No-Gos im Swingerclub – Unsere größten Aufreger (Teil 1)

SpicyDeluXXX schrieb am 23. Juli 2026

No-Gos im Swingerclub Teil 1
Die Rücksichtslosigkeit und der Egoismus einiger Swingerclubbesucher haben für uns inzwischen einen Punkt erreicht, den wir nicht mehr totschweigen wollen. Nachfolgend mal Klartext zu unseren Beobachtungen, der einfach raus muss. Gespickt mit einigen Anekdoten unserer Clubbesuche, die bislang nicht im Blog zu lesen waren. Nicht nett geschrieben und ohne wokes Drumherumgerede, denn diese Menschen in ihrer ignoranten Ego-Bubble sind ja auch nicht nett zu ihrem Gegenüber.

Wir teilen die verschiedenen Gruppen an Störern und Aura-Crashern mal in eigene Punkte auf.
⚠️ Da der Artikel umfangreicher und länger geworden ist, kommt nächste Woche Donnerstag der zweite Teil.

Wie seht Ihr das? Was stört Euch am Verhalten der Menschen im Club? Gern in die Kommentare!

💡 Seid Ihr noch am Anfang Eurer Swinger-„Karriere“? Dann werdet nicht so, wie die folgenden Störenfriede! Bitte!🫶

 

Laute, kindische Partypeople


Seit kurzem entwickeln wir immer öfter Brechreiz über eine sehr nervige Spezies an Gästen im Swingerclub, die uns in letzter Zeit viel zu oft nervt: Oft Anfang/Mitte 30, Kind zuhause, bestimmt stressiger Familienalltag, offenbar Nachholbedarf und Dank Babysitter wird am Wochenende zwanghaft die Sau rausgelassen. Warum aber im Swingerclub? Weil es da ja so schön kinky ist und man Flatrate-Saufen in Dessous inklusive Schaulaufen kann. Wenn sich dann zwei oder drei derartige Paare zusammen finden, wird es richtig unangenehm. Da wird gekreischt, durch den ganzen Club gebrüllt, Kindergarten-Sauf-Spiele abgehalten und man führt sich auf, als wäre man der/die Größte. Die genervten anderen Gäste interessieren diese Leute einen Scheißdreck. Swinger, die in ganz anderen Ecken des Clubs sexuell zugange sind, hören das aufgesetzte Geschrei und Gelache deutlich und nicht selten vergeht es ihnen dadurch. Ihr Scheiß-Assis, geht in die Disco zur Malle-Party, auf Eure Dorf-Kirmes oder nervt Eure Nachbarn in der Kleingartensiedlung – in einem Swingerclub hat so ein saublödes Gehabe nicht verloren. Sehr schlimm fanden wir vor vielen Jahren mal die Gäste im damaligen Inez in Leipzig, die tatsächlich Polonaise durch den ganzen Club tanzten, während wir auf der Matte aktiv waren und fassungslos ertragen mussten, wie die besoffene, laute, respektlose und natürlich ungefickte Meute an uns vorbei zog. Absolut traumatisierend. Wir haben echt nichts gegen Spaß! Aber Respekt, Rücksichtnahme und Erziehung sollte nicht in der Umkleide abgegeben werden.


 

Maximal unangenehme Typen in Jogginghose


Eigentlich ist es Job der Clubbetreiber, den Dresscode durchzusetzen. Leider klappt dies nicht immer, denn häufig will der Betreiber auch keine Diskussionen oder auf den Umsatz verzichten. Das sind dann die Momente, in denen jüngere Solomänner (auffällig häufig Arabs & Co) in Jogginghose und Sneakers durch den Club schleichen. Null Gespür für die Atmosphäre und den Anlass. Oft im Doppelpack, denn alleine trauen sich diese Typen ja meist nicht in den Club. Dann wird noch häufig zu allem Überfluss in irgendeiner orientalischen Sprache lautstark miteinander (über das Geschehen im Club?) geredet – Abtörn¹⁰! Erstrecht, wenn man das hören muss, wenn man gerade vögelt.

Glaubt Ihr hochbegabten Samenstau-Opfer wirklich, dass Ihr mit einem derartigen Outfit und Auftreten bei normal kultivierten Leuten landen könnt, die sich -im Gegensatz zu Euch- Mühe geben und dem Anlass entsprechend sexy gekleidet haben? Sorry, aber derartig deplatzierte Lachnummern, die es ja häufig noch nicht einmal schaffen, sich vernünftig zu artikulieren, können wir beim besten Willen nicht ernst nehmen. So könnt Ihr in Eurer Lieblings-Shisha-Bar mit Euresgleichen abhängen aber bitte erspart uns Swingern diese Begegnung in einem erotischen Kontext, in dem Ihr doch sowieso häufig nur als maximal unangenehm und (optischer) Störfaktor gesehen werdet.


