Archiv für die Kategorie 'Clubgeschichten'

Rettungseinsatz: Der Sanitäter wollte nicht auf die Spielwiese

JungAusBerlin am 21. Juli 2022

Endlich wieder einmal was abgefahrenes aus dem Swingerclub, darauf habt Ihr doch gewartet…

Samstag Abend, ein Swingerclub in Berlin, das Publikum halbwegs gut gemischt aber -wie so oft- absolut nicht unser Fall. Eine übergewichtige Solofrau verwickelte uns kurz nach Ankunft in ein Gespräch, erzählte was von langer Swingerclub-Abstinenz, sie sei 5 Jahre ungefickt, nach Änderung ihrer Borderline-Tablettendosis käme nun die Libido wieder und sie wolle hier was erleben. Ok, harter Stoff – wir sind raus!

Kurz darauf erzählte sie ihre Lebensgeschichte einem Solomann (etwa Mitte 50), der mangels Alternativen dann offenbar größeres Interesse an ihr entwickelte, als wir. So nach rund einer halben Stunde Kranken- und Leidensgeschichte gingen die beiden nach hinten in die Whirlpool-Badewanne. So eine weitere halbe Stunde später kam ein jüngerer Solomann nach vorn zur Bar und faselte etwas von „Der alte Mann ist umgekippt“. Der richtig alte Mann (um die 80) saß quicklebendig auf einem Sessel neben der Bar, also stellte sich die Frage, WER ist der andere alte Mann? Das war dann der Moment, in dem die Bar-Frau und unser Weibchen nach hinten eilten, während unser männlicher Part die Eingangstür und Bar inkl. Kasse des Ladens bewachte. Hinten lag dann tatsächlich der Solomann nackt und bewusstlos auf dem Boden, die Borderline-Frau stand hilflos zum Glück ohne Rasierklinge am Unterarm daneben, unser Weibchen sorgte zügig für stabile Seitenlage und bereitete sich seelisch aufs Schlimmste (Beatmung, …) vor.

Wie es sich gehört, wurde schnell ein Rettungswagen gerufen, denn bislang ist in diesem Swingerclub noch niemand gestorben und das sollte auch so bleiben. Zwischenzeitlich kam der Mann wieder zu sich, machte aber einen geschwächten und etwas desorientierten Eindruck. Nach 5 Minuten traf der Rettungswagen ein, er wurde mittels EKG durchgecheckt und hat im Ergebnis wohl vom Kreislauf her das zu warme Wasser in der Wanne nicht vertragen. Er wollte jedoch unbedingt nicht vom Krankenwagen mitgenommen werden, sondern im Club bleiben. Lag auch daran, dass so seine Frau zuhause womöglich Wind von seinem Ausflug in den Swingerclub bekommen hätte. Und saftigen Eintritt hat er ja schließlich auch bezahlt…

Also machten sich die Rettungssanitäter auf den Weg nach draußen zum Auto, um die Papiere fertig zu machen und kündigten an, gleich wieder zu klingeln. Der Solomann kam wieder nach vorn in den Bar-Bereich und setzte sich auf eine Couch, wo die Borderline-Frau bereits wartete. Dort hielten es beide keine 3 Minuten aus, denn sie gingen gemeinsam auf die direkt daneben befindliche Spielwiese. Kurz darauf klingelte es an der Club-Tür und einer der beiden Rettungssanitäter kam wieder rein, mit seinem Erste-Hilfe-Bericht, der noch vom Patienten gegenzuzeichnen war. Er suchte den Mann und bekam von anderen Gästen recht schnell gesagt „Der ist dort auf der Spielwiese!“ Der Sanitäter machte einen sehr hilflosen, überraschten Eindruck und versuchte, durch das Guckloch an der Wand der Spielwiese auf sich aufmerksam zu machen. Bis zu diesem Punkt ging er und auch wir davon aus, dass der Solomann sich nur etwas ausruht. Das Rufen des Sanitäters blieb ohne Reaktion, so dass er dann halb reinkroch und endgültig realisierte, dass dort kein Nickerchen gehalten wird, sondern knallharter Matratzensport. Dies überforderte den armen Sanitäter, so dass er wieder von der Matte kroch und sich dann ein anderer Gast erbarmte, bis ganz nach hinten auf die Matte kroch und das Treiben der beiden unterbrach. Der Sanitäter stellte sich dann wieder ans Guckloch, reichte einen Kugelschreiber rein und dann sah man nur noch die Hände des gewiss sehr erregten Patienten die vom Sanitäter hingehaltenen Papiere hastig unterschreiben. Als die Unterschrift geleistet war, ging die Fickerei auf der Matte weiter, als wäre nichts gewesen. Eine sowas von göttlich-komische Situation, der halbe Club hat lautstark über diese seltsame Szenerie gelacht. Der Sanitäter war immer noch sichtlich überfordert mit der Situation, knallte die Durchschrift der Papiere auf den Bar-Tresen und verließ den Swingerclub mit fassungslosem Gesichtsausdruck.

