Hedonism II: Unser Fazit und Tipps für Erstbesucher

JungAusBerlin schrieb am 21. November 2014

trip-hedonism-jamaikaHier ist der letzte Teil unseres Reiseberichtes ins Hedonism II auf Jamaika. Was ist besonders? Was gibt es zu beachten? Hier kommt das Fazit unseres ersten, echt geilen Swinger-Urlaubes, natürlich mit ein paar Tipps für Euch.

Über die Partys, die Gäste und das Hotel selbst haben wir ja schon in den vorherigen Beiträgen viel geschrieben, zudem ist das Hotel in vielen Presse-Berichten rund um den „Sexreisen-Skandal“ einer großen Versicherung hinreichend erwähnt. Nun aber von uns weitere persönliche Eindrücke und Tipps für Erstbesucher des Hedo II.


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Für uns war es ja der erste FKK-Urlaub. Swingerclubs kennen wir ja nun schon seit einer Weile, aber im Urlaub nackig machen war dann doch recht neu für uns. Anfangs noch etwas scheu und natürlich angezogen schlenderten wir am leeren Prude-Beach entlang und merkten recht schnell, dass dies hier recht einsam enden würde. Also sind wir über den Schatten gesprungen, haben uns ausgezogen und ab ins Getümmel gestürzt. Es dauerte nicht lange, da war die eigene Nacktheit vergessen und die Vorzüge sind nunmal nicht von der Hand zu weisen: Nahtlose Bräune, keine nassen Klamotten, mehr Spaß, …
Wer natürlich mit Nacktheit, der eigenen Figur oder dem Angucken nicht immer ästhetischer Menschen ein größeres Problem hat, sollte es sein lassen, so ein Hotel zu buchen. Gleiches gilt für Personen, die Toleranz letztlich nur labern aber nicht leben – diese Leute werden im Hedonism II zu 100% ihr blaues Wunder erleben. Also man sollte schon so in etwa wissen, worauf man sich einlässt. Allzu zartbesaitet sollte man auch nicht sein, weswegen wir das Hedonism II für Swinger-Neueinsteiger eher nicht empfehlen würden, wobei jeder selbst wissen sollte, ob er nicht erstmal die Szene in Deutschland entdecken sollte, bevor man gleich über den noch nicht entdeckten Tellerrand springt.

Eine schöne, bislang von uns unerwähnte Eigenart des Hedonism II ist, dass sich ein kleiner Kult um die Steine, die überall in der Anlage im Garten oder dem kleinen Urwald verteilt liegen, entwickelt hat. Wo auch immer man ist, man findet bunt bemalte oder beschriebene Steine von Gästen des Hedonism vor, die mit einem Stein etwas Bleibendes von sich da gelassen haben. Man kann das Ding selbst bemalen oder auch den netten Maler am Strand (bitte nicht mit dem Drogendealer am anderen Ende verwechseln!) bemühen. Natürlich haben auch wir diesen schönen Kult gelebt und unseren Stein an einer Stelle im Garten des Nude-Bereiches abgelegt. Für eine Hand voll US$ hat der Typ am Strand unser Exemplar nach unseren Wünschen in unserem Design gestaltet und wir finden, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

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Kleine Anekdote am Rande: Die peinlichen Pool-Spiele im Nude-Pool waren ja nicht so unser Fall. So auch die Nummer mit der Krönung von „Mrs. und Mr. Tan & No-Tan“ (übersetzt gebräunt und nicht-gebräunt). Die Animateure wollten natürlich auch unser Weibchen (rote Haare, super helle Haut, nie braun, eher verbrannt) dazu bewegen, sich nackig am Pool-Rand vor 100 Leuten zum Löffel zu machen. Nein, das wollte sie nicht, blieb lieber im Wasser – trotz animierenden Beifalls der Menschenmeute. Also machten sich 6 andere Gestalten zum Voll-Deppen, posten, tanzten und gaben alles. Doch wer schlug sie alle? Unser weiblicher Part, als der Animateur das Publikum um Bewertung der Teilnehmer bat und unser im Pool hockendes Weibchen erneut neckte und um Bewertung auch von ihr bat. Bei ihr war der Applaus am Ende des Wettbewerbs am größten, sie war die „Mrs. No-Tan“-Gewinnerin (der Herzen)… 😉