 

Drecksäue auf und neben den Spielwiesen


Schon Ewigkeiten immer wieder mal ein Thema, übrigens auch in höherpreisigeren Clubs: Gäste lassen benutzte Kondome und Handtücher liegen und/oder wischen Hinterlassenschaften nicht weg. Während und kurz nach Corona war es nicht so schlimm, da achtete man mehr auf Hygiene. Nun ist es aber leider wieder eine Unart, die immer schlimmer wird. Da liegen volle Kondome auf den Matten, rund um die Spielwiesen oder werden auf der Toilette im Pissoir entsorgt. Zuhause klappt das mit dem Mülleimer vermutlich auch. Oder räumt da Mutti noch hinterher? Wer vom Klo kommt, wäscht sich häufig nicht die Hände, grabbelt am Buffet oder an Genitalien anderer Menschen herum – die Reihenfolge hier ist frei wählbar. Zwei Clubbetreiber haben uns unabhängig voneinander berichtet, dass sie ausgewachsene Scheißhaufen bei ihrem Kontrollgang auf einer Spielwiese vorgefunden haben. Und wir erlebten schon selbst, dass eine frustrierte Solofrau im Club auf einen Sessel gepisst hat. Im selben Club hatte auch mal jemand auf die Steine des Saunaofens uriniert – bestialischer Geruch.

Ganz ehrlich: Was stimmt mit diesen widerlichen Drecksmenschen nicht, die anderen so etwas hinterlassen? Es gibt kaum einen Abend, an dem wir uns nicht ekeln und unsere Blacklist im Kopf um weitere Gestalten gedanklich erweitern. Räumt Euren Dreck gefälligst weg, hinterlasst einen Bereich im Swingerclub so, wie Ihr ihn gern selbst vorfinden wollt und seid sauber! Niemand hat Bock, sich in Euren Siff zu legen, Euch hinterher zu räumen oder sich eine Schmierinfektion mit Eurem antibiotikaresistenten Wasauchimmer einzufangen. Wer Swinger-Ferkel auf frischer Tat ertappt, sollte diese direkt für andere Leute gut hörbar ansprechen – nur sowas scheint zu helfen!


 

High Heels auf der Matte


Tiefe Löcher und Risse auf den Oberflächen der Spielwiesen? Immer öfter. Die Betreiber kommen mit den Reparaturen kaum hinterher, in manchen Clubs wird schon gar nichts mehr zeitnah in Ordnung gebracht, da es sehr kostenintensiv ist und dann wieder nur für ein paar Wochen hält. So nett High Heels an den Beinen einer schönen Frau auch aussehen mögen, so sehr man vielleicht von einschlägigen Filmchen an den Anblick beim Ficken in Doggy auch gewohnt sein mag – Eure Scheiß-Absatzschuhe haben auf einer Spielwiese oder einer Couch nichts verloren. Es ist unhygienisch und zudem zerstört es das Inventar. Die eigene Ledercouch zuhause wird doch schließlich auch nicht mit Stilettoabsätzen perforiert, oder?

Es gibt bereits Clubs, die verbieten deshalb pauschal allen Gästen (also auch denen mit flachen Schuhen oder Badelatschen) nun schon allein das Betreten des Spielwiesenbereiches mit Schuhen jeglicher Art. Leider unhygienisch, denn wegen einzelner High-Heels-Assi-Püppis schmutzige, kalte Füße oder einen Fußpilz zu kriegen, macht den vernünftigen Gästen auch keinen Spaß.


 

Hygieneverweigerer


Wenn es bereits im Umkleidebereich nach ungewaschenem Hintern duftet, kriegen wir schon eine Minute nach dem Betreten eines Swingerclubs allerbeste Laune. Drecksaualarm! Es kommt uns immer öfter unter, dass offenbar unhygienische Menschen es wagen, einen Swingerclub zu betreten und sich direkt unters Volk zu mischen. Nicht alle Männer, aber fast immer ein Mann. [Jetzt haben wir diesen dämlichen Spruch endlich auch mal gebracht😈] Glaubt Ihr wirklich, so wird das was mit der Fickerei? Da will doch kein klar denkender Mensch ran.

Erst kürzlich haben wir die Frau von einem Pärchen sehr zu intensiv an der Bar neben uns wahrnehmen müssen. Ein „Hier stinkts ja widerlich!“ entweicht dann durchaus mal unkontrolliert über unsere Lippen – wir können da sehr direkt sein, wenn wir uns unwohl fühlen. Wir haben bereits in Clubs erlebt, dass Personen beim Einlass so nach Schweiß gestunken haben, sodass die Barfrau diese Leute direkt von der Umkleide in die Dusche eskortiert hat oder dies nach Beschwerden anderer Gäste tat. Leider trauen sich das die meisten Betreiber nicht, sodass es häufig zu unschönen Geruchssituationen kommt.

Lecker auch die Barfußläufer, die im Laufe des Abends immer schwärzere Fußsohlen kriegen und dann neben einem am Pissoir in einer leckeren Urinpfütze stehen. Wir denken da immer an die peinlichen Barfuß-Opfer im Flugzeug, die den Dreck und die Pisse fremder Leute mit ihren Socken auf- und mitnehmen. Ist das irgend ein Fetisch?

Auch wollen wir nicht die (meist unbehandelte) Parodontitis riechen müssen – grausam, wenn eine Mundsau um einen herum die Luft verpestet! Besonders schlimm sind auch die Leute, die auf der Matte Sex mit anderen Leuten haben und sich danach direkt wieder an die Bar stellen, alles mit ihren klebrigen Griffeln anfassen und den Weg zur Dusche scheuen. Die Krönung -zu oft gesehen- ist dann der direkte Weg von der Matte auf einen Bissen ans Fingerfood-Buffet. Sex macht ja hungrig – Bon appétit!

