Wieder mal Geisterbahnfeeling im Swingerclub

JungAusBerlin schrieb am 10. September 2009

Geisterbahnfeeling

Es war mal wieder an der Zeit, einen neuen Club auszutesten. Wir fuhren daher am letzten Samstag in den Club „Fledermausoase“ im Norden Brandenburgs, zum Event „Grillabend mit FKK-Baden im See“.

Der Gang ins Wasser war aufgrund des kühlen Wetters leider nicht so angesagt, trotzdem waren wir neugierig. Das Wassergrundstück mit der Aussicht auf den See ist echt einzigartig und das Sahnehäubchen der Location – ein wirklicher Optik-Vorteil gegenüber vielen anderen Clubs. Das war es dann aber auch, denn wir erlebten leider doch das gefürchtete Geisterbahnfeeling. Diesmal aber anders und nicht wirklich vergleichbar mit der Hamburger Swingerclub-Geisterbahn.

Die Betreiberin führte uns zunächst in den Bar-Bereich. Dort befanden sich bereits ca. 10 Paare in gesetzterem Alter, alle mit normalen Alltags-Klamotten bekleidet und verbreiteten Kneipen-Atmosphäre. Wir fragten die Betreiberin verunsichert, ob das denn Swinger seien, was sie bejahte. Solch eine Frage mussten wir in all den Jahren, die wir in Clubs gehen, noch nie stellen, denn wir dachten anfangs, dass hier die Dorfgemeinschaft oder ein Kegelclub einen Kaffeeklatsch abhält. Nachdem wir im Schnelldurchgang (denn so lange die Führung dauerte, war niemand an der Bar) durch die anderen Räume geführt wurden, stand unsererseits die Entscheidung an, ob wir bleiben wollen. Nach über 100 Kilometern Anfahrt und dem „Das wird schon“-Gefühl, ließen wir uns auf das Abenteuer ein und entrichteten unseren Eintritt von (dank Joyclub-Premium-Gutschein) immerhin noch 55,- EUR. Ein Fehler, wie wir uns bereits nach kurzer Zeit eingestehen mussten.

Da wir es nicht einsahen, allein in Unterwäsche inmitten angezogener Paare zu verweilen, behielten wir unsere Klamotten zunächst an. Ein anderes Pärchen, welches kurz nach uns kam und mit dem wir ins Gespräch kamen, war ebenso überrascht über den seltsamen Dresscode. So ca. eine dreiviertel Stunde nach dem gemeinsamen Essen zogen sich die ersten Leute dann langsam um, was dann auch uns dazu brachte.

Kuriose Entdeckung am Rande:
Auf dem Wassergrundstück befindet sich ein offener Schuppen. Beim Erkundungsgang über das Gelände fiel uns eine dort abgestellte Tisch-Kreissäge ins Auge, auf der ein riesiger (Oberschenkel?)Knochen lag. Ob tierischen oder gar menschlichen Ursprungs, bzw. ob blutrünstige Zombies hier eine Rolle spielen, konnten und wollten wir nicht abschließend klären, machten uns aber so unsere Gedanken und beschlossen später, noch vor der Geisterstunde zu verschwinden. 😯

Nun zu den Details:
Eine vernünftige Umkleide mit abschließbaren Schränken gibt es nicht, man hängt seine Klamotten in einem Hinterzimmer auf einen Kleiderständer, legt sie auf dort abgestellte alte Schränke, Tische oder den Boden und darf seine Wertsachen (z.B. Handtasche) den Betreibern in die Hand drücken, die sie dann hinter der Bar (die zeitweise immer wieder mal unbesetzt war) verstauen. Im Bar-Bereich befindet eine nachtsichtfähige Überwachungskamera, die in den Raum gerichtet ist. Keine Ahnung, ob sie funktionsfähig war und für wen ggf. damit Bilder gemacht wurden. Für uns ein absolutes No-Go für einen Swingerclub. Schon bei der ersten Getränkebestellung wurden uns die Grenzen des Möglichen aufgezeigt. Es fehlte bereits an alkoholfreiem Bier und Cola-Light, Kohlensäure befand sich erst nach ca. der vierten Cola und dem dritten Tonic-Water im Glas, Orangensaft war nach einer Flasche auch „aus“. Sorry, aber das geht gar nicht, zumal alle möglichen Sorten an harten alkoholischen Getränken reichlich vorhanden waren, jeder Alkoholiker hätte Freudensprünge gemacht. Klasse für einen Club in der Einöde mitten im Wald, der von wohl allen Besuchern mit dem Auto angefahren wird und somit übliche alkoholfreie Getränke einfach vorhanden sein müssen. Umso erstaunlicher fanden wir auch, dass sich beim Grossteil der Paare trotz Anreise mit dem Auto beide Partner reichlich Alkohol reinschütteten, diesen Leuten wären wir ungern im Straßenverkehr am Ende des Abends begegnet. Im Bar-Bereich wurde ordentlich geraucht, mangels Abluftanlage daher häufig das Fenster geöffnet, was uns als Ex-Rauchern zwar gut tat, jedoch auch Gänsehaut aufgrund der frischen Temperaturen auslöste.

