Einsteigertipps Teil 2: Club oder privates Date?

JungAusBerlin schrieb am 6. März 2009

Unsere kleine Reihe mit regelmäßigen Tipps für „Anfänger“ ist gestartet. Hier ist der 2. Teil.

In kleinen, verdaulichen Häppchen in Form von unterteilten Themenbereichen möchten wir Neueinsteigern die Angst vor dem ersten Swingerclub-Besuch nehmen und um typische Fallen herumlotsen.

Wir wünschen Euch eine informative Zeit und hoffen, dass Ihr mit unseren Tipps etwas anfangen könnt, damit Euch der Einstieg etwas leichter fällt!


Einsteigertipps Teil 2:
„Club oder privates Date? Pärchenabend oder gemischt?“

In einen Swingerclub oder doch lieber ein privates Date?
Bei diesem Thema gehen die Meinungen sehr auseinander. Wir persönlich bevorzugen eher die Abende in Clubs und haben damals auch in einem Club angefangen. Wir sehen den Vorteil darin, dass die Umgebung und die Atmosphäre einfach ideal für solche Abenteuer abgestimmt ist, man sich um nichts (Essen, Getränke, Dekoration, …) kümmern muss, oft auch Wellness-Möglichkeiten (Sauna, Whirlpool, Swimmingpool, Massage, …) hat und man (falls es mit dem Gegenüber nicht passt) auch einfach seiner Wege gehen kann. So ein Club-Besuch kostet als Paar zwar 40-120 EUR, dafür bekommt man jedoch in einem guten Club ein „Rundum-Sorglos-Paket“. In diesem Paket sind z.B. die Nutzung aller Einrichtungen, die Getränke, das Büffet und meist auch Wellness enthalten. Umgerechnet auf einen vergleichbaren Abend und wenn man alle Einzel-Leistungen bedenkt, ist dies nicht wirklich teuer. Ein weiterer Vorteil eines Swingerclubs im Gegensatz zum privaten Date ist die Vielfalt der anwesenden Gäste (= man hat eine gewisse Auswahl potenzieller Gesprächs- und Sexpartner) und die Rückzugsmöglichkeit, falls es doch nicht passen sollte. Ein Nachteil von Swingerclubs können jedoch die einzelnen Herren sein, die doch schon manchmal recht anhänglich sind oder auch die Tatsache, dass so ein Club von manchen Leuten als zu anonym empfunden wird.
Andererseits ist es ist auch nicht Jedermanns Sache, im heimischen Schlafzimmer mit fremden Leuten herumzupoppen oder überhaupt Leute in die Wohnung zu lassen, die man kaum kennt. Vielleicht hat man aber auch ständig die eigenen Kinder im Hinterkopf, die am nächsten Tag wieder durchs Wohnzimmer tollen, in dem man gerade leicht bekleidet mit einem fremden Paar sitzt? Diese Punkte führten bei schon manchem Paar ohne Erfahrungen zu einer Blockade an so einem Abend und somit zur Date-Katastrophe. Wenn man es eher privat mag, keine Zuschauer und/oder Menschen die (wie überall mal im Leben) nicht immer ansehnlich sind, in einem Club sehen/ertragen will, für den könnte ein privates Date in der Wohnung oder in einem Hotelzimmer das Richtige sein. Hier sind aber meist diverse Vorbereitungen nötig und man macht sich und den Verlauf des Abends sehr von seiner Verabredung (Zuverlässigkeit, Stimmung, ect.) abhängig. Dies kann aber auch durchaus seinen Reiz haben, sofern es unter allen Beteiligten wirklich passt und alle wissen, weshalb man sich getroffen hat. Hinzu kommt auch eine gewisse Extraportion Intimität, die viele Anhänger privater Dates aber auch sehr zu schätzen wissen.

Private Dates hatten wir persönlich auch schon, hier jedoch nur mit Frauen und Paaren, die wir bereits länger kannten, bereits im Club mit ihnen waren und gut harmonieren. Abende auf privater Ebene laufen letztlich völlig anders ab, als in einem Swingerclub. Inwieweit man diese Dates für sich bevorzugt, muss man letztendlich selbst herausfinden, indem man es irgendwann einfach mal wagt.