Wir erlebten kürzlich ein solches Hygieneproblem mit einem Pärchen, das uns im Vorfeld sehr gepflegt erschien und mit dem wir auf der Matte zugange waren. Wir dachten, die beiden kommen nach der Nummer gleich auch mit unter die Dusche – wir irrten uns, sie warteten an der Bar auf uns. Da bekommt man doch nach so einer Nummer sofort ein schlechtes Gefühl und ist froh nicht „noch mehr“ mit ihnen gemacht zu haben, wenn man erst hinterher merkt, an was für Ferkel man da geraten ist. Das Pärchen stalkt uns übrigens bis heute, wir ignorieren ihre Balzversuche seit Monaten gekonnt…


 

Wanderer mit Gläsern


Im Spielwiesen- oder Wellnessbereich haben Gläser oder Bierflaschen absolut nichts verloren. Eigentlich gesunder Menschenverstand, für Dumme gibts meist sogar Schilder, die dies anzeigen. Unzählige Male sieht man dennoch diese Leute, die völlig sorglos mit ihren Gläsern durch den ganzen Club rennen und vom Club-Personal nicht immer abgefangen werden können. Entweder auf Erkundungstour, jedoch meist auf der Suche nach einer schnellen und willigen Gelegenheit. Und findet sich dann tatsächlich jemand, an dem man herumschrauben darf, landen diese Gläser mangels vernünftiger Abstellmöglichkeit schnell in einer dunklen Ecke oder auf dem Boden und werden zu 95% dort „vergessen“. Verletzungsgefahr ohne Ende. Es gab schon Fälle, in denen nichtsahnende Leute im Club in Scherben gelaufen sind und sich den ganzen Fuß inklusive Sehnen aufgeschnitten haben. Dann sieht es um so einen Unfallort mal aus, wie im Schlachthaus. Der Verursacher hat sich natürlich längst verpisst und den Betreiber kann der Verletzte meist auch nicht in Anspruch nehmen. Zum Kotzen, diese Rücksichtslosigkeit.


⚠️ Kommende Woche am Donnerstag erscheint der zweite Teil mit weiteren Aufregern.

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Warum wir keine Fans von Swinger-Coachings sind

SpicyDeluXXX schrieb am 4. Juni 2026

Beziehungscoaching für Swinger
In den vergangenen Jahren ist rund um Themen wie Swingen, offene Beziehungen, Polyamorie und Eifersucht ein regelrechter Coaching-Markt entstanden. Immer mehr selbsternannte „Experten“ bieten Workshops, Seminare und Einzelcoachings an. Das Versprechen: Eifersucht und Monogamie überwinden, die Beziehung öffnen und am Ende easy in die Welt des Swingens eintauchen. Wir sprechen dabei ausdrücklich nicht von Psychologen oder anderen akademisch ausgebildeten Fachleuten mit nachweisbarer Expertise. „Coach“ ist nämlich leider keine geschützte Berufsbezeichnung, jeder Schulabbrecher in Geldnot darf sich so nennen!

Aus Neugierde haben wir kürzlich an einem Stream auf einem Erotikportal teilgenommen. Der Titel klang vielversprechend: „Swingen ohne Drama für Paare“. Angeboten wurde das Ganze von einer swingenden „Eifersuchtsexpertin, Beziehungscoach und Insiderin“. Da wir selbst seit vielen Jahren in der Szene unterwegs sind und auch Einsteigern Tipps geben, uns aber echt nicht anmaßen, deswegen „Coaches“ zu sein, waren wir neugierig. Vielleicht gibt es ja etwas Neues vom „Profi“ zu lernen?

Trotz über 320 Anmeldungen waren maximal 70 Zuschauer im Stream. Extremes No-Show findet also nicht nur auf Swinger-Events statt…
Die Ernüchterung kam recht schnell. Inhaltlich bekamen die Teilnehmer vor allem das serviert, was man inzwischen aus zahllosen Coaching-, Podcast- und anderen billigen Selbsthilfeformaten kennt: Eifersucht, Trigger, Traumata und allerlei möchtegernpsychologische Erklärungen auf flachstem Niveau. Dazu kamen die üblichen bildhaften Geschichten und stark vereinfachten Metaphern, wie immer wieder Elefanten im Vorgarten der Beziehung, die für ungelöste Traumata, Konflikte oder verdrängte Gefühle stehen sollen. Insgesamt wirkte vieles auf uns wie Küchentisch-Psychologie: viel Symbolik aber wenig Konkretes für Paare, die tatsächlich wissen möchten, wie ein Einstieg ins Swingen gelingen kann. Letztlich entstand bei uns der Eindruck, dass der Stream weniger ein praxisnaher Workshop zum Thema „Swingen ohne Drama“ war, als vielmehr eine Werbeveranstaltung für weiterführende (kostenpflichtige) 1:1-Coachings. Für uns war es rund eine Stunde vergeudete Zeit, wirklich mitzunehmen war da auch für problembehaftete Paare unserer Meinung nach nichts, da änderte auch die sympathisch wirkende Referentin nichts.