Das angebotene Essen kam vom Grill, zudem wurden zwei (stundenlang ungekühlt abgestellte) mayonaisegetränkte Salate, Toastbrot und (Soljanka???)Suppe angeboten. Was vom Grill kam, war lecker. Der Rest war einfach nur lieblos. Gegrillt wurde etwa eine Stunde lang, so ab 18 Uhr. Gäste die später eintrafen, durften Resteverwertung betreiben. Hier wäre es kein Akt gewesen, zu späterer Stunde noch einmal den Grill anzuwerfen und frisch nachzulegen, schließlich haben auch die Nachzügler den vollen Eintritt gelöhnt.

Die Einrichtung des Clubs ist sehr einfach gehalten, man merkt den Räumen an, dass sie abgewohnt sind und vorher als Pension genutzt wurden. Lange, teilweise schlecht beleuchtete Gänge führen zu den einzelnen Räumen, zwischendurch immer mal eine abgeschlossene Tür, hinter der sich Unbekanntes verbarg. Ein Pluspunkt, den wir nicht unerwähnt lassen wollen, ist die nagelneue, finnische Sauna. Zwar ziemlich klein, duftet aber sehr frisch und neu. Angenehm für die Dame sind auch die Feuchttücher auf dem Damen-WC, an die seitens der Betreiber gedacht wurde. Der Zugang zum Wellness-Bereich (falls man ihn so nennen darf), wird bereits an der Tür durch lockere, kaputte Bodenfliesen beeinträchtigt, wir persönlich empfanden den (Whirl?)Pool nicht sehr einladend. Der gesonderte Essensraum ist ein rosaroter, Puppenhaus-Mädchentraum – designtechnisch sehr gewöhnungsbedürftig, aber letztendlich ganz OK und mit viel Platz. Spielwiesentechnisch ist die Auswahl recht übersichtlich und einfach gestrickt, aber für solch einen kleineren Club noch annehmbar. Dennoch haben wir keine Ahnung, wo in dem Laden sich der in einem Clubführer angepriesene Dark-Room, der Orgien-Raum mit Kapazität für 30 Paare und das angeblich vorhandene Solarium verstecken.

Das Publikum war bunt gemischt, insgesamt etwa 20 Paare und ein Solomann. Laut aufgeschnappten Infos soll es im Club bisher weitaus ruhiger zugegangen sein. Alter von Anfang 20 bis ca. Anfang 60, von optischen No-Go´s wie ausgeleiertem T-Shirt mit Rolling-Stones-Schleckmund-Logo, über „Socken in Badelatschen-Träger“ – bis hin zum optischen Lichtblick, einer Blondine im Sexy-Kleidchen, war alles vorhanden.

Die Gastgeber, ein junges, nicht unsympathisches Paar, waren zwar bemüht, schienen uns aufgrund der Anzahl der Gäste (ca. 20 Paare) jedoch überfordert. Anfangs war gerade der Barservice sehr unaufmerksam, leere Flaschen und Gläser wurden zwar abgeräumt, die Frage nach dem Getränkewunsch blieb meist aus. Zu späterer Stunde besserte sich dies ein wenig. Es wäre zudem schön gewesen, bei wirklich jeder Bestellung ein neues, sauberes Glas zu erhalten, simples Nachschütten in benutzte Gläser zeugt von Bequemlichkeit und fehlenden Gastro-Kenntnissen. Leider ergab sich für uns keine Möglichkeit, mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen, die beiden waren einfach nur am Rotieren, machten aber auch keinen sonderlich interessierten Eindruck bezüglich des Wohlbefindens ihrer Gäste, wie wir vor allem bei unserem Abgang merkten.