➡ Wir empfehlen einem Neueinsteiger-Pärchen für den Anfang eher einen Abend in einem vernünftigen Club. Vielleicht sogar zusammen mit einem anderen Paar, welches bereits etwas erfahrener ist und sich den Fragen und Bedürfnissen eines Neueinsteiger-Paares annimmt, sowohl im Vorfeld, als auch am Abend im Club.

Unser erster Club-Besuch in Kürze
Direkt Angst hatten wir vor dem ersten Besuch eigentlich nicht, dafür waren wir viel zu neugierig. Dafür war aber jede Menge Aufregung und ein irres Kribbeln in unserer Magengegend, was aber auch nicht verwunderlich war, weil wir Küken zwar damals schon sexuell recht aufgeschlossen, aber doch noch recht „normal“ waren.
Wir haben den Besuch längerfristig geplant, uns einen in Frage kommenden Club ausgesucht, vorher über alles geredet und sind dann eines Abends einfach hingefahren. Es sollte ein kleiner, aber netter Club in Berlin sein. Ein Swingerclub, also ein Club, in dem auch einzelne Männer anwesend waren. Wir klingelten an diesem kalten Samstag-Abend im Februar an der Tür des Clubs, zahlten unseren Eintritt und zogen uns im Umkleidebereich unsere eigens für diesen Abend besorgte Unterwäsche an. Dann hieß es: „Los, ab in den Barbereich. Aber DU gehst vor!“ Und da waren wir nun drin, mitten in der Realität, mitten in einem Swingerclub. Nach einem Glas Sekt wurde uns der Club gezeigt und erklärt. Die Bilder von der Internetseite gaben zum Glück das wieder, was uns live erwartete. Wir wurden nicht enttäuscht und fühlten uns gut aufgehoben. Oh Mann, was war das aufregend! Wir haben es uns gut gehen lassen, Wellness gemacht, waren in der Sauna und haben die lockere und erotische Stimmung aufgesogen. Wir blieben unter uns und zur „Krönung“ hat „Sie“ „Ihm“ in einer Sitzecke (auf die Matte trauten wir uns nicht) dann vor den Augen eines Soloherrn einen geblasen, was damals absolutes Neuland für uns war. Die Stunden vergingen wie im Flug, schon war es 4 Uhr morgens und wir machten uns erleichtert und gleichzeitig beflügelt auf den Nachhauseweg.
Es war letztendlich so locker und hat uns so gut gefallen, dass wir eine Woche später wieder in diesen Club gingen und bis heute Freude an Clubbesuchen haben.

Grundsätzliches zu den Locations und Preisen
Wir sprechen hier absichtlich keine pauschalen Empfehlungen für spezielle Clubs aus. Jeder Mensch hat eigene Belange, Neigungen, Vorstellungen und finanzielle Möglichkeiten. Zudem können wir auch gar nicht alle Clubs in Deutschland kennen. Daher geht bitte selbst auf die Suche nach einem für Euch in Frage kommenden Club. Lasst Euch aber bitte nicht von den scheinbar hohen Preisen mancher Clubs abschrecken. Wer für 20,- EUR einen TOP-sauberen Laden mit ausgewogenem Single/Paare-Verhältnis, qualitativ hohem Essen und Markengetränken erwartet, wird wahrscheinlich sein blaues Wunder in solch einem Club erleben. Daher lieber ein paar Euro mehr investieren, notfalls ein paar Kilometer weiter fahren und sich für den Einstieg erstmal einen Club aussuchen, der von draußen nicht gerade aussieht, wie ein zum Swingerclub umgebautes Einfamilienhaus.
💡 Mitglieder von Erotik- und Swingerplattformen wie z.B. Joyclub erhalten übrigens in vielen Swinger- und Pärchenclubs Rabatte auf den Eintrittspreis. Schaut einfach mal rein und druckt Euch ggf. einen Gutschein aus. Ebenso bieten manche Clubs sog. Youngster-Rabatte für besonders junge Paare oder kostenfreie Schnupperstunden für Erstbesucher an. Auf den Internetseiten der Clubs wird dies ggf. erwähnt.