Damit sind wir beim eigentlichen Punkt: Braucht man wirklich ein Coaching, um swingen zu können?
Aus unserer Sicht lautet die Antwort: Nein, Swingen ist keine Therapie und hoffentlich auch nicht das Ende einer Therapie. Ein Swingerclub ist kein Ort, um eine kriselnde Beziehung zu reparieren oder die Tipps vom Coach im Zusammenspiel mit (unwissenden) Dritten auszutesten. Und eine offene Beziehung ist kein Werkzeug, um mangelndes Vertrauen, Kommunikationsprobleme oder persönliche Unsicherheiten zu beseitigen. Im Gegenteil. Solche Lebensformen machen bestehende Probleme oft nur sichtbarer. Was vorher schon schwierig war, wird durch zusätzliche Menschen und Dynamiken meist nicht einfacher.

Genau deshalb halten wir es für sehr fragwürdig, wenn das erklärte Ziel eines Coachings darin besteht, Menschen für den Swingerclub oder für eine offenere Beziehung „fit zu machen“. Wer grundlegende Probleme in seiner Partnerschaft hat, sollte diese Probleme lösen, weil sie Probleme sind. Nicht, damit anschließend Partnertausch, Fremdvögeln oder eine geöffnete Beziehung funktionieren.

Sehr problematisch sehen wir, dass viele dieser „Coaches“ weder eine fundierte psychologische Ausbildung noch ausreichend Erfahrung im Umgang mit Themen wie Trauma oder tief sitzenden Beziehungsdynamiken haben. Richtig heftig wird es dann, wenn aus vereinfachten Erklärungen, Halbwissen und KI-Unterstützung nicht nur das fürs Coaching ausgegebene Geld in der eigenen Tasche fehlt, sondern Eingriffe in sehr sensible Bereiche entstehen, die im schlimmsten Fall sogar Schäden anrichten.

Mal unbequemer Klartext:
Nicht jeder Mensch muss swingen.
Nicht jede Beziehung muss geöffnet werden.
Nicht jeder braucht Kink, Partnertausch oder sexuelle Abenteuer außerhalb einer klassischen, monogamen Zweierbeziehung.

Swingen oder eine offene Beziehung sind auch kein höheres Entwicklungsstadium. Es sind schlicht unterschiedliche Lebensentwürfe.

Wer sich dafür begeistert, eine stabile Beziehung führt und diesen Weg aus eigener Überzeugung gehen möchte, kann darin viel Freude finden. Nach unserer Erfahrung funktioniert Swingen vor allem dann gut, wenn die grundlegende Beziehung bereits stabil ist. Nicht perfekt, denn perfekte Beziehungen gibt es ohnehin nicht. Aber stabil genug, um offen miteinander zu reden, Grenzen zu setzen, Wünsche zu formulieren und auch einmal Nein sagen zu können. Wer dagegen erst durch Coachings, Problembearbeitung und Umkrempeln der eigenen, angeknacksten Psyche zu diesem Lebensstil hingeführt werden muss, sollte vielleicht einfach akzeptieren, dass er (oder sein Partner) nicht zu den Menschen gehört, für die das gedacht ist.

Man muss nicht lernen, ein Swinger zu werden. Man darf verdammt nochmal auch einfach ein ganz normales, monogames Vanilla-Leben führen.

Daher: Finger weg von diesem Coaching-Quatsch bei irgendwelchen selbsternannten Profis!

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Endlich volljährig: 18 Jahre Swingerblog

SpicyDeluXXX schrieb am 14. Februar 2026

18. Geburtstag des Blogs
Heftig! Wir hätten damals nicht gedacht, dass unser Blog mal so lange existiert. Ganz klein angefangen haben wir 2008 und schrieben die ersten Stories aus unseren Eskapaden nieder. Anfangs noch nebenbei eingebettet in unsere damalige Website, seit einigen Jahren direkt unter der bekannten Domain und ganz ohne Homepage-Drumherum. Nun hat sich das Ding in den letzten Jahren mit aktuell 217 Artikeln doch in eine Größenordnung entwickelt, die wir damals nicht für möglich hielten. Auch wir selbst schauen manchmal in ältere Artikel und erinnern uns so wieder an manche Situation – eine kleine Zeitreise. Inzwischen gibt es sogar einen eigenen Rap-Song, den wir vor exakt einem Jahr veröffentlicht haben. Wir betreiben -soweit wir wissen- nicht nur den bekanntesten, sondern auch den ältesten Swinger- und Lifestyleblog im deutschsprachigen Raum. Und auf diese Beständigkeit sind wir stolz.

Gedanken zur „Konkurrenz“ der letzten Jahre
Diverse andere Blogs (oder Podcasts) kamen und verschwanden wieder. Die meisten Autoren verloren einfach die Lust am Schreiben, andere ihre Beziehung und somit meist die Grundlage für neue Inhalte. Und dann waren da natürlich noch die ganz speziellen Exemplare: Blogger, die meinen, nach ein paar Monaten in der Swingerszene nun nicht nur ihre glatt gebügelten Beiträge zu posten, sondern nun hauptsächlich -und DAS ist u.E. das Bedenkliche- den großen „Beziehungscoach“ in Sachen „Überwindung der Monogamie“ geben zu müssen, obwohl die eigene Vita eher nach Experiment als nach Expertise aussieht. Leider darf sich jeder ohne Qualifikationsnachweis „Coach“ nennen, da es keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Ganz zu schweigen von den „Blogs“, die in Wahrheit nichts weiter sind als Firmenauftritte mit völlig seelenlosen Texten – meist komplett von der KI verfasst, glattgebügelt, austauschbar und vor allem: ohne echte Geschichten. Viel Lärm, wenig Substanz. Hauptsache Aufmerksamkeit. Und dann waren da diese Nachmacher-Swingerblogger-Möchtegerns, deren Lebensinhalt daraus besteht, sich für Fotos an C-Promis heranzuwanzen und in peinlichen TV-Beiträgen/-Shows krampfig auf große Entdeckung zu hoffen. Viel Pose, null Inhalt, mehr Schein als Sein, kaum themenrelevante Beiträge, irgendwie peinlich.