Da sich bei uns auch nach mehreren Stunden einfach kein Wohlfühlgefühl einstellen wollte, haben wir den Club noch vor Mitternacht verlassen, was für uns Großstädter seeeehr früh ist. Die Verabschiedung war kurz und knapp, ganz ohne die in anderen Clubs obligatorische Frage „Hat es Euch gefallen?“, auf die wir wahrheitsgemäß geantwortet hätten.

Für uns war dieser Ausflug der Reinfall des Jahres. Wir staunen persönlich etwas über unsere Naivität und das Nichtbeachten unseres Bauchgefühls. Wir wussten zwar, dass uns ein eher kleiner und bestimmt auch nicht perfekter Laden erwarten wird und haben den Maßstab daher auch nicht zu hoch angesetzt, zumal auch kleine Clubs durchaus ihren Charme haben können. Dennoch ist bei der „Fledermausoase“ das Preis-Leistungsverhältnis und das Gesamtbild unserer Meinung nach absolut nicht stimmig. Wir sind uns ziemlich sicher, dass dieser Club auf Dauer wohl nicht am Markt bestehen wird.

Was uns nicht wirklich wunderte:
Die von uns vorgestern im Gästebuch des Joyclub-Swingerclubprofils und auf deren Website-Gästebuch verfasste 61-Wörter-Kurz-Kritik wurde seitens der Clubbetreiber kommentarlos gelöscht. Kritik scheint also nicht erwünscht zu sein. :mrgreen:

Update vom 01.07.2010:
Nun isses soweit: Der Laden schließt! Laut heutiger Mitteilung der Betreiber bei JC und AW findet die letzte Party am 10. Juli statt. Letzte Chance für Euch, mal richtiges Gruselfeeling an einem einsamen See zu erleben. 😉

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Die lästige Solofrau die niemand(en) will

JungAusBerlin schrieb am 3. September 2009

Die perfekte Solofrau *LOL*

Wir wollten ja schon immer mal einen Beitrag über dieses Thema schreiben, nun ist es endlich soweit:
Es geht um einen ganz speziellen Typ Solofrau, der sich in manchen Swingerclubs -vornehmlich in denen, die ein Buffet anbieten- breit macht. Vollwertige Solofrauen sind diese Ladys in unseren Augen nicht. Wieso, verraten wir in diesem Beitrag.

Die Frauen, um die es uns hier geht, sind i.d.R. übergewichtige, offenbar gelangweilte aber auch höchst-langweilige Hausfrauen, die es genießen, im Swingerclub zum Nulltarif zu saufen, zu fressen, zu saunieren und sich von den Soloherren anhimmeln zu lassen. Dass sie sich dafür in Unterwäsche an die Bar setzen müssen, ist das größte Übel, was notgedrungen von ihnen akzeptiert wird, es gibt ja schließlich was umsonst! Auf den Spielwiesen trifft man diese Ladys selbstredend nie an, höchstens, wenn sie mal ein Nickerchen halten (Ja, das machen die in manchen schlechten Läden wirklich!). Wenn es Soloherren wagen, diese Hausfrauen anzusprechen, reagieren sie i.d.R. angenervt, teilweise sogar grundlos zickig. Überhaupt sind diese Frauen i.d.R. nicht sonderlich kommunikativ gegenüber den Swingern.

Unter den Clubbetreibern ist dieser Typ Frau auch nicht gerade beliebt, da diese den kostenlosen Eintritt nur nach allen Regeln der Kunst ausnutzen, ohne jedoch grundsätzlich offen für die schönen Dinge zu sein, für die so ein Swingerclub eigentlich mal gedacht war. Zwar heben diese Frauen die Frauenquote in dem Laden an (Stichwort „Lockmittel für Soloherren“), dennoch können mehrere Frauen von diesem Schlag an einem Abend die Stimmung -speziell die der Soloherren- kippen lassen und Solomänner, die nur von solchen Langweiler-Ladys im Club umgeben sind, geben dem Club selten noch eine zweite Chance, weil sie sich einfach nur verarscht vorkommen. Somit schadet die regelmäßige Anwesenheit derartiger Damen langfristig auch dem Club.

