Archiv für die Kategorie 'Clubgeschichten'

Neue Swingerclub-Zielgruppe: Die Assis

JungAusBerlin am 22. August 2017

Wir wundern uns so langsam immer mehr über manche Clubs, deren Publikum oder auch Veranstaltungen. Offenbar haben manche Swingerclubs nun auf Assi-Partys umgestellt. Auch diese Zielgruppe will offenbar bedient werden.

Ein Erlebnis der sehr einfach gestrickten Art hatten wir in einem östlichen Bundesland, ein paar hundert Kilometer von Berlin entfernt. Der Club ist alt eingesessen, hat uns bis zu dem Besuch vor einigen Wochen nie so wahninnig gereizt. Nun wollten wir ihn uns doch mal angucken und fuhren hin. 20 Euro Eintritt pro Paar ließ uns schon von Beginn an skeptisch sein. Da sich der Club aber mit solchen Partys schon jahrelang hält und auch oft ganz gut besucht ist, wagten wir es. Der Laden an sich war ein umgebautes Zweifamilienhaus, Bar im Keller, der Rest verteilt auf mehrere Etagen, mit unbefriedigender Toiletten-Situation. Obwohl drinnen Rauchverbot herrschte, war es stickig (schlechte Entlüftung im Pool-/Duschbereich) und auch leicht muffig. Muffig empfanden wir aber auch das Publikum: Einfach gestrickt und dem Alkohol trotz Auto vor der Türe (ländliche Umgebung) sehr zugeneigt. Wir kamen uns vor, wie in einer Hartz4-Dorfkneipe, in der als Dresscode weiße Handtücher oder drittklassige Dessous vorgeschrieben waren. Das Buffet (falls man es so nennen darf) war schon um 22 Uhr leergegessen und ernsthaft nachgelegt wurde auch nicht. Konnten wir verschmerzen, gehen ja nicht zum Essen in den Club, wie offenbar der Großteil der Besucher dort. Auch wenn auf den Matten unterm Dach tatsächlich mal was los war, so wirklich in Stimmung kommen wollten wir nicht – lag an den Gerüchen auf den Matten und natürlich auch an der von uns vermissten Ästhetik der Personen dort. Als dann zu vorgerückter Stunde die Bardame immer wieder Pause machte, fingen Stammgäste an, die Getränke auszuschenken. Unwissend über Mischungen und Sortiment kam da Chaos auf. Das war dann in etwa so, als stelle man eine seit 15 Jahren arbeitslose Hausfrau ohne Ausbildung an die Bar in einer Disco. Dieser Laden war ein genialer Abklatsch so mancher Horror-Swinger-Reportagen im Fernsehen. Den Namen des Clubs nennen wir absichtlich nicht, da man uns dort nichts getan hat, wir ja auch schon eine Vorahnung hatten und somit auch selbst schuld an unserem „Verderben“ sind…

Eine weitere Beobachtung machten wir kürzlich im Veranstaltungskalender von JOYCLUB:
Dort rief ein Swingerclub in der Nähe von Berlin zur „KiK-Party“ (das ist diese Billig-Klamottenkette mit fragwürdiger Herkunft ihrer Sachen) auf. Der Club an sich gibt sich sonst als „gehoben“. Umso mehr erstaunte uns die Beschreibung des Events.
Auszug:

„Modisch up to date, wenn euer Outfit (ohne Schuhe) 15€ nicht überschreitet. Erhaltet ihr diesen Betrag in Form eines Gutscheines zurück. Bei Vorlage des KIK-Kassenbons.“

Sicherlich möchte man als Clubbetreiber mit wechselnden Motto-Partys sein Publikum begeistern und dadurch an sich binden. Es ist auch schwer, mal neue Mottos zu kreieren, die sich nicht wöchentlich irgendwo im Umkreis von 50 km wiederholen. Aber bei einem echten „Assi-Event“ dieser Art zum stolzen Eintrittspreis von bis zu 100,- EUR pro Paar, sehen wir hier ehrlich gesagt vor allem angesichts des Preises die (potenzielle) Zielgruppe komplett verfehlt. Dann doch lieber den Hartz4-Bescheid am Empfang vorzeigen lassen und in Verbindung mit KiK-Billig-Outfit auch mal den armen Schweinen unter den Swingern (dies es definitiv gibt) einen netten Abend im Nobel-Club zum Mini-Preis spendieren. Das wäre mal kulturelle Teilhabe auf andere Art, vielleicht sogar den Redakteuren der Bild-Zeitung eine Schlagzeile im Sommerloch wert… 😈