Unsere Tipps an Erstbesucher des Hedonism II:

  • Bucht das Hotel bei einem professionellen Reisebüro und vergleicht die Preise zur Direktbuchung im Hotel oder einem amerikanischen Erotik-Reisen-Veranstalter (Selbst unser auf derartige Reisen spezialisiertes Büro hat uns zwar anfänglich gut beraten, aber letztlich nicht exakt das gebucht, was wir haben wollten. Bei Reklamation direkt aus Jamaika ließ das Reisebüro uns letztlich im Regen stehen und hatte noch nicht mal eine Entschuldigung parat. Daher genau aufpassen und alles schriftlich bestätigen lassen, inklusive der Übersetzung/Bedeutung der für Nicht-Reisebüro-Mitarbeiter kryptischen Kürzel für die Zimmertypen.)
  • Es gibt eigentlich keinen Grund, die teuren Zimmer im Nude-Bereich zu buchen oder gar auf die noble, renovierte Variante auszuweichen. Außer Ihr wollt direkten Zugang zum Strand oder Euren eigenen Whirlpool auf der Terrasse haben. Ihr kommt von überall aus schnell zum FKK-Bereich und könnt auch nackt durch den Prude-Bereich laufen. Zudem ist es in den Zimmern rund um den Nude-Pool auch nachts gewiss nicht leise, da dort stets Party angesagt oder blödes Gequatsche ist.
  • Bessert Euer Englisch auf, wenn nötig. Habt keine Scheu, die Leute anzusprechen. Irgendwie klappt es immer, die Leute haben Verständnis für eventuelle Sprachschwierigkeiten (der Ami-Slang ist manchmal grausam) und sind neugierig auf Deutsche und Europäer.
  • Packt nicht zu viele Klamotten ein und zerbrecht Euch nicht den Kopf à la „Was kaufe ich noch Schönes“, Ihr seid letztlich fast nur nackt (die 75 US$ Übergepäck-Gebühren hätten wir uns sparen können, unsere Klamotten blieben überwiegend im Koffer)
  • Macht Euch keine Gedanken um Figur, BMI, Alter, …! Niemand ist perfekt und es ist erstaunlich, wie offen und neutral alle Leute dort miteinander umgehen und ihre Nacktheit zelebrieren. Dagegen sind die Swingerclubs in Deutschland wahre Tempel der Intoleranz und Lästerei.
  • Ab ins Getümmel! Sofort!!! Nicht zögern und Zeit verlieren, sondern einfach hingehen, wo der Bär steppt. Das ist fast immer im Nude-Bereich.
  • Fahrt unbedingt Eure Toleranzschwelle deutlich herunter, sonst seid Ihr im Hedo II vollkommen falsch!!!
  • Nehmt Kondome mit und besteht auf die Benutzung wenn Ihr was mit anderen Leuten macht, die meisten Gäste im Hotel scheren sich in der lockeren Stimmung darum einen Scheißdreck!
  • Verschwendet keine Zeit. Wenn Ihr jemanden nett findet, sprecht ihn an. Ob die Person/das Paar am nächsten Tag noch dort ist, ist nämlich völlig ungewiss. Das Hotel hat am Tag dutzende An- und Abreisen und durch die Nähe zu den USA sind Kurz-Aufenthalte häufig.