Als Worst-Case-Szenario tun sich diese Frauen zusammen, freunden sich miteinander an und ziehen als Buffet-Nomaden (war ja sonst ein Spitzname einiger Clubbetreiber für AW-Paare) gemeinsam durch die favorisierten Clubs. Wenn solch eine Hausfrauenriege in einen Club einfällt, dann muss man sich als normaler Clubbesucher nicht mehr wundern, wenn an der Bar Themen wie Kindererziehung, Frust mit bösen Männern oder die leckerste Süßspeise des heutigen Buffets dominieren und die wenigen guten Plätze an der Bar dauerbelegt sind. Hinzu kommen dann im Extremfall noch lautstark geäußerte Musikwünsche (z.B. nach Matthias-Reim-Dauerbeschallung), die bei uns in einem eher schlechteren Club bereits zu leichten Aggressionen gegenüber diesen Frauen und letztlich vorzeitigem Abbruch des Clubbesuches geführt haben.

Wir haben bereits erlebt, dass man von diesem Typ Solofrau schon blöd angeschaut wird, wenn man es wagt, sich als Paar (alleine oder mit anderen Clubbesuchern) auf der Spielwiese zu vergnügen. Das ist dann dieser tolle „Pfui, Ihr Ferkel“-Blick. Ebenso konnten wir schon öfters beobachten, dass dieser Typ Solofrau sich gegenüber den zahlenden Männern und Paaren, die ja den kostenlosen Eintritt der Frau (mit)subventionieren, so unmöglich verhalten, als seien sie die Königinnen der Nacht, die sich alles herausnehmen können. So manch ein Mann dachte sich aufgrund des Frauenüberschusses anfangs, er wäre im Paradies angekommen und erlebte, dank einer Buffetkiller-Mädelz-Gang, den wohl blödesten Abend seit langem…

Diesen Typ Solofrau braucht kein Mensch! Wir bemitleiden jeden Clubbetreiber, der von diesen Heuschrecken heimgesucht wird. Eine Methode, sich diese Frauen vom Hals zu halten, war in einigen Clubs bereits das Abschaffen des kostenlosen Eintritts für Solofrauen, denn 10 oder 20 Euro wollen diese Frauen meist nicht ausgeben und suchen sich häufig einen anderen Club. Dadurch werden jedoch leider auch die „richtigen“ Solofrauen beeinflusst, denen kann man als Clubbetreiber dann aber evtl. mit kostenlosem Eintritt unter der Hand entgegenkommen. Als Clubbetreiber ist es schwer, die richtige Gästemischung zu finden und notfalls ggf. zu beeinflussen, dennoch wird von den Betreibern meist gute Miene zum bösen Spiel gemacht, als gehörten derartige Ladys zum hinzunehmenden, unternehmerischen Risiko. Zum Glück werden aber auch nicht alle Clubs in gleichem Maße von dieser ganz speziellen Art Einzelfrau regelmäßig aufgesucht, in manchen Läden lassen sie sich sogar nie blicken.

„Richtige“ Solofrauen, die grundsätzlich offen für Vieles sind und einen Swingerclub -wenn es mit dem Gegenüber passt- auch dazu nutzen, wozu er gedacht ist, sind in jedem Club natürlich liebend gern gesehen und mit diesem Blogbeitrag auch gar nicht gemeint. Es spricht natürlich auch absolut nichts dagegen, sich als Solodame einen Clubabend mal nur im Bar-Bereich aufzuhalten, sich nur umzuschauen oder auch mal nur die Wellness-Möglichkeiten zu nutzen. Aber Frauen, die systematisch das Buffet und die Getränkevorräte des Clubs leeren, sollten Clubbetreiber nach einem ersten Warnschuss -auch, wenn es die Frauenquote senkt- durchaus mal mit Hausverboten, bzw. Nichteinlass belegen.
Eure zahlenden und vögelnden Gäste werden es Euch danken!