Wenn man „zu viel“ ist
Rückblickend wäre sicher manches einfacher, hätten wir den Blog komplett losgelöst von unserem Auftreten in der Szene und ohne erkennbare Verbindung zu uns geführt. Genau darüber haben wir am Anfang auch nachgedacht. Diese Idee fühlte sich schnell nicht nach uns an. Viel zu unpersönlich. Dazu kommt, dass wir generell Wert auf einen professionellen Auftritt legen: ein gepflegtes, geradliniges Profil mit strukturierten Unterseiten, statt 08/15. In Kombination mit klaren Texten, unserem bösen Blog und nun noch dem Rap-Song kann das auf einige Menschen, die uns nicht kennen, durchaus abschreckend wirken. Manche ziehen daraus vorschnell Schlüsse, stecken uns in Schubladen, ohne sich wirklich mit uns auseinanderzusetzen oder hinter die Kulissen zu schauen. Erst kürzlich schrieb uns ein Paar, wir seien „auf einer Ebene unterwegs, die (ihnen) viel zu viel ist“. Welche Ebene genau damit gemeint ist, bleibt allerdings offen, denn kennengelernt hat man uns ja noch gar nicht. Offenbar reicht es schon, dass wir mehr und/oder anders schreiben als der Mainstream und uns Gedanken über Texte, Gestaltung und Inhalte machen. Daraus, ohne ein paar Sätze gewechselt zu haben, sofort zu schließen, wir seien „zu viel“, ist dann doch eine ziemlich gewagte Interpretation und verkennt, dass sich hinter dem ersten Eindruck oft mehr verbirgt, als man denkt. Aber mittlerweile sind wir gern „zu viel“. Es ist uns inzwischen schlicht egal, was andere über uns denken!

Rückblick
Wer unseren Blog von Beginn an verfolgt, sieht natürlich auch die Entwicklung. Das Design, das technische Backend und auch das Drumherum um die Artikel haben sich immer weiter entwickelt. Dann war vor zwei Jahren der Nicknamewechsel von „JungAusBerlin“ zu „SpicyDeluXXX“. Speziell in den letzten Monaten haben wir wieder einiges modernisiert und angepasst. Auch wenn sich aufgrund der thematischen Ausrichtung die von Euch öffentlich hinterlassenen Kommentare naturgemäß in Grenzen halten, wissen wir aufgrund persönlicher Nachrichten und der Besucherzahlen, dass es sich lohnt, weiterzumachen.

Ausblick
Wir werden wie gehabt unregelmäßig schreiben, dafür aber weiterhin über echte Erlebnisse, relevante Szene-Themen und gern auch mit rotzigem Klartext poltern, der aneckt. Wir fangen auch künftig nicht an, Sprache zu vergewaltigen (Gendern) oder doofe Entwicklungen schönzureden, nur um niemandem wehzutun. Wen das nervt, künstlich empört oder triggert, war bei uns schon immer falsch. Und wird es auch bleiben!

🥳An unsere treuen Leserinnen und Leser natürlich ein riesengroßes DANKE!🎉

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➡️Hier mal die komplette Auflistung aller Beiträge im Blog auf einen Blick.

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MMF: Böse, nackte deutsche Frau fällt über jungen Prager Schinken her

SpicyDeluXXX schrieb am 3. Februar 2026

Junge Kerle wollen im Swingerclub auf die Spielwiese
Der Neujahrsabend in einem Swingerclub in Prag. Ein junges Ding startete einen Gangbang, kümmerte sich um zahlreiche Typen und hat zwei Runden lang alles weggearbeitet, was halbwegs stehen konnte. Danach waren die meisten Dreibeiner befriedigt und verzogen sich nach Hause. Als demnach die ganze Action eigentlich bereits vorbei war, kamen noch drei jüngere Kerle –alle so Mitte 20– in den Club.

Im Lounge-Bereich verirrte sich einer dieser Typen zu uns und fing an, recht offensiv die Beine unseres Weibchens anzustreicheln. Ungefragtes Anfassen ist kein Flirt, sondern eine Einladung zu Ärger. Normalerweise gibts für sowas zurecht eine aufs Maul, nen kräftigen Dreh-Griff an die Eier oder zumindest eine lautstarke Ansage. Wir blieben (weil es ja nur die Unterschenkel waren) ausnahmsweise freundlich, denn wir wissen ja, es geht in Prag halt machmal etwas direkter zu und wir können damit eigentlich gut umgehen. Als er uns dann auf tschechisch ansprach und wir ihm entgegneten, dass er gern auf Englisch oder Deutsch mit uns quatschen kann, winkte er überfordert ab und verzog sich vorerst. Faszinierend, wie häufig sich Tschechen entweder strikt weigern, Englisch zu sprechen, oder es schlicht nicht können.