  • Bucht Wunsch-Sitzplätze für den Langstreckenflug.
  • Ihr wollt nackt am Strand heiraten? Ab ins Hedo II, da ist das inklusive!
  • Wer gerne taucht, kann das kostenfrei dort tun. Also notfalls noch vorher einen internationalen Tauchschein machen.
  • WLAN im Hotel ist sauteuer, Roaming per Mobilfunk unbezahlbar. Es gibt eine Free-WiFi-Zone im Bereich des Restaurants vor dem Casino und dem Shop.
  • Trinkgeld für die Angestellten sollte in kleinen Dollar-Scheinen unauffällig direkt in die Hand gegeben werden. Nichts aufs Bett legen, das Zimmermädchen lässt es liegen. Trinkgeld ist offiziell verboten, sichert einem aber wie überall das gewisse Extra an mehr Service.
  • Wer beim Buffet weg vom Einheitsbrei will, sollte unbedingt das japanische Livecooking-Restaurant kostenlos reservieren.
  • Schaut morgens an der Omelette-Station gut hin, was da gerührt wird. Nicht dass Ihr Euren „Glückstag“ habt und ein „One-Day-Chicken“ erwischt, wie es die Köchin lapidar mit dreckigem Grinsen aufgrund fragender Blicke unseres männlichen Parts kommentierte…
  • Wenn Ihr könnt und wollt, fahrt mit Freunden/Bekannten oder einer zu Euren Neigungen passenden Reisegruppe hin. Das vereinfacht die Kontaktaufnahme und reduziert sprachliche/kulturelle Barrieren.
  • Lächelt, lächelt, lächelt! Seid locker und unverkrampft. Das ist für Deutsche oft ein Grundproblem. Notfalls helft nach, entweder mit Flüssigem von der Bar oder mit Hilfe des netten Mannes auf den Steinen am rechten Ende des FKK-Strandes. Ihr werdet sehen, je lockerer und offener ihr seid, umso eher kommt Ihr in Kontakt zu den echt coolen Leuten in diesem Resort.
  • Schraubt Erwartungen herunter, an das Hotel selbst und das, was da passiert. Es ist zwar ein Sündenpfuhl, jedoch keine nie endende Riesen-Orgie, mit endlosen Fick-Gelegenheiten. Hier treffen sich nicht nur Swinger, sondern auch Hedonisten und Naturisten. Es liegt an Euch, was Ihr draus macht – die Umgebung für eine lustige und im Idealfall auch geile Zeit ist durch das kultige Konzept des Hedonism II definitiv geschaffen.
  • Probiert das Jerk-Chicken an einer der Fressbuden des Hotels mit der speziellen Sauce.
  • Im Meer vor See-Igeln aufpassen (notfalls Badeschuhe mitnehmen).
  • Ohrstöpsel mitnehmen, die Klima-Anlage ist laut und die Zimmernachbarn u.U. bei ihrem Geficke manchmal auch.
  • Wenn es die Zeit zulässt, schaut Euch Jamaika auch außerhalb der Anlage an.
  • Nehmt Euch nach Eurem Urlaub noch ein paar Tage frei, um Euch von den Partys, dem wenigen Schlaf und dem Jetlag zu regenerieren. Wenn Ihr diese zusätzlichen Tage nicht braucht, habt Ihr nichts erlebt oder seid echt krass drauf!