Über die Party-People, die einen Swingerclub nur zum Partymachen zum Flatrate-Preis und weil Swingerclubs „In“ sind aufsuchen, lassen wir uns bestimmt auch noch mal aus 😉

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Swingerlüge Nr. 1: Die Toleranz

JungAusBerlin schrieb am 28. Juli 2009


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„Swinger sind tolerant“, heißt es immer wieder. Obwohl wir uns selbst noch nicht einmal als Swinger (ist ja fast schon ein Schimpfwort geworden) bezeichnen, sondern viel mehr als „Open minded People“, wollen wir hier mal kurz mit dem Wunschdenken Vieler aufräumen, da wir uns schon zutrauen, einen ganz guten Überblick über die Swingerszene zu haben.

Unserer Meinung nach ist das überstrapazierte Wörtchen „Toleranz“ die größte Swingerlüge überhaupt. Immer, wenn irgend jemandem eine Reaktion aus dem Umfeld von Swingern nicht in den Kram passt, heißt es „Wo bleibt die Toleranz?“ Hauptsächlich Unwissende (manchmal auch Einsteiger) oder komplette Vollassis erwarten von Swingern immer diese grenzenlose, selbstlose Toleranz. Wieso nur?

Swinger …
… lästern genau so wie andere Leute über Dicke, Dünne, Alte, Raucher, Hässliche und Simpsons-Unterwäsche-Träger.
… ertragen bei weitem nicht Alles und Jeden in ihrer Nähe und erlauben sich auch, dies zu sagen/zeigen.
… akzeptieren zwar in sexueller Hinsicht gelegentlich deutlich mehr, als „Normalos“ und sind in der Tat i.d.R. sehr aufgeschlossen, dennoch existiert eine individuelle Grenze.
… sind Menschen die mit Dir zusammen arbeiten, neben Dir an der Kasse warten, mit Dir im Kino sitzen oder in der vollen U-Bahn genauso angenervt gucken wie Du. Sie sind Teil Deiner Umgebung und keine Fabelwesen, die alles ertragen und dabei verständnisvoll dauergrinsen.
Dies könnte man beliebig fortsetzen…

Praktisches Beispiel:
Wenn sich neben uns junge Hüpfer ein 70jähriges Paar legen muss, obwohl im Club auf anderen Spielwiesen reichlich Platz ist, dann erlauben wir uns, kopfschüttelnd aufzustehen und die Spielwiese zu verlassen, weil wir keine Sterbebegleiter sein wollen. Das ist nicht sonderlich tolerant oder nett von uns, dies wissen wir. Na und??? Wir nehmen uns das Recht heraus, uns unseren Abend nicht von für uns unangenehmen Zeitgenossen versauen zu lassen.

Ständiger Aufreger:
Wenn wir in einem typischen Profil oder einer Kontaktanzeige schon lesen „Wir sind ein tollerantes Paar…“, dann würden wir am liebsten kotzen und verlieren sofort die Lust am Weiterlesen. Weniger wegen dem Rechtschreibfehler (natürlich reiner Flüchtigkeitsfehler *LOL*), sondern weil solche Leute zur weiteren Vergewaltigung des Wortes „Toleranz“ und der übertriebenen Erwartungshaltung gegenüber Swingern ordentlich beitragen.

Verdammt nochmal! Leute, kapiert endlich, dass Swinger (und alle anderen Leute, die sich in diesem Dunstkreis bewegen) genauso tolerant, intolerant, oberflächlich, doof oder intelligent sind, wie Nicht-Swinger.

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Ein grauenvoller Abend, der später noch unfassbar geil wurde

JungAusBerlin schrieb am 16. Juli 2009

Selten überkommt es uns und wir gehen auch durchaus mal in einen der Swingerclubs, die wir aus diversen Gründen niemandem -und schon gar nicht Neueinsteigern– empfehlen würden. Nachdem wir ansonsten in TOP-geführten Clubs unterwegs sind, brauchen wir manchmal den Kulturschock als Kontrastprogramm, um zu sehen, dass es auch Clubs gibt, die eigentlich rundherum Scheiße sind. So wird uns mal wieder klar, wie gut wir es in den ansonsten von uns favorisierten Clubs haben. Vielleicht ist sogar eine gewisse Portion Masochismus in uns, die uns dazu treibt.