Gewiss wurde diese Geschichte auf der Rettungswache zum Lacher der Nacht, so wie bei uns…

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Geschwurbel vom Reichsbürger-Swinger

JungAusBerlin am 24. April 2022

Auch wenn es hier im Blog viel zu ruhig ist, so sind wir weiterhin aktiv. Es gab in den letzten Monaten, die ja auch von vielen coronabedingten Schließungen beeinträchtigt waren, halt kaum berichtenswerte Erlebnisse für einen eigenen Beitrag.

Dennoch wollen wir Positives berichten, denn wir sind der Meinung, seit ein paar Wochen geht es wieder etwas bergauf. Wir sind noch nicht ganz sicher, woran es liegt, aber die Clubs werden aktuell wieder voller und die Stimmung untereinander ist deutlich lockerer – fast schon wie vor Corona. Wir sehen es dennoch skeptisch, wenn nun auch Ungeimpfte ganz ohne Test wieder Eintritt erhalten und oftmals keinerlei Vorsichtsmaßnahmen der Clubs mehr erkennbar sind.

Auch sind mittlerweile wieder absolute Vollpfosten unter ihren Steinen vorgekrochen und nun in den Swingerclubs zu finden. Wir haben über diese Spezies ja auch früher gern berichtet uns wollen Euch die neuesten Begegnungen nicht vorenthalten. Unvergessen der Typ, der anfangs unser Weibchen recht charmant umgarnt hat, uns zu fortgeschrittener Stunde dann aber mit Bill Gates, der Deutschland GmbH (Reichsbürger-Gefasel), sowie der angeblichen Corona- und Aids-Lüge vollquatschte und sich zur Krönung in Sachen des russischen Überfalls auf die Ukraine pro-russisch verständnisvoll zeigte. Zwar unterhaltsam, aber schon nach einer Minute unerträglich. Beim nächsten Clubbesuch erzählte dann eine Solofrau stolz und für jeden hörbar, wie sie sich stets die Maske zerstört hat, um nur eine dünne und wirkungslose Zellstoff-Schicht im Gesicht hängen zu haben und wie toll sie es gefunden hätte, wenn man den Gesundheitsminister tatsächlich entführt hätte. So ein dummes Stück. Solche Gestalten blieben uns zwei Jahre verschont und nun mischen sie sich unter normale Menschen im Swingerclub. Ein Teil von früher unauffälligen Menschen scheint sich tatsächlich radikalisiert zu haben und verbreitet das dämliche Gefasel -als wäre es gesellschaftsfähig- nun an der Bar im Swingerclub. Ekelhaft unerotisch.

In Prag waren wir auch wieder. 2021 hatten wir uns ja dort im Swingerclub mit Corona infiziert, dieses Mal blieb uns ein derartiges Erlebnis erspart. Ende März wurde dort der 6. Clubgeburtstag gefeiert, ein mehrtägiger Swinger-Marathon. Wir fanden es wirklich cool. Die Stimmung war gut, der Club gut besucht und mangels Kenntnissen der tschechischen Sprache blieben uns vielleicht auch einige seltsame Ansichten der dortigen Schwurbler erspart. Auf jeden Fall hat sich der Club in Prag in den letzten Jahren für uns zu einer Alternative zu der häufigen Swingerclub-Langeweile in Berlin gemausert.

Kleiner Ausblick in die nächste Zeit:
Wir sind erstmal ne Weile im Urlaub und lassen es am anderen Ende der Welt krachen. Zudem versuchen wir uns für Herbst wieder einen geilen Trip ins Swinger-/Lifestylehotel Hedonism II auf Jamaika zu organisieren, Bericht wird natürlich folgen, wenn es fix ist.

Euch allen ne geile Zeit, bleibt vorsichtig und passt auf Euch auf!

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Bye Bye 2019 – Gäääähn…

JungAusBerlin am 31. Dezember 2019

Aus Sicht unserer Leser war dies gewiss ein ruhiges Blog-Jahr. Und ja, es stimmt. 2019 war tatsächlich das Jahr mit den wenigsten Beiträgen seit Start unseres Swingerblogs 2008. Es gab leider nicht allzu viel, was sich gelohnt hätte, zu erwähnen. Es interessiert z.B. beitragsfüllend gewiss keine Sau, wenn drei alleinerziehende Hartz4-Muttis aus Brandenburg vom Dorf mit dumm klingendem Dialekt sich in Unterwäsche in einen Swingerclub setzen und die Welt um sich herum während ihrer Weibergespräche rund um Ex-Männer und Kindererziehung offenbar komplett ausblenden können. Oder wenn ein offenbar gestörter Typ sich seit Monaten dauerhaft in einem Swingerclub aufhält und diesen nur noch zum arbeiten gehen verlässt. Auch der Publikumswandel in Richtung immer seltsamerer Freaks in den Clubs hat sich unserer Meinung nach verstärkt und wir werden mit vielem, was wir da sehen/erleben oder wie sich manche Leute zum Negativen verändert haben, einfach nicht mehr warm – da hilft auch kein Galgenhumor.

Schade, es ist alles irgendwie seltsam geworden in dieser Swingerszene. Persönlich haben wir uns in 2019 vermehrt auf Reisen in die weite Welt konzentriert und es nicht bereut.

