher ein verklemmtes Mädchen war, denn er schloss sich zum Umziehen auf der Männertoilette ein, anstatt -wie in Swingerclubs üblich- mit seinen drei Mädels den Umkleidebereich des Clubs gemeinsam zu nutzen. Er tat dies zu Beginn und nochmal zum Ende des Clubbesuches. Hatte er Angst, dass die Frauen ihm was abgucken? Hätte er in nächster Instanz den Betreiber darum gebeten, im Spielwiesenbereich das Licht auszuschalten? Egal, wir fanden das Getue dieser Pfeife richtig dämlich.

Abgelegt unter Clubgeschichten | 7 Kommentare

7 Kommentare zu “Verklemmte Memme”

  1.  Micha B.am 8. November 2012 um 14:24

    Hmm. Vielleicht war er auch nur ein Frischling? Ich mag mich noch an meine ersten Besuch erinnern. Ich war auch mit zwei anderen Frauen da, welche auch das erste Mal dabei waren und eine dritte, welche die Szene kennt. Ich musste mich auch eingewöhnen und war nicht aktiv im öffentlichen Bereich… wir haben uns ins abgeschlossene Zimmer verzogen. Okey, dass mit dem WC und Umkleiden ist ein wenig komisch…

  2.  Nadineam 8. November 2012 um 15:52

    Ich glaube, ich hätte mich kaputt gelacht über dieses verklemmte ‚Mädchen‘! 😀

  3.  JungAusBerlinam 8. November 2012 um 19:18

    @Micha B.:
    Das kann natürlich sein, dass es ein „Anfänger“ war. Wobei es ehrlich gesagt schon recht außergewöhnlich ist, als blutiger Anfänger gleich mit nem Harem im Swingerclub anzurücken. Die meisten Leute schaffen es ja aufgrund der ganzen neuen Eindrücke kaum, sich ihrer/einer Frau zu widmen.

    @Nadine:
    Ja, manchmal muss man sich arg zusammenreißen… 😆

  4.  Toleranzaam 9. November 2012 um 00:00

    Und wir dachten, Swinger wären tolerant!?
    Wir finden auch nicht jedes Verhalten, jedes Outfit oder jeden Fetisch toll, aber wie intolerant ihr hier über Andere lästert…wie passt das eigentlich mit ‚alles kann, nichts muss‘ zusammen?
    Wir finden, gar nicht.

  5.  JungAusBerlinam 9. November 2012 um 01:04

    @Toleranza:
    Swinger sind tolerant? Seit wann denn das? Der Toleranzbegriff in Bezug auf Swinger ist absolut überbewertet, aber das schrieben wir ja schon vor Jahren. Ihr nennt es „lästern“, wir nennen es eine Meinung haben und auch öffentlich dazu stehen.

    Nochwas: Wenn wir jemals das abgedroschene, blöde Motto „Alles kann, nichts muss“ von uns geben, ist der Tag gekommen, an dem wir unseren Gnadenschuss wollen.

  6.  altered_routeam 9. November 2012 um 10:18

    Die Sache ist doch ganz klar. Der Knabe hat sein ganzes Leben lang von Sex mit mehreren Frauen gleichzeitig geträumt (alle heterosexuellen Männer tun das), war aber angesichts der dreifachen Frauenpower vollkommen überfordert. Sein Körper hatte mehr Adrenalin ausgeschüttet, als der von Felix Baumgärtner vor dem Sprung. Ich kann mich natürlich irren, aber die Verwirrung beim Umziehen würde es erklären. Oder? ;o)

    @Toleranza

    Natürlich kann man darüber streiten wie weit Toleranz gehen muss. Aber dann muss man auch darüber streiten wie weit Toleranz gehen darf. Würdest Du als Passagier mit den beiden Blogautoren im Auto unterwegs sein und irgendein anderer Verkehrsteilnehmer verleitete den Fahrer dazu ihn „Pfeife“ zu schimpfen, z. B. weil er an der falschen Stelle parkt, würdest Du deinem Chauffeur vermutlich Recht geben. In jedem Fall würdest Du ihn nicht intolerant schimpfen, sondern höchstens über ihn grinsen.

    Ich bin der Meinung, dass zu große Begrenzung der Sprache und eine Überregulierung des Anstandes im Swingerclub am Ende kontraproduktiv für das Ausleben der erotischen Wünsche ist. Das heißt nicht, dass sich jeder die Regeln nach Lust und Laune zurecht biegen kann (alles kann, nichts muss passt schon), aber die Gattung „Gutmensch“ findet sich im Swingerklub genauso wenig, wie im mormalen Leben.

    Für mich ist der Swingerklub ein Ort, an dem ich ungestört und erlaubter Weise Gleichgesinnte treffe, mit den ich Spaß haben kann. Wenn es passt, können kleine Lästereien mit Niveau durchaus als Vorgeplänkel für mehr dienen. Denn nichts führt Leute mehr zusammen, als die gemeinsame Lästerei über einen Dritten.

    Nochmal. Lästern hat Grenzen. Dem widerspreche ich nicht. Aber ich denke auch, dass diese Grenze im Artikel längst noch nicht erreicht ist.

    Ich wünsche mir noch ein bisschen mehr Gelassenheit bei der Toleranz. Das meine ich jetzt aber ganz allgemein… ;o)

  7.  Erotikliebeam 13. November 2012 um 20:20

    Ich verstehe diesen jungen Kerl ganz und garnicht. Keiner sollte dazu gezwungen werden, in den Swingerclub zu gehen, aber wenn ich mich dafür entschlossen habe, sollte doch genügen Offenheit vorhanden sein um sich vor andersgeschlechtrigen Menschen umzuziehen, wenn man bedenkt, was man noch alles mit einander erleben wird!

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