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Swingen in Prag: Langweilige Paare und die Sprachbarriere

JungAusBerlin am 4. Juli 2017

Schon wieder war ein verlängertes Wochenende in Prag für uns angesagt. Den ersten Abend verbrachten wir in einem Pärchenclub, den wir bislang noch nicht besucht hatten. Schön war der Laden, leider aber etwas langweilig. Freier Dresscode bedeutete, dass wir zunächst die einzigen Besucher waren, die in Dessous herumliefen – wir kamen uns anfangs schon etwas blöd vor. Der Rest war in Alltagskleidung unterwegs, obwohl der Betreiber auf seiner Website um Sexy-Outfits bittet, den Besuchern aber dennoch freie Wahl beim Outfit lässt. Erst irgendwann nach Mitternacht zog man sich gnädigerweise um/aus. Und obwohl zwei, drei für uns attraktive Paare anwesend waren, war das Bild auf den Spielwiesen genau so, wie wir es von Pärchenabenden kennen und nicht mögen: Wenn man denn schon auf einer Matte liegt, dann mindestens mit zwei Metern Sicherheitsabstand zu anderen und ohne mal einen Blick zur Seite zu werfen. Laaaaaangweilig!!!
Fazit: Schöner Club, langweiliges Konzept. Wir mögen Pärchen-Abende noch immer nicht – ist uns irgendwie zu verstockt. 😈

Der andere Abend fand in dem von uns gern besuchten „SWINGERS CLUB PRAHA 1“, zu finden neuerdings auch unter „Klub Bunkr“, statt. Gemischter Abend, gut besucht, nette Leute, diesmal leider etwas wenig Action auf den Matten. Was wir uns fragen, wie der Abend weitergegangen wäre, wenn wir Tschechisch oder unser Gegenüber wenigstens ein wenig Englisch gesprochen hätte? Wir saßen im großen Aufenthaltsraum und wurden von einem Solomann belagert, der uns auf seine Kosten eine Flasche Sekt bestellte, in der Hoffnung, trotz vorher bekundetem Nicht-Interesse bei uns zu landen. Da kam unsere potenzielle Rettung: Eine nett lächelnde Blondine, die vorher schon hin und wieder mal einen Blick in unsere Richtung riskierte, kam rüber und fragte uns auf etwas auf Tschechisch. Unser Männchen antwortete freundlich auf Englisch, dass sie es doch bitte mal auf Englisch wiederholen würde, da wir Touristen seien. Verdutzt, etwas ratlos und vermittelnd, dass sie kein Englisch kann, zog sie wieder davon. Schade, dass das Bildungsniveau von dem Mädel noch nichtmal eine einfache Unterhaltung auf Englisch ermöglichte.
Wir sind gewiss auch nicht die Sprach-Profis, aber mit einigen Brocken Englisch konnten wir bislang sowohl mit Touristen aus aller Welt in Deutschland, als auch wenn wir im Ausland waren, immer ein erstes Kennenlernen hinbekommen, notfalls auch mit Händen und Füßen oder anderen Körperteilen. Und später auf der Matte quatscht man ja sowieso nicht mehr so viel…

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Seltsame Dinge geschehen in diesem Swingerclub in Prag

JungAusBerlin am 30. März 2017

Prag
Prag ist schön und auch im Swingerclub kann man es dort gut krachen lassen, weswegen diese Stadt öfters von uns besucht wird. Diesmal aber berichten wir von Absurditäten und regelrechten Höhlenbewohnern, die es wohl echt nur dort gibt.