Arbeitskollegen oder Nachbarn im Swingerclub?
Manche Leute haben riesige Angst, Nachbarn oder Arbeitskollegen in einem Swingerclub zu treffen. Deswegen fahren sie extra 150 Kilometer weit weg und glauben, einem solchen Zusammentreffen somit aus dem Weg gehen zu können. Mal unter uns: Die Chance, in einem 150 km entfernten Club den Chef, Nachbarn, Bruder oder die Dorf-Tratsche anzutreffen ist weitaus höher, als im „Club um die Ecke“. Wieso? Weil viele Leute dummerweise so denken und sich dann erst recht über den Weg laufen.
Eines aber noch: Die Chance, jemanden aus dem Bekanntenkreis im Club zu treffen ist wirklich verdammt gering. Und falls es passiert, dann sind beide Seiten in der selben Situation und werden gewiss kein Fass daraus aufmachen. Einfach kurz lächeln, grüßen, sich im Club wieder aus dem Weg gehen, den Abend unbeschwert genießen und später (auf der Arbeit, am Gartenzaun, ect.) einfach zum Thema schweigen. Aber bitte nicht auf die Idee kommen, mit dem im Club entdeckten Nachbarn, Arbeitskollegen oder Bekannten zusammen das neu entdeckte, gemeinsame erotische Hobby auszuleben. Diese Konstellationen gehen meist irgendwann ins Auge. Daher lieber die Finger davon lassen.

Was für Leute werden wir antreffen?
Man trifft dort auf einen bunten Mix aus (beinahe) all dem Elend, welches einem im normalen Leben auch vor die Füße laufen kann.

Vom devoten Arzt bis zur bisexuellen Putzfrau, vom Model bis zum 150kg-Moppelchen, manchmal Prominente, gelegentlich Paradiesvögel und vor allem „Normalos“. Also das nette Paar, die Frau oder den Mann von Nebenan. Wenn man sich als Einsteiger mal so die ganzen Leute im Club anschaut, denkt man ziemlich häufig „Guck Dir die mal an, wenn die mir auf der Straße begegnen würden, würde ich nieeeemals denken, dass DIE in nen Swingerclub gehen“.

Einen allgemeingültigen Altersdurchschnitt oder den „besten Tag“ für einen Besuch in Swingerclubs gibt es nicht. Es liegt immer sehr am Club selbst, der Region, dem Wochentag und dem Motto des Abends. Wir haben bereits 18jährige und 80jährige in Clubs getroffen, wobei man grob sagen kann, dass der ungefähre rechnerische Durchschnitt bei ca. 32-45 Jahren liegen dürfte. Aber jüngere Leute mit ~20 Jahren sind in einem Club noch lange keine Exoten, denn immer mehr junge Leute strömen in die Clubs und haben Spaß an der Sache. Am besten besucht sind die Locations übrigens i.d.R. am Wochenende oder an Tagen vor Feiertagen. An den volleren Tagen ist die Chance daher größer, ein alterstechnisch breiter gefächertes Publikum anzutreffen.

Die Clublandschaft in Deutschland
In Deutschland haben wir eine ziemlich bunte Vielfalt an Clubs und Locations. Eine erste Übersicht über die Swinger- und Pärchenclubs in Deutschland findet sich hier oder in den Club-Datenbanken diverser Internet-Plattformen, wie z.B. Joyclub. Eine Liste der Clubs in Berlin und Umgebung haben wir hier zusammengestellt.

Ob Swinger- oder Pärchenclub, gemischter oder Pärchenabend – dies sind noch ein paar grundlegende Dinge, mit denen man sich auseinandersetzen sollte. Zum Verständnis mal ein Link zu Wikipedia, damit erstmal klar ist, wovon wir hier schreiben.