Ein wenig später geilten wir zu zweit auf der Couch herum. Da war der Schwanz draußen, es wurde auch schon etwas geblasen, das Kleidchen rutschte deutlich nach oben und ließ recht explizite Einblicke zu. Bevor es dort zu wild wurde, gingen wir dann doch in Richtung Spielwiesenbereich. Dort machten wir es uns auf einer abschließbaren Spielwiese bequem, zogen uns aus und machten einfach weiter.

Durch das feinmaschige Gitter in der Tür konnte man unserem Treiben zuschauen. Und natürlich tauchten sie wieder auf, die drei letzten Hoffnungsträger des Abends. Es gab ja sonst nichts mehr zu glotzen. Sie schauten zu und dann kamen recht eindeutige Signale, auch Teil des Treibens werden zu wollen. Es wurde versucht, die Tür zu öffnen, man klopfte, kommentierte unser Tun auf Tschechisch, und irgendwann bettelte man nur noch: „Please …“. Da standen nun drei junge Kerle und wollten zu später Stunde noch was erleben.

Wir besprachen uns kurz, ob wir Gesellschaft in die Nummer einbauen wollten. Nach kurzem Überlegen öffnete unser weiblicher Part die verschlossene Tür, zeigte auf den jungen Prager Schinken von vorhin und lud ihn ein, hineinzukommen. Zudem machte sie den anderen Typen klar, dass sie aber draußen bleiben müssen, denn ihren eigenen Gangbang wollte unser Weibchen heute nicht. Ein MMF war aber in dieser spontanen Situation ok.

Der Typ kam extrem kleinlaut rein, sichtbar überrascht und vermutlich innerlich fluchend, dass seine Rückendeckung draußen bleiben musste. Die Metalltür fiel lautstark ins Schloss und wurde sofort wieder von innen abgeschlossen. Sein Gesichtsausdruck war ein Geschenk. Die reine, nackte Panik. Herrlich! Er hätte wohl nicht gedacht, dass die große Fresse vor der Tür auch Folgen haben kann und die geile, böse, deutsche Mummy mit den großen Titten ihn tatsächlich reinholt.

Er kam gar nicht zum Nachdenken, da wurde er schon aufgefordert, seine Hose auszuziehen und sich hinzusetzen. Unser Weibchen fing dann unvermittelt an, sich an dem Jüngling zu vergehen.

Das Spiel fand aber trotzdem ein schnelles Ende. Wieso? Wir schmissen ihn nach ein paar Minuten wieder raus. Warum? Die Mischung aus drei jungen Kumpels, in die Hose gerutschten Hirnen, offenbar fehlender Erfahrung in Sachen Swingerclub-Action und eine Kommunikation, die selbst mit Übersetzung genervt hätte, ist selten ein Garant für eine wirklich geile Nummer. Die Typen draußen gaben auf Tschechisch offenbar Regieanweisungen, redeten mit dem eingesperrten, entblösten Opfer und kommentierten das Geschehen. Wir verstanden so gut wie nichts. Kindergarten-Hintergrundgeplapper nervt! Kaffeeklatsch könnt ihr bei Eurer Mama am Sonntagnachmittag abhalten, aber nicht dann, wenn wir ficken wollen.

Wir reagieren auf sowas meist sehr rigoros und lassen uns von solchen Luftnummern nicht die Stimmung versauen. Daher kurzer Prozess: Tür auf, den Typen unter leichtem Protest rausgeworfen, in ziemlich dumme Gesichter geschaut, Tür wieder zu, Ruhe. Dann zu zweit das weitergemacht, was zu dritt unter optimaleren Voraussetzungen durchaus nett geworden wäre. Es sollte halt kein MMF-Dreier an diesem Abend sein. Kein Drama für uns, denn wenn wir es drauf anlegen würden, gäbe es unzählige Gelegenheiten für weitere Schwänze. Solomänner spielen bei unseren Besuchen in Swingerclubs eine absolut untergeordnete Rolle, diese Ausnahme-Nummer hatte unfreiwillig schon Comedy-Charakter und wird uns bestimmt noch lange ein schmutziges Grinsen ins Gesicht zaubern.

Und die Moral von der Geschicht?
Wer nur stört, der passt halt nicht.😈

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Jubiläum: 20 Jahre bei JOYclub

SpicyDeluXXX schrieb am 24. Januar 2026

20 Jahre Jubiläum bei Joyclub
Wir haben heute unser 20-jähriges Jubiläum bei Joyclub. Seit 24.01.2006 sind wir dort nun dabei, damals nur wenige Monate nach dem Start der Community. Das ist in Internet-Jahren gerechnet eine halbe Ewigkeit. Als wir uns 2006 anmeldeten, war die Welt im Dunstkreis der Swingerszene noch eine ganz andere. Die Plattform war neu, wild, damals fast ohne Zensur, jedoch auch irgendwie familiär mit wenigen zehntausend Mitgliedern. Man hatte das Gefühl, Teil von etwas Neuem und Aufregendem zu sein, erst recht nachdem es vorher (von primitiven Fickforen abgesehen) eigentlich nur die schon damals angestaubte Paare-Plattform „Augenweide“ im deutschsprachigen Raum gab. Wir haben das als eine sehr spannende, coole Zeit in Erinnerung.

