Hedonism II: Bericht über das Resort

JungAusBerlin schrieb am 24. Oktober 2014

trip-hedonism-jamaikaWir sind zurück aus dem Hedonism II. Eine echt geile und abgefahrene Zeit war das. Nun unsere Berichte und Fotos aus dem Hedo II, wie versprochen. Wir teilen das mal in mehrere Beiträge auf, damit es etwas besser strukturiert ist.

Heute geht es um die Anreise und das Hotel im Allgemeinen
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Nach fast 13 Stunden Flug kamen wir auf Jamaika an. Da wir aus organisatorischen Gründen nur den Rück-Transfer vom Hotel zum Flughafen gebucht hatten, mussten wir uns nach einem Taxi umschauen, das uns ins Hotel bringt. Um die 60 US$ sollten wir mit einem Taxifahrer verhandeln, sagte man uns vorab. Das gestaltete sich recht schwierig, denn die wollten alle deutlich mehr für die fast 1,5 Stunden Fahrt haben. Wie der Zufall so wollte, trafen wir vor dem Flughafen ein junges Pärchen aus Schweden, die mit uns im Flugzeug saßen, dem es genauso ging und die zufälligerweise auch ins Hedonism II wollten. Zu geil, das fing ja schon gut an – also Taxi genommen, Preis geteilt und Jamaika in der Abend-Dämmerung kennengelernt. Im Hotel angekommen, wurden wir freundlich vom Personal empfangen und sahen auch die erste leicht bekleidete Frau, die uns daran erinnerte, dass wir auch schon sehr bald so herumlaufen. Unser erster FKK-Urlaub hat also begonnen – im berüchtigsten Swinger-Hotel der Welt.

Das Zimmer:
Wir hatten ein Standard-Zimmer mit Gartenblick. Das Zimmer hat gewiss schon einiges erlebt, war aber recht gut in Schuss. Man kann sagen, dass man für das viele Geld woanders weit mehr bekommt, aber das Hedo II hat ja andere Vorzüge… 😉
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Das Zimmer ist nicht gerade geräumig, recht zweckmäßig eingerichtet. Die Klima-Anlage war leider recht laut, Ohropax waren da schon nötig, um bei eingeschalteter Air-Condition vernünftig zu schlafen (wir machten die meist nachts aus). Ein kleiner Schrank mit recht wackelig angebrachtem Zimmer-Safe, ansonsten eine Kommode mit Schubladen und zwei Nachtische waren die Verstau-Möglichkeiten fürs Gepäck. Wir hatten natürlich viel zu viele Klamotten dabei, letztlich waren wir doch fast nur nackt oder mit Handtuch um die Hüften unterwegs. Ein großer Flat-TV mit allerhand amerikanischen Fernsehprogrammen aber auch drei Porno-Kanälen steht zur Verfügung, ebenso ein kleiner Kühlschrank. Das Kingsize-Bett ist bequem, an der Decke darüber und gegenüber an der Wand hängen die berühmten Riesen-Spiegel, in denen man sich bestens beim Herumferkeln betrachten kann. Das Bad ist klein, nicht allzu neu, aber ohne Schimmel (wie man ihn in der feuchten Karibik sonst gern mal vorfindet). Die Dusche hatte Badewannengröße, war mit mehreren Erlebnis-Duschköpfen versehen und eigentlich ganz in Ordnung. Leider kein Balkon, stattdessen ein Fenster mit Blick in eine Palme und den Garten des Hedo II. Zusammengefasst war das Zimmer alt, aber halbwegs renoviert und in grundsätzlich sauberem Zustand. Keine Wohlfühloase, aber letztlich ist man ja sowieso den ganzen Tag in der Anlage unterwegs und kommt nur zum Schlafen oder Vögeln her. Den erheblichen Aufpreis für eines der wenigen renovierten Zimmer wäre uns das daher keinesfalls wert gewesen.