Das Jahrzehnt, das wir nun hinter uns lassen, war für uns trotzdem in der Gesamtschau sehr erlebnisreich und wir haben auch einige nette Sachen veranstaltet. Wir wünschen uns jedoch in 2020 deutlich mehr positive Action und somit auch lohnenswerte Erlebnisse für den Swingerblog. An uns soll es nicht liegen…

Euch, lieben Leserinnen und Lesern, die uns oftmals seit Jahren die Stange halten, einen geilen Rutsch ins Jahr 2020!!!

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Milchbubi bekommt Muttermilch im Swingerclub

JungAusBerlin am 24. Februar 2019

Wir saßen in München in einem Swingerclub an der Bar. Der Club war gut besucht, die Stimmung ausgelassen. Neben uns zwei Milchbubis, etwa 20 Jahre alt, etwas aufgeregt (Erstbesucher) aber trotzdem voller Testosteron. In der Nähe tummelte sich eine etwa 40jährige Solofrau herum, bereits gut angeheitert, schlank, gute Figur, nett zurecht gemacht und von ihrer Art her recht offen, aber auch irgendwie anstrengend. Sie war Männern gegenüber sehr offensiv, wirkte jedoch leider schon billig. Nach einiger Zeit wechselte ihr Interesse am männlichen Geschlecht in Richtung der beiden Milchbubis. Heftiges Anflirten, auf den Schoß setzen, etwas fummeln, küssen – sie war halt heiß. Da unser weiblicher Part mit dem Rücken zu dem Geschehen saß, konnte nur unser Männchen die dann folgende Szene bestens beobachten: Die Solo-Milf-Frau holte eine Brust aus ihrem BH, drückte diese gekonnt und es spritzte eine milchige Flüssigkeit auf den Arm des einen Milchbubis und die Theke. Das Gesicht des Milchbubis war göttlich – Fassungslosigkeit pur. Keiner der beiden Typen sagte etwas, dafür waren sie zu irritiert. Kurz darauf schleckte die Frau mit ihrer Zunge die Spritzer von der Theke und verschwand irgendwo im Club.

Die beiden Jungs mussten auf den Schrecken erstmal eine rauchen und gingen in den Raucherbereich. Darauf erzählte unser Männchen unserem weiblichen Part das Geschehen. Diese glaubte das aber nicht, so angefahren klang es. 15 Minuten später kamen die beiden Jungs zurück und setzten sich wieder in unsere Nähe. Unser Weibchen ließ es sich natürlich nicht nehmen, den mit Muttermilch besudelten Kerl zu fragen

„Sag mal, stimmt es, dass die Frau Dich vorhin mit Muttermilch bespritzt hat?“

Der Typ schaute erneut sehr irritiert und musste die Frage mit einem klaren

„Ja“

beantworten, man sah ihm aber an, dass er von diesem Fetisch nicht so begeistert ist.

Krasse Sache, wir haben in all den Jahren in Swingerclubs ja schon so einiges erlebt, die unfreiwillige Empfängnis von Muttermilch im Bar-Bereich allerdings noch nicht. Zumal die Frau keineswegs so aussah, als hätte sie kürzlich ein Kind bekommen, für das sie die Muttermilch noch benötigt…

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Rollige Omas: „Dann nehmen wir halt den!“

JungAusBerlin am 10. Dezember 2018

Es war einer dieser typischen Abende in einem Swingerclub in Berlin. Ausnahmsweise war es etwas voller, auch einige neue Gesichter waren dabei, die man aber wirklich nicht wieder sehen will. „Voll“ heißt im Club ja meist nicht automatisch, dass es auch ein netter Abend wird. Für uns war echt absolut nichts dabei. In all den Jahren haben wir es leider immer noch nicht geschafft, unsere Ansprüche an ein mögliches Gegenüber so weit herunterzuschrauben. Im Bar-Bereich wurde heftig geraucht. Unsere Augen tränten, wahrscheinlich wegen dem Rauch, wohl aber auch etwas wegen der verschwendeten Zeit an diesem Abend. Frauenüberschuss herrschte und die seit längerem unberührten, älteren Damen beschwerten sich nach der obligatorischen Buffet-Plünderung bei der Bar-Frau über fehlende Solomänner, da ja im Club nur Paare wären. Die Bar-Frau entgegnete darauf, dass ja noch die Männer von den Paaren ggf. interessant sein könnten. Während wir beide da so in einer Ecke saßen, fiel der Blick besagter Ü55-Damen dann in Richtung unseres Männchens und eine äußerte lautstark

Dann nehmen wir halt den!

Seinen Körper für eine derartige Horror-Beischlaf-Katastrophe anbieten wollte er dann nicht wirklich und fühlte sich gleich an die frühere Situation mit der Gynstuhl-Oma erinnert, unser Weibchen kam aus dem Lachen kaum noch raus.

Leute, was ist nur aus der Swingerwelt geworden? Es macht langsam echt keinen Spaß mehr, denn es ist nur noch Dreck unterwegs…

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