Aus den paar Zehntausend wurden fast 7 Millionen Nutzer. Das ist beeindruckend, keine Frage. Wir haben gesehen, wie Menschen, Beziehungen, Swingerclubs oder Features kamen und gingen, wie das Design moderner wurde und die Community immer riesiger. Die „Qualität“ dieser vielen Nutzer sehen wir jedoch seit einiger Zeit kritisch, während die technische Plattform dahinter kaum Anlass zu Beanstandungen bietet. Es gibt nämlich bei weitem nicht 7 Millionen Swinger, BDSMler oder Kinksters im DACH-Raum. Viele dieser Neuzugänge haben unserer Beobachtung nach mit dem Lifestyle der damals kleinen, aber echten und im Real-Life aktiven Szene-Community nichts am Hut. Der 0815-Mainstream ist eingekehrt…

Wie es im Leben oft ist, wenn ein gemütliches Dorf zur Millionenstadt anwächst, geht das Flair verloren. Die Plattform wurde geflutet, vor allem von Solo-Männern. Die wenigen Solofrauen werden regelrecht überrannt; nicht selten recht primitiv angemacht und oft wieder vergrault. Es wurde deutlich kommerzieller und viele Leute, die gar nicht an erotischen Kontakten interessiert sind, tauschen sich in Gruppen über Haustiere, Kuchenbacken und ähnliche Belanglosigkeiten aus.
Wie schrieb es mal jemand sehr treffend? „Der JC verwandelt sich zu einer Art Facebook mit Tittenbildchen.“

Viele einzelne, untervögelte Kerle (nun seit ein paar Jahren in auffälliger Zahl aus mittelalterlich geprägten Kulturkreisen) scheinen in dem naiven Glauben unterwegs zu sein, es handle sich um eine Art Selbstbedienungsladen für schnellen Sex mit anspruchslosen Frauen oder Paaren, überspitzt „Lieferando für kostenlose Schlampen“. Mehr als ein dumpfes „Hey“ oder „Ficken?“ kriegen die meisten davon nicht getippt. Leicht auszusortieren, aber trotzdem nervig. Etwas kreativere Exemplare lassen sich von ChatGPT eine peinliche Liebeserklärung formulieren, die dann massenhaft per Copy & Paste verschickt wird – nur um spätestens in der zweiten, dann selbst geschriebenen Nachricht wieder als ungebildetes Rechtschreibopfer mit Samenstau aufzufliegen. Reagiert man mit einem höflichen „Nein danke, es passt nicht“, hagelt es heutzutage nicht selten Beleidigungen oder das Gegenüber will drüber diskutieren – beides würdelos und ein ziemlich präziser Spiegel unserer kaputten Gesellschaft. Themenbereiche, die früher im Forum von Joyclub noch leidenschaftlich und offen diskutiert wurden, sind heute plötzlich problematisch und werden gar nicht erst freigegeben. Bereits mehrfach durchgekaute Themen erscheinen hingegen regelmäßig neu. Häufig wirkt alles mittlerweile sehr „woke“ und glattgebügelt, man will es offenbar jedem um beinahe jeden Preis recht machen. Ecken, Kanten und legitime Meinungsverschiedenheiten scheinen nicht mehr erwünscht zu sein. Man muss den Betreibern zugestehen, dass die Plattform technisch nicht stehengeblieben ist und wir sehen durchaus, dass im Hintergrund ständig dran gearbeitet wird. Man versucht, dieses riesige Schiff irgendwie auf Kurs zu halten, den Profit zu maximieren und sich neuerdings auch mehr zu internationalisieren. Dass Strukturen geschaffen werden mussten, um diese User-Masse überhaupt zu bewältigen, erkennen wir an und haben leider auch kein Patentrezept dafür, wie das alte Flair wiederhergestellt werden kann.

Statt echter Begegnungen hat sich unserer Meinung nach ein starkes „Sehen und Zeigen“ etabliert. Die attraktiveren Leute präsentieren sich häufig nur noch und betteln um virtuelle Anerkennung. In unseren ersten Jahren lag der Fokus der User deutlich mehr auf realen Treffen ohne wochenlanges Bla-Bla. Gibt man heute ein Dategesuch auf, passiert meist Folgendes: Ein paar Leute klicken drauf. Manche hinterlassen einen lieblosen Like-Klick – überflüssig wie ein Kropf, denn man könnte auch einfach eine Nachricht schreiben. Dieses Stöckchenwerfen nervt uns gewaltig. Viele scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, einen halbwegs interessanten Dreizeiler zu formulieren. Auf Likes von kommunikationsgestörten Stöckchenwerfern reagieren wir daher aus Prinzip nicht. Eine echte Kommunikation oder gar ein reales Treffen? Selten – zumindest mit den wenigen Menschen, die uns auf den ersten Blick reizen und in der Vorab-Kommunikation auch einen gewissen Intellekt erkennen lassen. Sich auf genau diese guten Leute zu konzentrieren, ja sie überhaupt erstmal zu finden, ist sehr zeitraubend.