In einem Swingerclub mit gemischten Abenden haben auch einzelne Damen und Herren Zutritt, wobei die einzelnen Damen i.d.R. in kleinerer Anzahl anzutreffen sind (es gibt sie aber tatsächlich). Meist herrscht in diesen Läden letztendlich Herrenüberschuss. Manchmal (NICHT immer) benehmen sich diese einzelnen Herren leider etwas daneben, was an einer gewissen Erwartungshaltung an so einen Abend in Verbindung mit dem meist recht hohen Eintrittspreis für einzelne Dreibeiner und der Torschlusspanik zu fortgeschrittener Stunde (wenn er noch nix zu poppen hatte) liegt. Solche Leute haben durch ihr penetrantes Verhalten schon so manch einem Paar (auch uns bereits) den ganzen Abend versaut oder -noch schlimmer- einem Neueinsteiger-Paar die Lust auf einen weiteren Clubbesuch verdorben. Auf der anderen Seite mögen viele Paare ja durchaus mal einen zweiten oder dritten Mann dabeihaben. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es bei der Sorte der Solomänner sehr auf den Club ankommt, in den man geht. In Läden, wo auf ein Paar 10 Männer eingelassen werden, muss man sich nicht wundern, wenn einen Horden von notgeilen Kerlen verfolgen, wenn man durch den Club läuft. Ein anständig geführter Club hat eine harte Türpolitik, eine feste Single-/Paare-Quote (z.B. 1 Herr pro Paar) und einen Preis für Soloherren, bei dem sich der Solomann gut überlegt, ob er diesen hohen Preis entrichtet und nur eine Chance auf ein sexuelles Erlebnis hat (Glück und gutes Benehmen vorausgesetzt) oder er das Geld lieber gleich in einen Puff investiert und dort die Garantie auf Action hat. Es ist zwar schade, dass sich der „Markt“ nur über diese Instrumente regulieren lässt, aber ändern können wir es nicht. Wir persönlich empfinden die gemischten Abende, zu denen auch einzelne Leute Zutritt haben, als angenehmer, als reine Pärchenabende. Die Stimmung wird als lockerer und ungezwungener von uns empfunden. Jedoch geben wir zu, dass man mit den Macken (Hinterhergelaufe, freches Dazugesellen, ect.) gewisser (also nicht aller) Herren umzugehen lernen muss und hierbei aber auch die Fairness besitzen sollte, einem interessierten, vernünftig wirkenden Solo-Herrn ggf. gleich von Beginn an klarzumachen, wenn kein Interesse besteht, damit dieser eine Chance hat, seine Zeit und Mühe in ein anderes (vielleicht an ihm interessiertes) Paar zu investieren.

Pärchenabende in Swingerclubs und reine Pärchenclubs sind meist softer. Teilweise nach unserer Erfahrung aber auch schon etwas zu langweilig und verstockt. Auch die sehr dämliche Regel „Du nimmst meine Frau und ich nehme Deine“ ist an diesen Abenden eher verbreitet, als an gemischten Abenden. Das ist uns persönlich etwas zu einfach gestrickt, da uns dies an einen arabischen Basar erinnert. Dennoch geben wir zu, dass diese Pärchenabende speziell für Neueinsteiger teilweise ideal sein können, da sie nur unter „Ihresgleichen“ sind und sich eventuelle „Gefahren“ durch einzelne böööööse Männer so ersparen. Wobei es hier auch durchaus zu Alleingängen nerviger Herren kommen könnte, die ihre mitgebrachte Frau einfach an der Bar „geparkt“ haben. Reine Pärchenabende oder Pärchenclubs sind i.d.R. etwas teurer, da die teuren Eintrittsgelder der gebeutelten Soloherren fehlen. Dafür fehlen an solchen Abenden aber auch die von vielen Paaren so verbittert gesuchten Solo-Frauen (das ist jetzt aber ein eigenes Thema…).
Wer auf „Nummer Sicher“ gehen will, Angst vor (den meist total unsicheren) einzelnen Männern hat und die „heile Welt“ bei seinem ersten Clubbesuch erleben will, geht vielleicht besser zu einer reinen Paare-Veranstaltung.