Allgemeine Infos zum Hotel:
Das Hedonism II-Resort liegt am berühmten, kilometerlangen Strand von Negril. Es handelt sich um eine Clothing-Optional-Anlage, also ist Nacktheit grundsätzlich überall möglich, in einigen Bereichen des Geländes aber absolute Pflicht. Paare und Einzelpersonen haben Zutritt, es gibt ferner Tages-Tickets für Tagesbesucher. Es sind zu ca. 80% Amerikaner und Kanadier dort zu Gast, einige Südamerikaner und Jamaikaner, Europäer sind zwar gern gesehen, aber echt in der Minderheit. Solomänner waren verdammt wenige dort (geschätzt 5-10), ansonsten halt reichlich Paare aller Alters- und Gewichtsklassen. Es gibt einen weitläufigen, gepflegten Garten mit kleinem Dschungel, mehreren Pools (einer davon mit Wasser-Rutsche) und Whirlpools, der Strand ist in zwei Bereiche unterteilt, wovon der größere und meist genutzte der FKK-Strand ist. Ansonsten kann man an diversen Bars fast rund um die Uhr trinken, es sind alle Getränke inklusive, auch Cocktails. Es werden ausschließlich Marken-Alkoholika ausgeschenkt, also nicht der übliche All-In-Fusel in den typischen Ferienanlagen. Die Qualität der Drinks war nie zu beanstanden. Es gibt zudem zwei Essensbuden am Strand (vergleichbar einer Imbiss-Bude), wo man nach Herzenslust auch mal zwischendurch was essen kann, an der Bude in Nähe des FKK-Pools sogar bis morgens um 5 Uhr z.B. Pizza, Burger oder das berühmte „Jerk Chicken“ ordern kann. Es war für uns anfangs recht befremdlich, Leute nackt am Pool-Rand Pommes mit Hühnchen fressen zu sehen 😉
Es handelt sich um ein Ultra-All-Inklusive-Hotel, also ist hier wirklich alles inklusive. Sogar Tauchen!
Recht teuer ist das WLAN im Zimmer und dem Rest der diesbezüglich gut ausgestatteten Anlage, da ist man mit unverschämten 80 US$ für eine Woche dabei. Erst später entdeckten wir in Nähe des Haupt-Restaurants vor dem Souvenir-Shop die Free-WiFi-Area (Tipp: Das reicht zum gelegentlichen Abfragen von Mails völlig aus!).
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Die Restaurants / das Essen:
Es gibt ein großes Haupt-Buffet-Restaurant mit Show-Bühne für die abendlichen Shows (meist sehenswert mit sehr guten gesanglichen oder akrobatischen Einlagen der Animateure oder gebuchter Künstler), einen daran angeschlossenen Japaner mit Show-Cooking und ein separates, italienisches Restaurant. In allen Bereichen darf man essen, allerdings benötigt man eine Reservierung beim Japaner und Italiener. Das Buffet des Haupt-Restaurants ist recht vielseitig, aber traf leider häufig nicht unseren Geschmack. Viele Stimmen sagen, das Essen sei hervorragend, wir empfanden es als recht durchschnittlich. Das Frühstück war sehr auf die zahlreichen Amerikaner abgestimmt, leider kein vernünftiges Brot, kaum Wurst, recht fettig/deftig und ideal für Alkoholiker, da direkt neben dem Orangensaft schon morgens eine Flasche Vodka steht. Mittags und zum Abend gab es diverse warme Speisen, allerdings irgendwie häufig sehr ähnlich schmeckende und qualitativ nur durchschnittliche Kost. Unser Fall war es recht selten, auch die Hoffnung unseres weiblichen Parts, dort wie am Meer üblich (notfalls gegen Aufpreis) reichlich leckeren Fisch essen zu können, war recht schnell verflogen. Man wird satt, sollte aber keine Gourmet-Ansprüche haben. Das Show-Cooking beim Japaner war toll. Sehr schmackhaft, nett zubereitet und wirklich empfehlenswert. Beim Italiener war es in Ordnung, eine kleine Auswahl an Mehrgänge-Menüs, leider aber kein Highlight. Das Essen an den Fressbuden war in Ordnung, „Jerk Chicken“ (super-lecker), Burger, Pommes, Pizza (nicht so doll), Nachos, PopCorn, Toasts und diverse Teigtaschen boten eine Vielfalt an Junk-Foot, auf die eigentlich alle Gäste des Hotels gern und ausgiebig immer wieder zwischendurch zurückgriffen.
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Der Strand / die Pools:
Der Strand ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Zuerst kommt der „normale“ Bereich (Prude-Beach), in dem man auch bekleidet sein darf. Dort ist aber so gut wie niemand, wer also gern allein ist, sollte da hin gehen. Der Schweinchen-Bereich (Nude-Beach) ist da weitaus beliebter. Hier ist Nacktheit Pflicht und darauf wird auch sehr vom Personal geachtet. Der Strand ist ein Sandstrand, im Wasser befinden sich jedoch einige Seegras-Wiesen, wo man nie so genau weiß, in was (Seeigel, …) man da tritt. Generell ist der zum Baden nutzbare Bereich am Meer recht eingeschränkt. Im hinteren Bereich der Anlage im FKK-Areal ist dann auch der sündige FKK-Pool mit HotTube – dies ist der Hotspot des Hotels. Hier tobt das Leben, hier wird gefeiert, gesoffen, gefressen und herumgefickt. Die anderen Pools sind recht verwaist, werden eher von Erholungssuchenden genutzt, aber das ist dort kaum jemand, denn die Leute kommen zum Feiern und Ficken da hin.
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Das Personal:
Wir haben selten eine Anlage erlebt, die so viel Personal für ihre Gäste hatte. Die Mitarbeiter waren alle durchweg freundlich und aufmerksam, es gab nie nennenswerte Wartezeiten auf Getränke an den Bars und die Mitarbeiter hatten oft nen netten/frechen Spruch und ein Lächeln auf den Lippen. Trinkgeld ist offiziell verboten in der Anlage, sowas regelt man letztlich heimlich, mit einem diskreten Händedruck, wo der Geldschein unsichtbar den Besitzer wechselt. Dafür, dass die Angestellten dort pro Monat im Schnitt noch nichtmal 300 Euro verdienen und teilweise 18 Stunden auf den Beinen sind, machen sie alle nen tollen Job und gehören dafür honoriert. Die Animateure der Anlage sind allesamt hoch-professionell und könnten teilweise gesanglich und von der Fitness her gewiss mehr Geld verdienen. Die Animateure sind auch zuständig für die vielen Shows und Pool-Spiele, wo man sich mehr oder weniger zum Vollidioten machen konnte – die Amerikaner lieben es, sich hemmungslos zum Deppen zu machen, Fremdschämen pur (aber daran gewöhnt man sich). Was uns gestört hat, war die Lautstärke der Musik auf der Showbühne oder auch teils am Pool – da war kaum noch eine Unterhaltung möglich. Hedonism II-Wochenprogramm als PDF

Im kommenden Beitrag dann mehr zu unseren persönlichen Eindrücken und Erlebnissen.

Alle Beiträge in unserer Rubrik „Swingerurlaub Hedonism“

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