Nun, einige Wochen nach Wiederkehr aus dem Hedonism II können wir guten Gefühls sagen, „Ja, es war geil – gerne wieder!“ Dennoch sind wir natürlich auch kritisch und der Meinung, dass das Hedo II zwar wirklich Kult ist (das sieht man auch an den zahlreichen Repeatern: Paaren, die teils über 100 Mal schon dort waren), man aber letztlich für sexorientierten Spring-Brake für viel zu viel Geld in einer doch recht einfachen, alten, aber gepflegten Anlage untergebracht ist. Dies allerdings war für uns nichts Neues, dafür waren wir zu gut vor Buchung informiert und daher nicht enttäuscht. Wir empfehlen dieses Hotel mit kleineren Einschränkungen weiter, sowas sollte man gesehen/erlebt haben. Solange die eigenen Erwartungen nicht zu hoch gesteckt sind, wird man dort eine echt einmalige Zeit verleben. Wir sind neugierig auf diese Art von Sextourismus geworden und werden wiederkommen, aber unsere Fühler auch bestimmt nach anderen Swinger-/FKK-Hotels ausstrecken, denn wir entdecken die Welt einfach viel zu gerne, um dauerhaft auf Jamaika zu stranden.

Wer an uns ne Frage loswerden möchte, kann dies gern per Kommentar-Funktion oder -ganz diskret- per Mail an uns tun. Wir helfen gerne weiter! 😉

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5 Kommentare zu “Hedonism II: Unser Fazit und Tipps für Erstbesucher”

  1.  altered_routeam 21. November 2014 um 11:50

    Mich würde interessieren, ab wann ungefähr ein solcher Urlaub preislich zu haben ist? Also von zu Hause aus gestartet und mit allen versteckten Nebenkosten, bis Ihr wieder zu Hause wart.

    Ihr seid da einfach so in ein Reisebüro reinmarschiert und habt gesagt, Ihr wollt nach Jamaika ins Hedonism? Da öffnet sich bei mir unweigerlich der Vorhang im Kopfkino und ich sehe eine prüde Tante, die hinter ihrem Schreibtisch rot anläuft oder blöde grinst. Könnt Ihr das ab, sind die so professionell oder habt Ihr Euch ein spezialisiertes Reisebüro gesucht?

    Ist es für Turis nicht verboten, am rechten Ende des Strandes zum netten Mann zu gehen und Hilfe zum grienen zu kaufen? Ja klar, da hält sich eh kein Mensch dran, aber die offizielle Rechtsprechung und die damit einhergehenden Konsequenzen sollte man schon kennen, wenn man sich nicht in heimatlichen Gefilden befindet. In Asien bspw. kann das härteste Strafen in unmenschlichen Gefängnissen oder noch schlimmeres bedeuten.

    Und dann habe ich da noch was ganz subjektives… Euer Reisebericht hat so einen professionell-journalistischen Abstand. Er ist informativ und ganz sicher sachlich richtig. Aber was mir in der Beschreibung fehlt seid Ihr. Habt Ihr Euch vergessen?

    Ja, Ihr habt geschrieben was schmeckt und was nicht, was geht und was nicht, was man „zum überleben“ braucht und was nicht. Aber was mir in Eurem Bericht fehlt, ist, was Ihr erlebt habt und wie Ihr es erlebt habt.

    Was für Leute habt Ihr kennengelernt, wo kamen die her, wie waren die drauf? Gab es „tiefergehende Kontakte“ oder beschränkten sich die Erlebnisse „nur“ auf erotische Gespräche im Adamskostüm? Ich vermisse Eure Anekdoten, die Lästerei und nicht zuletzt auch die Empörung über Idioten.

    Wenn Ihr jetzt noch einen Bericht mit solcherlei (frivolen?) „Informationen“ drauflegen würdet, wäre die Sache perfekt. Für die Informationssuchenden gibt es einen seriösen Reisebericht, für die Leser von „jungausberlin“ das, was sie hier so gerne lesen wollen: Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll. ;o)

    Ich wünsch Euch alles Gute!

  2.  JungAusBerlinam 21. November 2014 um 23:30

    @altered_route:
    Danke für Deine ehrlichen Worte, wir versuchen mal, etwas zu ergänzen:
    Kosten:
    – Flug (inkl. Zubringerflug nach Frankfurt): pro Paar etwa 2.200 EUR
    – Hotel (eine Woche, All-Inclusive, normales Zimmer, inkl. fast 400 EUR Rabatt wegen Hurrican-/Nebensaison): pro Paar etwa 1.000 EUR
    – Transfer: pro Paar etwa 30 EUR pro Strecke (mit Taxi deutlich teurer)
    – Trinkgelder, Taschengeld, ect.: ganz nach persönlichem Bedarf (bei uns 350 US$ + Kreditkarten für den Fall der Fälle)

    Reisebüro:
    Man kann das Hotel z.B. über Dertour buchen, in jedem Reisebüro. Wir griffen auf eines der auf derartige Reisen spezialisierten Büros zurück, somit wurden wir nicht doof angeguckt (wobei wir mittlerweile cool genug wären, damit umzugehen).