Fangen wir mal mit dem Papageien-Pärchen an, welches in diesem völlig fensterlosen Club ein -wie wir finden- sehr trauriges Dasein hat. Man betritt den Club und aus einer Ecke krächst und pfeift es schrill, was erstmal verwundert und so gar nicht typisch für so eine Location ist. Auch ist dies irgendwie seltsam, denn so wirklich erotisch wirkt das nicht, zumal der Sound der Tiere mit der Zeit echt nervt, denn sie stehen zentral im Bar-Bereich. Vier Meter daneben hört man Grillen zirpen, denn ein grünes Chamäleon hockt in seiner Glasbox und das lebende Futter des Tieres erlebt im Angesicht seines Fressfeindes gewiss Todesängste. Tierliebe sieht in unseren Augen anders aus, vor allem die Papageien kriegen in diesem Bunker ohne Tageslicht gewiss ne Macke…

Ein anderer Höhlenbewohner hockt in einem kleinen Kabuff, neben einer Spielwiese. Das Ding ist komplett dunkel, hat eine Holztür mit einem Loch auf Höhe männlicher Geschlechtsteile, sozusagen ein Glory Hole. Dieser Höhlenbewohner sitzt an so einem Clubabend stundenlang in seiner Holzbox und lockt mit weiblich klingendem Stöhnen, gelegentlichen Klatschgeräuschen (als würde darin gefickt werden) und einem manchmal am Loch schemenhaft sichtbaren Mund umherlaufende Männer an seine Höhle. Es ist unfassbar, wie viele Soloherren und Paar-Männer auf der Pirsch auf den Typen in der Box reinfallen und sich einen blasen lassen. An einem Abend sind das bestimmt zehn oder noch mehr Notgeile, die ihren Dödel durchs Loch in der Tür stecken und ihre Samenspende abgeben. Einige Stammgäste des Clubs witzeln untereinander über das Geschehen an dem Loch und wissen natürlich Bescheid, dass da keine schöne Frau drinsitzt, sondern irgend ein Typ, der gerne fremde und oftmals wohl ungewaschene Schwänze bläst. Trotz intensiver Beobachtungen dieser Box gelang es uns bei mittlerweile mehreren Aufenthalten in den letzten Monaten nie, diesen Menschen mal zu Gesicht zu bekommen, er verlässt und besteigt die Box stets ungesehen – in den wenigen Momenten, wo wohl keiner in der Nähe ist.

Soviel mal zu den sehr absurden Dingen, die einem in einem Swingerclub in Prag erwarten können…

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Die sinnlichste Fummelei an einer Swingerclub-Bar überhaupt

JungAusBerlin am 9. Februar 2017

Vor ein paar Wochen hatten wir die wirklich sinnlichste Begegnung mit einer Solofrau, die wir jemals hatten. Sie war ca. 25 Jahre, alleine im Club und wurde von einem Solomann vollgequatscht. Wir setzten uns neben sie an die Bar und gingen zunächst davon aus, ein Pärchen neben uns zu haben. Sie fiel uns zunächst nur auf, weil sie oben ohne, lediglich mit einem Leinentuch um die Hüften an der Bar saß. Für eine junge, gutaussehende Frau nicht so ganz das typische Outfit in Swingerclubs.

Nach kurzer Zeit drehte sie sich in unsere Richtung um und es entwickelte sich ein nettes Gespräch über diverse Themen. Es war ihr erster Swingerclubbesuch, Erfahrungen hatte sie bislang eher im Bereich Tantra und bei Kuschelpartys gemacht, halt alles etwas alternativer – so gar nicht unsere Welt, wenn auch interessant mal Einblicke in diesen Bereich zu bekommen. Vom Typ her war sie sehr offen, humorvoll und hatte eine wirklich anziehende Ausstrahlung, die uns beide sehr reizte. Wir kamen uns an der Bar mit der Zeit deutlich näher und bildeten irgendwann ein hoch-sinnliches Knäuel, welches sich küsste, streichelte und aufgeilte. Bestimmt eine Stunde waren wir zu dritt an der Bar am sehr heftigen Rumfummeln. Ein gewiss spannender Anblick für die anderen (an dem Abend sehr gruseligen) Clubgäste, die sich an ihren Zigaretten und Biergläsern festhielten.

