Venus Berlin 2010: Die Ladys-Area und die Hormonzombies

SpicyDeluXXX schrieb am 24. Oktober 2010


Zum Vergrößern bitte auf das entsprechende Bild klicken

Wir haben ja lange gezögert, ob wir dieses Jahr wieder zur Venus gehen. Dank Ehrenkarten, die wir gesponsert vom Veranstalter erhielten, sparten wir den happigen Eintritt und sind am Samstag Nachmittag zur Erotikmesse gefahren.

Bereits vergangenes Jahr berichteten wir ja ausführlich mit reichlich Bildern von den Shows.

In diesem Jahr hat die Qualität der gebotenen Erwachsenenunterhaltung nach unserem Empfinden merklich nachgelassen. Viele Big-Player der Erotik-Branche, die noch im vergangenen Jahr mit riesigen Show-Bühnen die Massen angelockt und begeistert hatten, hielten sich dieses Jahr zurück und kamen entweder gar nicht, oder versteckten sich an Mini-Messeständen. Dies führte dann dazu, dass es in den sowieso mit triebgesteuerten Spannern Männern völlig überfüllten Gängen immer wieder zu ätzenden Staus kam, sobald irgend eine Lady (und mag sie noch so bratzig aussehen) irgendwo ein Tittchen freigelegt hat. Zudem gab es viele kostenpflichtige Mini-Show-„Bühnen“, in denen den daran interessierten Besuchern frech weiteres Geld abgeknöpft wurde. Auch gab es weitaus weniger Interaktion mit den Venus-Besuchern, wir vermissten z.B. die Glücksräder und Gewinnspiele, bei denen sich vergangenes Jahr noch lange Schlangen bildeten und eigentlich jeder Depp mit irgend einem gewonnenen 5-EUR-Goodie nach Hause ging.
Die Interaktion mit den Besuchern fand teilweise auf etwas andere Art statt. So biederten sich einige drittklassige Amateur-Porno-Hausfrauen-Hobbynutten-Darstellerinnen ihren Fans an, um mit ihnen einen Termin zwecks kamerabegleitetem Live-Sextreffen auszumachen. „Usersex“ nennt man diese Art Kundenbindung in der Szene der Amateure.

Nun aber zu einem interessanten Bereich der Sexmesse, den Männer nicht von innen zu sehen bekommen: Der Ladys-Area.
Leider war dieser Bereich noch immer nicht sonderlich einladend gestaltet und in einer dunklen Ecke der Show-Halle untergebracht. Der Bereich war zu klein, die Luft schlecht und letztendlich hätte man nach dem Erfolg der ersten Ladys-Area aus 2009 durchaus mehr aufziehen können. Die Qualität der Strip-Shows für die Ladys hat aber wenigstens etwas zugenommen und ist nicht mehr ganz so plump, wie im letzten Jahr, wobei man(n) sich auch hier durchaus noch steigern könnte. Vor der Ladys-Area schlichen mal wieder zahlreiche neugierige Männer herum, die gern nen Blick hinter den Vorgang genommen hätten. Der freundliche Security-Mann am Eingang ließ sich jedoch nicht bestechen. Rein vom Sound her ging es heiß her in diesem Bereich. Kreischende Frauen ohne Ende, bestimmt 60 Mädels ließen sich 15 Minuten lang von mehr oder weniger knackigen Jungs bespaßen. Die wartenden Männer vor der Venus-Ladys-Area fragten sich gegenseitig, was da denn mit ihren Frauen schlimmes passiert? Die Antwort: Sie bekamen Schwänze zu sehen. Steife, lange Schwänze. Sozusagen das Gegenstück zu all den Titten und Muschis, die es sonst überall auf der Messe zu sehen gab. Um Euch mal einen kleinen Einblick in diese unbekannte Welt zu ermöglichen, hat unser weiblicher Part ein paar Bilder für Euch geschossen.

Zum Vergrößern bitte auf das entsprechende Bild klicken







Wir empfanden die 14. Venus weitaus uninteressanter, als letztes Jahr. Dies hatte zur Folge, dass wir diesmal auch keine große Lust hatten, die (meist langweiligen) Shows aufwändig mit der Kamera festzuhalten. Bezüglich der Besucher der Messe war natürlich wieder ständig Fremdschämen angesagt. Tausende drängelnde, triebgesteuerte Hormonzombies mit Kameras bewaffnet, die z.B. sogar bei abseits sitzenden Mädels versuchten, heimlich unter den Mini-Rock zu fotografieren. Waren wir letztes Jahr noch voll bepackt mit Tüten, Magazinen, DVDs, sonstigen Give Aways und Flyern, so schafften wir es diesmal erfolgreich, ganz ohne Ballast die Messe nach drei Stunden zu verlassen und uns auf unseren abendlichen Clubbesuch vorzubereiten. Aber auch der war nicht wirklich nach unserem Geschmack – wir waren leider im falschen Club…

P.S.: Wer die Hundescheiße unterm Schuh eines Strippers entdeckt, gewinnt und darf uns die Tickets für die kommende Venus spendieren. Dann gibts auch wieder nen Bericht mit reichlich Bildern. 😉

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare. Schreib doch einen!

