Hedonism II: Ficken und Feiern in der Ursuppe

JungAusBerlin schrieb am 6. November 2014

trip-hedonism-jamaikaHier ist er endlich, der zweite, umfassende Beitrag nach unserem ersten FKK-/Swinger-Urlaub im Hedonism II auf Jamaika. Wie sind die Leute? Was geht da wirklich ab? Hier gibts mehr Infos dazu, aus erster Hand von uns.

Auweia, wir sind Sextouristen! Unseren Trip in kurzen, knackigen Worten zu beschreiben, fällt uns schwer – fassen wir es zusammen in „Be Wicked For a Week“ (Motto des Hotels).

Zum Vergrößern bitte auf das entsprechende Bild klicken

Die Eindrücke, die sich dort in unsere Köpfe gebrannt haben, kann man nicht komplett wiedergeben. Es war einfach eine Riesen-Sexparty -vergleichbar mit einem Sping-Brake- mit völlig durchgeknallten aber echt coolen, wahnsinnig (ausnahmslos!) offenen Leuten. Wie wir bereits im ersten Beitrag nach unserer Wiederkehr geschrieben haben, ist die Anlage ja in zwei Bereiche aufgeteilt. Den entvölkerten Clothing-Optional-Bereich und die FKK-Zone. Letztlich hielten wir uns fast nur im Nackedei-Bereich auf, denn dort tobte das Leben und wir wollten ja schließlich was erleben. Wir haben teilweise sogar in drei Schichten geschlafen, um soviel wie möglich an Party mitzunehmen – bedeutet, dass wir am Ende des Urlaubes recht fertig waren.

Die Menschen, die das Hedo II besuchen sind alle wirklich sehr offen. Mit einem „How are you?“ und einem Lächeln kam man immer ins Gespräch, allerdings sollte man halbwegs Englisch sprechen, sonst ist man dort recht einsam. Da der Großteil der Gäste aus den USA oder Kanada kommt, wo Nacktheit verpönt/verboten und die Prüderie im Gegensatz zu Europa verbreitet ist, lassen diese Leute im Hedo II regelrecht die Sau raus. Nacktheit, das Zeigen von Titten, Schwänzen und den sonderbarsten Intim-Piercings werden dort regelrecht zelebriert. Auch konnte man zahlreich die unterschiedlichsten Ergebnisse von Schönheits-OPs bewundern, was im Hedo II an Silikon-Titten aufläuft, ist im Vergleich zu Europa heftig. Viele schöne Möpse und leckere Leute waren da, aber auch diverse missratene Gestalten, die dank verpfuschter Tattoos, Piercings und/oder Brust-OPs aussahen, wie ihr eigenes Gespenst. Für uns war das alles anfangs gewöhnungsbedürftig, da wir sowas in dieser extremen Form bislang nicht kannten. Wir wussten aber schon vorher, dass wir unsere Toleranzschwelle deutlich nach unten fahren müssen, also taten wir es und ließen uns auf das Abenteuer ein. Wir waren zudem in der glücklichen Situation, zur „Young-Swingers-Week“, zur „Wild-Women-Vacation“ und zur „International Delights“ (große Swinger-Reisegruppe) vor Ort zu sein. Diese Kombination aus jungen (häufig ansehnlichen) Leuten und Swingern aus aller Welt war vom Ergebnis her wohl eine gute Wahl, so dass es nie langweilig war. Jung und Alt kamen bestens miteinander aus und im Gegensatz zum Swinger-Publikum in Deutschland gingen die Leute total locker, freundlich und offen miteinander um; da hatte niemand Berührungsängste oder war schlecht gelaunt. Natürlich war die Kommunikation untereinander -so sind Amerikaner häufig- zumeist höchst-oberflächlich, aber dafür kam man weitaus leichter in Kontakt, als es meist in den Clubs in Deutschland mit all den an der Bar hockenden, verklemmten, kommunikationsgehemmten Gestalten läuft. Im Vorbeigehen ner Jung-Swingerin mal auf den einladenden nackten Hintern klatschen endet in Deutschland meist mit fragenden Blicken oder ner Backpfeife. Im Hedo II hielt das Mädel unserem Weibchen gleich noch die andere Arschbacke hin und bat mit Augenzwinkern darum, diese nicht zu vernachlässigen. Solche Situationen gab es zuhauf, warum ist es hier in Deutschland nur so verstockt???