Vergangenes Wochenende war es mal wieder soweit. Wir machten uns auf in diesen Laden, den viele Leute zwar von innen kennen, es aber niemals zugeben würden, wenn man sie zu dem Club befragen würde. Diesen Club „zeichnet“ sein leicht schmuddeliger Charakter, seinen Überschuss an einzelnen Herren (die bei uns nicht nur aufgrund ihrer meist starken Behaarung schon den einen oder anderen Lacher auslösten), die völlig verqualmte Luft und eine Riege an Hausfrauen an der Bar aus. Diese Hausfrauen sind allesamt definitiv keine professionellen Damen, sondern i.d.R. übergewichtige, offenbar gelangweilte aber auch höchst-langweilige Frauen aus der näheren Umgebung des Ladens, die es genießen, zum Nulltarif zu saufen, zu fressen, zu saunieren und sich von den Soloherren anhimmeln zu lassen. Auf den Spielwiesen trifft man diese Ladys selbstredend nie an – höchstens, wenn sie mal ein Nickerchen halten (Ja, das machen die wirklich!). Vielleicht schreiben wir demnächst mal einen eigenen Beitrag zu diesem Schlag Solo-Frau…
Update:
Erledigt, siehe Beitrag zu diesen speziellen Solofrauen

Der Abend begann so, wie wir es uns vorher ausmalten. Es war voll im Club, stickig, verqualmt und zu allem Überfluss hat die Klimaanlage bei gefühlten 30 Grad Raumtemperatur ihren Geist aufgegeben, was zum Mief in dem Laden ordentlich beigetragen hat. Das Publikum war -freundlich ausgedrückt- einfach grauenhaft und drei dieser gelangweilten Hühner Hausfrauen saßen nebeneinander an der Bar und leerten systematisch das Buffet und die Getränkevorräte.
Dies sollte also -unserem Galgenhumor sei Dank- ein vielversprechender Abend werden… 😯

Nachdem wir uns einige Stunden das Geschehen anschauten, langsam asexuell wurden, das eine oder andere Mal kaum das Entsetzen über das Gesehene und Gehörte in unseren Gesichtern verbergen konnten, uns (Oh – Überraschung!) über ein auf der Spielwiese schlafendes Paar (Er schnarchte) und eine leckere Urinpfütze auf dem Männerklo beschwert hatten, wollten wir gegen 1 Uhr nachts abhauen, um uns ggf. zuhause sexuell miteinander zu beschäftigen.

Wir bestellten uns noch einen Drink und kurz darauf klingelte es wieder mal an der Tür. Da wir einen ganz guten Blick auf das Geschehen am Eingang hatten, konnten wir sehen, wer da um Einlass begehrte und glücklicherweise auch erhielt: Drei junge, recht hübsch aussehende Solo-Girls im Alter zwischen etwa 21 und 28 Jahren. Tja, da schlug unser Herz schon höher und wir beschlossen, noch etwas zu bleiben und herauszufinden, was diese Frauen in diesen Laden trieb. In die Hausfrauenriege passten diese Girls nämlich so rein gar nicht.