Die ganze Szenerie war anders, als sonst. Wir hätten bestimmt die bequeme Spielwiese für unsere Aktivitäten nutzen können, aber unser Treiben an der Bar -teils im Stehen oder auf Barhockern- war so geil, so dass niemand auf die Idee kommen wollte, dies auch nur einen Augenblick zu unterbrechen. Verrückt, aber sowas in sich stimmiges und trotz der wenig sinnlichen Bar-Umgebung überaus sinnliches, haben wir bislang bei Clubbesuchen noch nicht erlebt. Echt toll, DANKE!!!

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Wochenenden der Gegensätze – Vorfreude auf Jamaika

JungAusBerlin am 30. September 2016

Wir wissen kaum, wie wir beschreiben sollen, was sich uns in den letzten Wochen in der Swingerszene so geboten hat. Von nett gemeinten Ideen, bis hin zu wirklich extrem dummen Menschen war alles dabei.

Das Netteste der letzten Zeit wäre eine Veranstaltung, zu der wir vor rund zwei Wochen zu Gast waren. Ein User von JOYCLUB hat sein kleines Fotoatelier umgebaut und startet gelegentlich Pornokino-Abende und Playpartys für Paare mit vorheriger Gäste-Selektion. Das wirkte alles zwar etwas improvisiert, aber es scheint zu reichen, dass man einen Pornofilm über den Beamer jagt, das Licht dimmt, ein paar Sofas und Matten auf einen weichen Teppich stellt, sowie für etwas Getränkeauswahl sorgt. Denn auch wenn nicht viele Leute da waren, es war kein Aura-Crasher anwesend, die Stimmung war entspannt, alle konnten sich benehmen, haben sich zurecht gemacht und sogar der Altersschnitt war recht weit unten. Da war zudem niemand, der nur zum gucken kam – alle anwesenden Leute waren sexuell aktiv und mit sich selbst oder anderen Mitspielern beschäftigt. Auf jeden Fall war da in den zwei Stunden, die wir da waren, auf den Matten mehr Action, als wir häufig mit teils echt widerlichen Gestalten in voll ausgebauten Swingerclubs nach über acht Stunden Clubaufenthalt zu Gesicht bekommen. Die Luft war rauchfrei. Gute und durchaus ausbaubare Idee.

Im Swingerclub, den wir einen anderen Tag besuchten, erwartete uns wieder das typische Elend. Rauchschwaden wabern durch die Luft, frustrierte Gestalten halten sich an ihrem Bier fest, diverse nach Schweiß riechende Solomänner mit Migrationshintergrund rücken sich ihr Schniedelchen im Schlüpfer für den ersehnten späteren Einsatz zurecht, die dümmste Paardame seit langem (Stimme und IQ wie bei der Frauentausch-Erdbeerkäse-Frau) plündert aufgrund „Mordshunger“ im Viertelstundentakt mit ungewaschenen Sex-Griffeln das Buffet. Und dann noch der mundfaule Busfahrer, der stets eine Riesenfreude daran hat, sich mitsamt seinem Riesenpimmel (hat er!) nackt zu präsentieren, an der Stange tanzt und mit seinem Auftritt nichtsahnende Frauen (und Männer) verstört. Dieser Typ könnte tatsächlich dem Kult-Video (Google-Suche nach „internetshouldbeillegal“) entsprungen sein. Dann war da noch ein alkoholisiertes Gespann aus alter Frau und jungem Mann aus Hamburg, die sich in bösestem Kiez-Slang mit Eifersuchts-Dramen angingen, als die Frau für später ein „wildes Geficke“ mit den zahlreichen Soloherren ankündigte. Hier merkten sogar die sonst Dümmsten aus dem Club, dass es tatsächlich noch schlimmer geht und sie triumphierten über die Blödheit anderer. Da vergeht es einem. Wirklich!

Oh, was freuen wir uns auf unsere Reise ins Swingerhotel Hedonism II auf Jamaika. Klar, da geht es auch nicht gerade gesittet zu. Die Leute dort sind aber so cool und locker drauf, da können sich die ganzen Swinger-Dödel aus den verrauchten Clubs in Deutschland selbst einbuddeln. In rund zwei Wochen geht’s endlich los, wir werden hinterher gewiss berichten 😉

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