Fotos sind in der „heißen Zone“ des Hedonism II nicht erlaubt, deswegen beschränken sich unsere Bilder auf unverfängliche (leider weniger spannende) Orte. Ein kleines Vögelchen hat uns aber ein Bild direkt vom Pool der Sünde zugespielt, welches wir Euch nicht vorenthalten wollen, natürlich sind Gesichter und Tattoos unkenntlich gemacht.

Video aus dem menschenleeren Sünden-Pool [englischsprachig]:

Man stelle sich einen großen Pool mit Bar und zwei Whirlpools im Nackt-Bereich vor, in dem ab spätem Vormittag bis zum Abend geschätzte 100 Leute eine Riesen-Stehparty feiern, gemeinsam reichlich Alkohol trinken, quatschen, tanzen und ihre Nacktheit ausleben. Sauf-Spiele und peinliche Wettkämpfe fanden am Rand des Pools oder am Strand, meist organisiert vom Animations-Team, statt. Erstaunlich, was manch Amerikaner alles für eine billige, rote Plastik-Perlenkette als Gewinn tat…
DJs kümmern sich um die passende Mucke und die Barkeeper haben keine Minute Pause (Schild an der Bar: „No tits, No ass, No Service!“). Am Poolrand sitzen Leute und rauchen Gras (bekommt man stets beim netten Mann, der auf dem Felsen am Ende des Strandes des FKK-Bereiches sitzt und zum Schein schöne Muscheln verkauft) oder futtern im Wasser Pommes und Hähnchenfleisch, während nebenan eine Frau einem fremden Typen gerade einen bläst und sich danach von hinten vögeln lässt. Es dauerte ca. einen Tag, bis wir angekommen waren und uns an die schöne, neue Sexwelt gewöhnt hatten. Bis dahin sahen wir uns teilweise fassungslos, aber gleichzeitig fasziniert vom Treiben gegenseitig an und kamen uns vor, wie in einem typischen, amerikanischen Pornofilm mit einer riesigen Pool-Party. Nur war dieser Pornofilm das wahre Leben – wir waren mitten drin und wurden immer mehr Teil des Ganzen. Da wunderten wir uns dann auch nicht mehr so über den seltsamen Anblick, als zehn nackte Leute zehn verängstigte Ziegen unter lautem Gegröle der Zuschauer beim Ziegenrennen über den Strand im FKK-Bereich jagten. Auch sowas findet man ab einem gewissen Punkt lustig… Willkommen im Zoo, dem Hedo II!!!

nakedNEWS-Video mit einem Überblick über das Hedo II [englischsprachig]:

Von den Erwartungen her dachten wir jedoch, dass in diesem Resort weitaus mehr „abgeht“. Klar, es war eine Riesen-Party, alle ließen die Sau raus und die Sexualität wurde extrem zur Schau gestellt. Wo sonst kann man auch beim Abendessen im Restaurant mal ne nackte Frau mit nur per Bodypainting angemaltem Kleid oder einen kostümierten Mittvierziger in Windeln mit Nuckelflasche und Sabberlatz bestaunen? Oder als wir vor unserer Zimmertür seltsame Geräusche wahrnahmen, wir die Tür öffneten und es direkt vor unserem Zimmer ein Pärchen im Stehen trieb?
Dennoch müssen wir sagen, dass bei aller Offenheit sich nur ein kleinerer Kern an Leuten tatsächlich an die „echte“ Swingerei öffentlich gewagt hat. Eine Vielzahl von Leuten lebte die Nacktheit und ihre exhibitionistische Ader aus (Sehen & Zeigen) oder machte maximal Showficken. Abends und nachts ging es auch im FKK-Bereich ruhiger, aber dennoch lebhaft zu, da verlagerte sich das „Get Together“ auf den Hot-Tube, den mit rund 40 Grad doch sehr warmen Whirlpool. Wir nannten das Ding irgendwann „Ursuppe“, denn trotz extremer Zusetzung von Chlor ist es bei den diversen, da hineinfließenden Körperflüssigkeiten darin gewiss nicht klinisch rein. Glücklicherweise ist da offenbar so viel Chemie drin, dass wohl alles abgetötet wird, was jucken kann. Nun, drei Wochen nach Wiederkehr behaupten wir, diesbezüglich davongekommen zu sein (Puh, was für ein Glück!). In diesem Whirlpool wurde dann weiter getrunken, gequatscht, gefickt und sich-zur-Schau-gestellt. Wir genossen die Nächte im Wasser, denn meist sind die Pools in typischen Resorts ja nach Sonnenuntergang tabu, im Hedonism II kann man nachts bei 25 Grad unterm Sternenhimmel chillen und es sich stundenlang gutgehen lassen. Zudem konnte man sich da etwas diskreter näher kommen, als tagsüber bei dieser Spring-Brake-Party, die einem teilweise die Libido vergehen lässt. Vom Verhalten her waren die Leute auch in den heißeren Bereichen durchweg freundlich und darauf bedacht, niemandem zu nahe zu kommen, der dies nicht will. Jedoch waren die Aussagen mancher einheimischer Black-Boys schon recht deutlich, da kam dann mal ein freches „Do you want touch me?“ mit Fingerzeig auf sein steifes, schwarzes Big-Bamboo unter Wasser oder „I show you my strawberry“ aber eher einen Lacher wert, da sind die Versuche von dickbäuchigen Solomännern mit dicken Eiern in deutschen Swingerclubs weit weniger unterhaltsam…

Kritisch sahen wir allerdings, dass die Leute im Hedonism II zumeist bei Fremdkontakten kein Kondom nutzen. Wir haben öfter mitbekommen, dass Typen ihre Schwänze binnen einer Stunde kurz in drei unterschiedliche Frauen blank steckten, lecker ist das nicht! Seine Klamotten auf dem Zimmer zu lassen ist ja gut und schön, leider blieb das Hirn dort auch häufig. Wir erlebten das auch einmal hautnah, als wir nachts mit einem Pärchen aus den USA herummachten: Die Frau des Pärchens machte irgendwann mit der größten Selbstverständlichkeit Anstalten, sich blank auf den Schwanz unseres männlichen Parts zu setzen – kaum irritiert vom sofortigen Einwand „Only with Condom!“ mit leichtem Weggeschiebe der herannahenden Muschi versuchte sie es gleich darauf nochmal, worauf unser Männchen deutlicher wurde und die Nummer ein Ende fand. Diese Gedankenlosigkeit stimmte dann doch irgendwie nachdenklich. Im Gegensatz zu Swingerclubs liegen im Hedonism II nirgendwo Kondome aus, diese kann man sich im Shop tagsüber kaufen. Natürlich ist es in einer FKK-Anlage schwer, ein Gummi am Körper unterzubringen. Alle zehn Meter ein Körbchen mit Kondomen in der karibischen Sonne hinzustellen, ist aber auch nicht schlau. Notfalls führt man halt ne kleine Tasche mit sich, wir waren zumindest diesbezüglich vorbereitet und hätten maximal 10 Meter zum Gummiholen laufen müssen.

Im kommenden Beitrag kommen wir zu den Besonderheiten des Hedo II, zu unserem Fazit und geben einige Tipps für künftige Hedonism-Erstbesucher.

Alle Beiträge in unserer Rubrik „Swingerurlaub Hedonism“

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