Nach etwa 5 Minuten waren die Mädels umgezogen, anhand ihrer nicht-vorhandenen Dessous nahmen wir an, dass es sich wohl um einen spontanen Besuch handeln muss. Eines der Mädels begann schon kurze Zeit darauf, an der Stange zu tanzen. Die Tanzeinlage war wirklich nett anzusehen, sie machte dies offenbar nicht zum ersten Mal. Die beiden Freundinnen der Tänzerin machten einen etwas schüchternen Eindruck, so als wären sie das erste Mal überhaupt in einem solchen Laden. Trotzdem machte sich das Dreiergespann auf in Richtung der Spielwiesen, um zu schauen, was los ist. Wie in diesem Laden üblich, setzte sich danach sofort eine Karawane notgeiler Solomänner in Gang und folgte den Mädels. Auch wir dachten uns, dass wir uns das Ganze mal näher anschauen. Im Spielwiesenbereich angekommen, stellte sich heraus, dass die erotische Stimmung dank dumm herumstehender Männer noch immer auf dem Nullpunkt war. Die Mädels saßen beieinander, hielten sich die Solos vom Hals und als wir bei ihnen angekommen waren, kamen wir recht schnell ins Gespräch. Um der Enge aus dem Weg zu gehen, verlagerten wir unsere Unterhaltung wieder an die Bar und erfuhren, dass die Mädels spontan nach der Disko in den Club gingen, die Tänzerin auch beruflich als Table-Dancerin tanzt, dass die beiden Freundinnen in der Tat sehr zurückhaltend waren und von der Tänzerin eher mitgeschleppt wurden. Nach ungefähr 20 Minuten feucht-fröhlichem Gequatsche, mindestens genauso vielen erfolglosen Anmachversuchen diverser Solomänner, ein paar „zufälligen“ Berührungen und ersten Fummeleien an der Bar war der Tänzerin und uns klar, dass wir zu dritt auf die Matte wollen. Schnell geduscht und schon lagen wir mit dem Mädel auf der Spielwiese umringt von unzähligen Zuschauern. Die beiden Freundinnen kamen auch mit nach hinten, hielten sich aber still im Hintergrund und wollten wohl hauptsächlich in der Nähe ihrer Freundin sein, um so der Belagerung an der Bar zu entgehen. Es war zwar relativ anstrengend, sich die durch das geile Geficke, Gelecke, Gewichse und Geblase angestachelten Solos auf Abstand zu halten, aber letztendlich war es ein richtig geiler, spontaner, hemmungsloser FFM-Dreier mit annähernd allen erdenklichen Spielarten.


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Als wir nach dem Duschen völlig ausgepowert wieder an die Bar kamen, wurden wir zur Krönung mit geradezu fassungslosem Blick von der letzten verbliebenen Solo-Hausfrau gemustert. Diese Frau (ca. 25 Jahre, leicht irrer Blick, Kommunikationskrüppel) hatte uns bei einem unserer letzten Besuche in dem Laden schon mal lallend zu später Stunde den Wunsch eines Dreiers offenbart. Wir konnten sie schon damals nicht ernst nehmen und lehnten ab. Nun ernteten wir die Strafe dafür. Wir bösen, bösen Schweinchen… 😈

➡ Wir hätten nicht gedacht, dass der Abend noch eine so geile Wendung nimmt. Aber wie heißt es doch so schön? Wunder gibt es immer wieder! Wir sind uns natürlich bewusst, dass ein solches Erlebnis mit einer so gutaussehenden, hemmungslosen Frau in dieser No-Go-Location die absolute Ausnahme ist. Und viel lieber hätten wir diesen Dreier in nem vernünftigen Club erlebt, in dem der Wohlfühlfaktor weitaus höher gewesen wäre. Wir wollen uns aber nicht beschweren, denn manchmal ist schmutziger Sex einfach doch der Beste.

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Fundstück der Woche: Hochzeitsnacht zu dritt

JungAusBerlin schrieb am 26. Juni 2009


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Wie krass muss man eigentlich drauf sein, um allen Ernstes solch ein Dating-Inserat aufzugeben??? Wir sind ja bestimmt keine Moralapostel und durchaus auch für abgefahrene Sachen zu haben, aber wir hätten in der Hochzeitsnacht Besseres zu tun, als mit einer wildfremden Frau das Bett zu teilen. Wenn es wenigstens die seit langem bekannte Hausfreundin wäre, dann wäre es zwar immer noch recht außergewöhnlich, aber (je nach Verhältnis zueinander) u.U. noch denkbar. Aber mit einer völlig fremden Person in der Hochzeitsnacht poppen? Nee, das geht doch schon etwas in die Richtung „Perversion“. Auf solch eine Idee kann eigentlich nur ein Mann kommen…

Naja, da sich sowieso keine Frau mit Verstand (und den haben die meisten paaresuchenden Solo-Mädels nun mal) auf so ein Abenteuer einlassen würde, werden die beiden bestimmt eine ziemlich frustrierende, zweisame Hochzeitsnacht erleben. Und falls sie doch eine Blöde finden sollten, bleiben sie wenigstens unter Ihresgleichen. 😈

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