    Drogen:
    Logischerweise auch auf Jamaika vom Gesetz her verboten und als Mitbringsel im Reisegepäck endet es sehr böse (bei Ausreise mussten wir an Spürhunden vorbei). Dennoch hält sich kein Schwein ans Verbot, es wird nach Herzenslust gekifft und gehört geradezu zur Kultur dort (lustig sind die Taxifahrten, wo man sich fragt, ob und was der Typ am Steuer genommen hat). 1x hat die Polizei den Strand-Dealer für 2 Stunden verjagt, nachdem lustlos etwas im Sand gesucht wurde, wobei das Szenario eher eine Shake-Hands-Nummer zwischen Polizei, Dealer und Securitys des Hotels war. Solange man es im Hotel macht und nicht gerade, wenn die Polizei sich blicken lässt, gibt es keine Probleme, es wird wohlwollend drüber hinweg gesehen. Uns persönlich hat es machmal schon etwas gestört, in den Dampfwolken der Kiffer zu stehen. Liegt aber auch daran, dass wir als Ex-Raucher sowieso empfindlicher sind und mit dem Zeug nix anfangen wollen/können.

    Thema „Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll“:
    Wir haben überlegt, aufgrund Deines sicherlich berechtigten Einwandes einen Extra-Beitrag zu verfassen. Wir lassen es, da wir zwar jede Menge erlebt/gesehen haben, dies aber schwer in Form eines Beitrages wiederzugeben ist. Vielleicht erscheinen unsere Berichte daher auch so nüchtern und ohne die sonst so gewohnte „Note“. Klar, waren da jede Menge doofe Leute. Wir regen uns immer noch über das dumme deutsche Pärchen auf, das an den letzten Tagen dort kaum von der Seite wich und uns sogar noch auf dem Nachhauseflug verfolgte (dumme Kurzhaar-Bratz mit nem Trottel als Mann, der einem ständig den selben Müll erzählte und es nicht merkte). Letztlich waren aus Deutschland ein Solomann und zwei weitere Paare dort, allesamt nur kurzzeitig zu ertragen und nicht unser Fall. Wir halten uns mit der Lästerei diesmal auch zurück, weil wir wussten, was uns erwartet. Wir haben unsere Toleranzschwelle ganz, ganz deutlich heruntergefahren, weswegen wir nun nicht hintenrum über das herziehen, was wir letztlich bewusst in Kauf genommen haben und ja letztlich auch wollten. Was die Erlebnisse angeht, so haben wir es (zum Glück) nicht geschafft, unseren Anspruch herunter zu schrauben. Klappt in Deutschland ja auch nicht so recht. Da waren zwar auch ein paar nette Paare, die durchaus lecker waren, aber so ganz können wir trotz Geilheit unser Hirn nicht ausschalten und die Störfaktoren (das kann z.B. schon sichtbares Hähnchenfleisch zwischen den Zähnen im Pool oder die scheinbare Kondom-Allergie der anderen Besucher sein) ausblenden. Daher hielten sich unsere Nahkampf-Erlebnisse mit Dritten in Grenzen; wir hatten jede Menge Sex (das ergibt sich da einfach, denn das liegt spürbar in der Luft), aber halt überwiegend unter uns, häufig im und um den Pool der Sünde unter Aufsicht 😉 Die Kontakte zu den Gästen des Hedo II waren ansich alle nett, jedoch höchst oberflächlich, von den Nationalitäten hatten wir es vorwiegend mit Amerikanern, Kanadiern und ein paar Holländern zu tun.

  3.  Wllmproudam 12. Januar 2015 um 12:17

    Liebes Paar,

    danke für den tollen aufwändigen Beitrag zum HEDO II. Meine Göttin und ich überlegen auch. Sind aber ein Paar, das sich in „D“ eher nicht zum Sterben neben Euch legen dürfte ( ;-), er 49, sie 43, er so lala, sie trotz der „4“ richtig lecker…). Außerdem arbeiten wir noch an unserer Entwicklung. Swinger-Club ist dabei eher – ohne echte Erfahrung – nicht so ihr´s (trotz Eurer perfekten Einführung) und er würde bevorzugt sehen wollen, wie sie ergänzend verwöhnt wird, was ich mir im Swingerclub – vielleicht mangels Erfahrung – auch eher schwierig vorstelle. Sie hat erklärt, dass sie sich in einem unbefangenen Urlaub in der Fremde deutlich mehr vorstellen könnte (einschließlich fremder Haut und mehr), als in „D“, zumal wir hier kaum ohne Kinder herumkommen…. Darum der Gedanke an einen echten Ferntrip in´s HEDO II