Bei den Profilbildern vieler Leute wundern wir uns oft nur noch. Normalerweise packt man ja ein ansprechendes, idealerweise neugierig machendes Foto (vielleicht auch mit etwas mehr Haut oder nett verpackt) von sich ins Profil. Viele Jahre im kleineren Userkreis hat das auch meist gut geklappt. Und heute? Was haben wir da alles schon gesehen…
Schlimme Profilbilder
Jetzt präsentieren sich einige Creeps oft mit peinlichen Posing-Fotos aus der Umkleide des Billig-Gyms, im Alltags-Schlüppi im Badezimmer mit geöffneter Kloschüssel im Hintergrund, mit Kippe vorm Spielautomaten in der Dönerbude, in der siffigen S-Bahn neben wildfremden Leuten, in völlig verkramten Bumshöhlen, ausschließlich mit Nahaufnahmen von verschrumpelten Genitalien oder man bestaunt das unvorteilhafte Bild vom verlotterten Günther mit Bierbauch und Pulle in der Hand, der neben seiner gelangweilten Uschi im feuchten Wohnmobil hockt. Auch ansteckende Genitalwarzen durften wir schon auf in Großaufnahme gezeigten Geschlechtsteilen diagnostizieren – pfui Teufel.
Sorry, aber sind das wirklich die schönsten Fotos von Euch?
Es müssen echt keine Bilder aus dem Fotostudio sein! Wie aber soll man denn auch nur einen Hauch von Interesse und Erotik entwickeln, wenn es einem bereits bei den Profilfotos eiskalt den Rücken runterläuft? Wir werden das nie verstehen…

Es ist aus unserer Sicht schwieriger geworden, echte (Kennenlern-)Dialoge zu führen. Mit Leuten, die wir von uns aus anschreiben, kommt oft kein vernünftiger Dialog mehr zustande, manche lesen noch nicht einmal ihre Nachrichten. Sogar von Leuten, die uns zuerst angeschrieben haben, folgen häufig nur lieblos dahingerotzte Einzeiler ohne Punkt und Komma, der „Austausch“ zieht sich wie Kaugummi, gestellte Fragen werden nicht beantwortet und auf den Vorschlag nach einem Kennenlern-Drink in einer Bar schläft der Dialog spätestens ein – Tastengewichse pur. Zeitdiebe und Dumme landen daher seit rund zwei Jahren ab einem gewissen Punkt auf der (früher nie genutzten) Ignore-List. Bei einigen Usern fragen wir uns sogar, wie sie mit ihrer Kommunikationsstörung und fehlenden Sozialkompetenz überhaupt ohne fremde Hilfe durchs Leben kommen. Es ist vieles oberflächlicher, schneller, unverbindlicher und für Menschen mit Anspruch auch zeitintensiver geworden. Dazu kommt dann noch das Problem mit der mittlerweile häufig sehr starken No-Show-Quote bei Events

Weitere Beobachtung: Seit auch unser weiblicher Part altersmäßig eine Vier vorne stehen hat, hat sich die Besuchergruppe unseres Profils schlagartig verändert – seltsame (vielleicht auch vergessene) Filtereinstellungen mancher U40-User sei dank. Man wird irgendwie unsichtbar, als wäre was Schlimmes mit einem passiert. Manche Leute vergessen halt, dass eine 30 oder 35-jährige Frau viel mehr nach Schabracke aussehen kann, als manch eine Mittvierzigerin. Mit solch harten Filtereinstellungen verpasst man womöglich mehr, als man findet. Wir zumindest sind immer noch verdammt heiße Feger (Transagers -> Pronomen: Digga/Sie) und tun auch etwas dafür, regelmäßig jünger geschätzt zu werden und uns nicht zum alten Eisen zu zählen. Dafür erschrecken wir uns nun immer öfter über optisch etwas verwahrloste Muttis und Vatis mit 55+ auf dem Buckel, die neuerdings unser Profil stalken. Wir denken uns bei diesen traurigen Fällen da meist „Nein danke, in Eurer Liga spielen wir noch lange nicht – bitte schaut mal in den Spiegel und besteigt Euresgleichen.“

Anmeldedatum bei Joyclub
Heute nach 20 Jahren fällt unser Fazit daher gemischt aus. Ja, wir sind noch da – ein wenig aus Gewohnheit, aber auch mangels echter Alternativen. Um Joyclub kommt man im deutschsprachigen Raum kaum herum; die wenigen anderen Plattformen sind kaum ernst zu nehmen und dümpeln vor sich hin. Von Beginn an haben wir dort ein ausführliches, gepflegtes Profil. Wir hatten Spaß, einige schöne Begegnungen, haben uns weiterentwickelt, sind aber längst nicht mehr so aktiv wie noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Nicht, weil wir nicht wollen, sondern aus den vorgenannten Gründen.

Soll dieser Beitrag deshalb negativ sein?
Nein! Wir hatten tolle Momente. Wir haben dort den Wandel des Internets live mitverfolgt – von der kleinen Insider-Plattform hin zum Massenauflauf. Aber wenn wir ehrlich sind, hatten wir die meisten und besten Begegnungen erotischer Natur immer mit Menschen, die uns im Real-Life -also ganz ohne Internet- begegneten und man sich ganz ohne virtuelles, zeitraubendes Bla-Bla einfach treiben ließ.

Trotzdem: 🎉Auf die nächsten 20 Jahre (oder erstmal fünf – dann ist es ein Vierteljahrhundert)!🥳

Ganz alleine sind wir mit unseren Beobachtungen nicht, es gibt dazu einen spannenden Beitrag im Joyclub-Forum von anderen Veteranen der Community.

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