Fundstück: Wegen Poppen.de-Profil kein Trennungsunterhalt

SpicyDeluXXX schrieb am 20. Oktober 2010

Eine wissbegierige, aufgeschlossene Ehefrau wollte ihren sexuellen Horizont erweitern und legte sich ein Profil bei der allseits für Niveau höchster Güte bekannten Seite Poppen.de an. Soweit nichts besonderes. Als die Ehe jedoch zu Bruch ging, klagte die Ehefrau Trennungsunterhalt ein und kassierte vom Gericht durch zwei Instanzen eine Abfuhr mit finanziellen Folgen.

Grund: In der Nutzung dieser Seite läge „ein schwerwiegendes Fehlverhalten zu Lasten des Antragsgegners“ vor. Juristisch wichtig hierbei ist, dass die Beziehung des Paares zwar schon auf der Kippe stand, die Trennung jedoch zum Zeitpunkt ihres Auftauchens bei Poppen.de noch nicht vollzogen war.
Den Einwand der Klägerin, es sei ein „völlig normaler“ Chatroom, in dem man sich auch über Autos und andere Dinge austauscht, ließ der Richter nicht gelten. Denn auch der clevere Richter hatte Zugriff aufs Internet und recherchierte selbst. Die auf der Startseite mit dem eindeutigen Domainnamen auffällig erwähnten Reizworte „Swingerclubs, gemeinsame Saunabesuche, Rollenspiele, Swinger, Sexkontakte, Seitensprung […]“  waren ihm dann wohl zu eindeutig.
OLG Oldenburg: Beschluss vom 17.11.2009, AZ: 3 WF 209/09

Und die Moral von der Geschicht? Fremdgepoppt gehört sich nicht! 😈

Gefunden beim lesenswerten Lawblog

Abgelegt unter Fundstücke | 2 Kommentare

Der Slip, der sich zu uns verirrte

SpicyDeluXXX schrieb am 30. September 2010

Die letzten beiden Wochenenden waren absolut grandios und kaum zu übertreffen. Wahnsinnig nett, sehr lustig, unglaublich sexy, ziemlich feucht und spritzig geil. Wir setzten zu dritt fort, was an dem sehr abgefahrenen Abend vor ein paar Wochen begonnen hatte.

Details gibts keine, da genießen und schweigen wir. Aber eine Anekdote verraten wir:

Die rund um die Spielwiese angebrachten Spiegel waren völlig von unserem Treiben beschlagen. Es ging also hoch her im Swingerclub zwischen uns dreien, so dass wir irgendwann völlig verschwitzt, eingeölt und abgekämpft mit wackeligen Knien von der Spielwiese robbten. Fertig wie wir waren, griff jeder von uns irgendwelche der von uns im Separee verstreuten Dessous, Schuhe und Handtücher, damit wir an der Bar noch schnell einen letzten Drink nehmen konnten. Bei diesen Aufräumarbeiten verirrte sich der Slip unserer Begleitung in die kleine Handtasche unseres weiblichen Parts und verblieb dort unbemerkt von uns allen.

Erst am nächsten Tag, als wir alle nach unserer Nacht im Hotel nachmittags wieder in Berlin ankamen, stolperten wir zuhause über den blinden Passagier und mussten über unseren Fund schmunzeln. Das ist uns bislang auch noch nicht passiert…
Alle guten Dinge sind drei: Wir drei sollten uns wohl also ein drittes (eigentlich ja viertes) Mal treffen. Einen guten Grund mehr dafür haben wir ja nun, denn der Slip soll ihrer rechtmässigen Eigentümerin wieder zugeführt werden.
Wir freuen uns drauf! Und auf die Fortsetzung mit ihr! 😎

Abgelegt unter Clubgeschichten, Fundstücke | Keine Kommentare. Schreib doch einen!

Fundstück: Berlins erster Swingerclub von 1891

SpicyDeluXXX schrieb am 21. September 2010


Man mag es kaum glauben, aber schon vor 120 Jahren wurden in Berlin wilde Sexpartys gefeiert. Nicht vom dummen Volke, sondern vom kaiserlichen Hochadel höchstpersönlich, im wohl ersten Swingerclub Berlins. Dieser traf sich im Jagdschloss Grunewald und feierte abseits damaliger Moralvorstellungen eine wilde Gruppensex-Party mit allem Drum und Dran. Sogar enge Verwandte des Kaisers sollen da lustig mitgevögelt haben. Wie das Leben aber nunmal so spielt, erwuchs aus der versauten Sexorgie ein handfester (politischer) Skandal, denn das süße Geheimnis der Akteure machte doch recht schnell die Runde.