    Schön fand ich Euren Hinweis auf den wirklich toleranten (und nicht „tolleranten“) Umgang miteinander im HEDO II. Hat man eine reale Chance, den Aufenthalt als Liebesurlaub für ein sehr verliebtes, neugieriges und aufgeschlossenes Paar zu beginnen und zu schauen, was passiert? Oder ist die Stimmung so aufgeheizt (und vielleicht auch so aufdringlich), dass die Reise „danebengeht“, wenn man nicht sofort mitmacht? Es hat mich lange Zeit gekostet, bis unsere sie sich für ein solches Abenteuer geöffnet hat. Darum möchte ich, dass sie begeistert und befriedigt zurückkommt und es ein erstes (und kein letztes) Mal wird.

    Ich habe glücklicherweise eine Frau, die total gern angemacht wird – auf angenehme Weise -, sich gern zeigt und die Aufmerksamkeit von Männern genießt (und mir geht es, was das Anmachen meiner Frau durch andere Männer betrifft) ebenso. Wir bräuchten nette Leute, insbesondere er müsste „Kavalier“ sein, dann geht bei ihr buchstäblich alles. Auch ich lege Wert darauf, dass eine Lady auch angemessen behandelt wird (besonders, wenn der Mann es auf „mehr“ anlegt). Welche Erfahrungen habt Ihr bei Euren Kontakten gemacht? Ich brauche insofern keine „notg….“ Spring-Breaker für eine schnelle Nummer, sondern fände es toll, wenn man sich kennenlernen und dann zusammen auf die Matte steigen kann, wenn man Lust dazu hat, bevorzugt wenn der Mann eines Paares oder ein Solo-Mann mitspielen möchte. Sie bräuchte mangels einschlägiger Erfahrung eher ein paar Komplimente und ein paar Hände und würde es dann sehr genießen, wenn bei Sympathie – wahrscheinlich auch durchaus schnell – mehr daraus würde. Gehe ich zu naiv an die Sache heran? Wie waren Eure Erlebnisse mit anderen Partnern (das AMI-Mädel ohne Kondom hat mich eher beunruhigt – so g..l AO in der Phantasie ist – meine Götting wird nur mit Gummi verwähnt)? Muss es immer schnell gehen (viele Berichte klingen so) oder findet man auch Leute, mit denen eine nette Unterhaltung zu mehr führt. Kann man zum Spielen auch auf´s Zimmer gehen oder wird das eher nicht so gern gesehen? Und noch eine
    Frage (bitte verzeiht, dass jetzt ein Klischee kommt): Da viele Amerikaner und Kanadier da sind – gibt es auch farbige Männer (außer dem Club-Personal)? Sie ist seit einem Amerika-Aufenthalt als Schülerin, während dessen sie wahnsinnig in einen farbigen Sportler verschossen war, neugierig auf lustvollen Kontakt zu einem farbigen Mann.

    Würde wahnsinnig gern von Euch hören. Hier gibt es insgesamt offensichtlich viel zu lernen – darum schon jetzt Entschuldigung, wenn dumme oder zu aufdringliche Fragen dabei waren.

    William

  4.  JungAusBerlinam 12. Januar 2015 um 21:07

    Vielen Dank für Euren Kommentar und die (überhaupt nicht dummen) Fragen.

    Wenn Ihr offen seid und Euch selbst genug, kann eigentlich nichts schief gehen. Es sollte für Deine Frau aber keine Überraschung sein, WO es hingeht.
    Ihr solltet bedenken, dass es dort überwiegend höchst-oberflächlich abgeht, Tiefgründigkeit sollte man eher nicht erwarten, bei passendem Gegenstück ist sie aber nicht ausgeschlossen und es ergeben sich durchaus längeranhaltende Urlaubs-Bekanntschaften/Cliquen. Betrachtet es aber eher als Ballermann-/Spring-Brake-Urlaub mit erotischem Touch. Fremdschämen kommt da durchaus vor und erwies sich bei unserem Trip gelegentlich auch als Lust-Killer. Der Umgang gegenüber anderen Personen ist i.d.R. überaus respektvoll, jedoch gibt es -wie überall- auch mal ganz platte Ausreißer. Komplimente gibt es am laufenden Band, jedoch typisch-amerikanisch und man sollte nicht jede Einladung ernst nehmen, da dies oft nur zum guten Ton gehört.

    Solomänner gibt es auch, wenn auch recht wenige. Liegt auch am hohen Preis, denn Einzelzimmer kosten soviel wie ein Doppelzimmer, wenn man das Zimmer nicht mit nem anderen gleichgeschlechtlichen Gast teilen will. Black-Boys gibts auch und die werden auch gern von lusthungrigen Frauen „ausgeliehen“, das ist schon machmal erstaunlich anzusehen, wie die herumgereicht werden. Dies sind sowohl (eher wohlhabendere) Einheimische aber natürlich auch ganz normale Gäste z.B. aus den USA.
    Was das Kennenlernen angeht, sind natürlich viele „Sehen/Zeigen-Leute“ da und vieles passiert garnicht in den öffentlichen Bereichen, sondern auf den Zimmern – dort ganz normal.

    Ehrlich gesagt, sind wir uns nicht ganz sicher, ob so ein Trip für Euch gleich die richtige Wahl ist. Wir kennen Euch nicht, können daher natürlich auch falsch liegen und Ihr erlebt dort den Urlaub Eures Lebens. Die Ansprüche und Erwartungen an derartige (für Euch neue) Begegnungen könnten u.U. dort nicht ganz erfüllt werden, da es doch recht platt zugeht. Klar, Jamaika ist toll und man kann notfalls auch die Reißleine ziehen und sich abseits der wilden Meute bewegen – hierfür gibt es aber schönere Hotels. Vielleicht könnte eine private Party in einem Hotel oder ein exklusiveres Swinger- oder Herrenüberschuss-Event mit handverlesenen Gästen/Herren/ eher für den Anfang passender sein???

    Viel Spaß bei dem, was Ihr entdeckt 😉

  5.  wllmproudam 14. Januar 2015 um 08:18

    Liebes Paar,

    danke für die nette und umfangreiche Antwort und für die Gedanken, die Ihr Euch über unsere persönliche Situation gemacht habt. Wie schön, dass man hier von so viel Erfahrung und Offenheit profitieren kann. Ich will Euch nicht als „Kummerkasten“ missbrauchen, darum nur in Kürze mit dem gebotenen Dank: „Ihre“ Reaktion auf das Spontanangebot eines bewusst erotischen Urlaubs „weit weg“ und in Unkenntnis, dass „Spezialangebote“ existieren, war überraschend positiv. Sie hat schon eine sehr verspielte und neugierige Ader und hat sich sexuell in den letzten Jahren unglaublich geöffnet. Darum habe ich nachgeforscht und bin auf Euren Reisebericht gestoßen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Plan funktionieren würde (und danke Euch für Eure Warnungen). Aber ein längerer Zeitraum gibt einem die Chance, Dinge sich entwickeln zu lassen.

    Einen „privaten“ Abend mit niveauvollem Herrenüberschuss fände ich toll. Aber ich fürchte, „sie“ würde sich unter Zugzwang fühlen. Auch wenn wir beide wissen, dass es „Schnupperangebote“ gibt und man von „echten“ Liebhabern dieses Lebensstils nicht unter Druck gesetzt wird, könnte „Sie“ sich vermutlich nicht davon befreien, bei einem auf eine Nacht beschränkten Ausbruch aus unserer üblichen Welt etwas „tun zu müssen“. Und weil sich meine erotischen Phantasien einzig und allein um meine Göttin drehen, möchte ich vor allem, dass es ihr gut geht, ihr „erstes Mal“ absolut positiv wird und vor allem den dauernden Wunsch nach mehr weckt. Denn „sie“ darf zwar in unserer Ehe alles (und weiß das auch), muss es aber auch selbst wollen.

    Euch herzlichen Dank für die Geduld mit den „Newbies“, die Euch wahrscheinlich reichlich Zeit und Nerven kosten.

    William

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