Der Historiker Wolfgang Wippermann hat sich der Sache angenommen und in seinem aktuellen Buch „Skandal im Jagdschloss Grunewald“ (ISBN 978-3-89678-810-8, Preis: 19,90 Euro, Primus Verlag) das schmutzige Treiben der feinen Gesellschaft auf 160 Seiten enthüllt.

Wer heute in dem alten Jagdschloss eine Bar, mehrere Spielwiesen und einen urigen SM-Kerker erwartet, wird enttäuscht. Das Schloss dient mittlerweile als Museum und wird in keinem Swingerclubführer erwähnt.

Reingeklickt:
Bericht mit Video zum Treiben des Hochadels in dem Schloss
Website des Jagdschlosses

Abgelegt unter Fundstücke | Keine Kommentare. Schreib doch einen!

Geiler Abend Teil 3: Zwei Frauen – Beide ein Geruchserlebnis

SpicyDeluXXX schrieb am 13. September 2010

Wir hatten seit langem mal wieder einen echt abgefahrenen Abend im Swingerclub, der für mehrere Blog-Beiträge Stoff geliefert hat. Hier ist nun der dritte und letzte Einblick in das Erlebte, bzw. Erschnupperte.

Heute: Was zwei Frauen mit ihrem Körpergeruch anrichteten

Diesmal wollen wir, vorwiegend unser männlicher Part, mal was zu Gerüchen beim Sex schreiben. Daher ist dieser Artikel auch in der „Ich-Form“ verfasst.

Gerüche im Swingerclub sind im Normalfall selten wirklich angenehm. Über den in vielen Clubs zu später Stunde üblichen Matten-Mief will ich jedoch kein Wort verlieren, vielmehr über die unbeschreiblich geilen Körpergerüche zweier Solo-Damen, mit denen ich an einem Abend im Club auf der Spielwiese das Vergnügen hatte.

Diese Art von Körpergeruch, möchte ich behaupten, entwickeln (oder haben) nicht viele Frauen. Im Normalfall bin ich ja nicht so wahnsinnig duft-empfindlich, von Extremgerüchen mal abgesehen. Umso verwunderter war ich, an einem Abend im Abstand von einigen Stunden gleich zwei völlig unterschiedliche Typen Frau zu treffen, die es schafften, mich mit ihrem Duft geradezu verrückt zu machen. Ich habe etwas im Netz recherchiert und leider nicht viel Material zum Thema gefunden. Sogenannte „Pheromonsignale“ werden im Gehirn anders verarbeitet, als normale Dufteindrücke. Offensichtlich waren diese beiden Frauen in der Lage, vielleicht auch nur situationsbedingt, in ihrem Körper einen Pheromon-Duft-Cocktail zu produzieren, der mich zusammen mit dem salzigen Geschmack ihrer leicht verschwitzten Haut dermaßen anmachte, wie es sonst eher nur durch die Art der sexuellen Stimulation geschieht. Ein Wahnsinns-Erlebnis, leider kaum in richtige Worte zu fassen.

Erstaunlich war zudem besonders, dass unser weiblicher Part, rund 15 Stunden nach der letzten Action mit einer der Frauen und nach mehrmaligem zwischenzeitlichen Duschen (jeweils nach dem Sex und später morgens zuhause) meinerseits, sogar an mir einen anderen Geruch feststellte.
O-Ton: „Irgendwie riechst Du heute anders. Nicht schlecht, aber anders…
Erwähnen möchte ich noch, dass auch unser weiblicher Part mit einer der besagten Frauen Sex an dem Abend hatte. Ihr ist dabei geruchstechnisch jedoch nichts Besonderes aufgefallen, was dafür spricht, dass es sich zumindest auf der Spielwiese um pheromonbehaftete Düfte gehandelt hat, die wohl nur Männer wahrnehmen können. Auch ich war der Meinung, dass speziell meine Hände trotz noch viel häufigeren Waschens noch immer einen stark abgeschwächten, sehr angenehmen Geruch hatten, der definitiv vom Sex mit den Frauen kommen musste. Ich nehme an, durch den Körperkontakt einen Teil von dem Duft über die Haut mit nach Hause genommnen zu haben, bevor sich dieser im Laufe von ein paar Stunden dann wieder verflüchtigte.
Allzu fiktiv ist die Story von Patrick Süskinds Erfolgsroman „Das Parfum“ also wohl nicht…

Reingeklickt:
Artikel „Manipulation durch Pheromone“
Artikelübersicht „Lecker, die Vagina!“

Das Thema ist sehr interessant, jedoch wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. Wer selbst Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat oder interessante Infos dazu hat, nutzt bitte die Kommentar-Funktion am Ende des Beitrages.

➡Übersicht aller bisher erschienenen Beiträge zu diesem Clubbesuch

Abgelegt unter Clubgeschichten | Keine Kommentare. Schreib doch einen!

 

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de