Eine „softe“ Alternative zu einem Swingerclub könnte auch eine frivole Bar sein. Diese Bars oder Kneipen sind erotisch angehaucht, jedoch meist deutlich unverfänglicher, als ein „richtiger“ Swingerclub. Man zieht sich gepflegt aber erotisch (z.B. tieferer Ausschnitt, kürzeres Röckchen, vielleicht mal nix drunter, enganliegende Kleidung beim Mann, ect.) an, läuft aber nicht gleich in Dessous herum. An der Bar wird geflirtet und je nach Verlauf des Abends kann man entweder in den Räumlichkeiten der Bar „zur Sache“ kommen oder man geht noch woanders hin, bzw. verabredet sich für einen anderen Abend. Dennoch ist die Ausstattung einer frivolen Bar bei weitem nicht mit der eines Swingerclubs zu vergleichen. Sauna, große vielfältige Spielwiesen oder großzügige Duschmöglichkeiten sucht man i.d.R. vergebens.

Dann gibt noch Erotik-Diskotheken und Erotic-Nightclubs, in denen man hauptsächlich frivol feiert, jedoch auch Rückzugsmöglichkeiten zum Sexeln hat. Diese Locations sind eine Mischform aus Disco und Swingerclub. Wer also gern tanzt, gut gelauntes Partyvolk treffen will, hedonistisch veranlagt ist und schon immer mal auf der Tanzfläche ungestraft Sex haben wollte, könnte hier richtig sein. Das Publikum und die Mottopartys sind aber zum Teil auch recht speziell und man sollte sich outfitmäßig gut überlegen, was man dort anzieht, da man in Unterwäsche, langweiligen Jeans oder Turnschuhen meist nicht eingelassen wird. Es gibt nicht viele derartige Locations in Deutschland, in Berlin z.B. dürfte das „Insomnia“ die erste Adresse diesbezüglich sein. Wirklichen Neueinsteigern würden wir aber einen Besuch in solch einer Location für den Anfang eher nicht empfehlen. Falls es doch sein soll, so achtet bitte auf das Veranstaltungsmotto, damit Ihr Euch nicht ahnungslos auf ner Gang-Bang-Party wiederfindet.

➡ Letztendlich ist es Geschmackssache, für welche Art von Location man sich entscheidet. Uns zumindest hat es nicht geschadet, in einem sog. Überschuss-Club (also ein Swingerclub mit Paaren, einzelnen Männern und Frauen) angefangen zu haben. Wir lernten dadurch ziemlich schnell, wie der Hase in der „Szene“ läuft, dass Soloherren gelegentlich eine Plage sind (und wie man freundlich aber bestimmt die nervigen Exemplare der Dreibeiner unschädlich macht), Solodamen manchmal nur zum Essen in den Club gehen und Clubbetreiber gern mal einen vom Pferd erzählen.

Überlegt Euch doch mal, welche Variante für Euch die Passende sein könnte. Schaut Euch die Websites von Clubs an und trefft schon einmal eine grobe Vorauswahl. Im nächsten Beitrag versuchen wir, Euch u.a. Tipps zur Kleidung für den Clubbesuch zu geben.


Im nächsten Teil geht es um das Thema
Kleidung im Swingerclub

Übersicht aller bisher erschienenen Beiträge unserer Beitragsreihe

Sollten uns weitere Tipps einfallen oder Ergänzungen nötig sein, so werden wir die entsprechende Beitagsseite entsprechend anpassen. Ihr dürft Eure Kommentare (Meinungen, Fragen, weitere Tipps) gern hier drunter setzen.

Ein Hinweis noch: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung und Verbreitung außerhalb dieser Website -auch auszugsweise- bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung. Entsprechende Hinweise zu den Spielregeln findest Du HIER.

Dieser Tipp wurde zuletzt aktualisiert am 21.07.2019

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Einsteigertipps Teil 1: Damit der Einstieg gelingt

JungAusBerlin schrieb am 27. Februar 2009

Hier ist nun unsere kleine Reihe mit regelmäßigen Tipps für „Anfänger“.

In kleinen, verdaulichen Häppchen in Form von unterteilten Themenbereichen möchten wir Neueinsteigern die Angst vor dem ersten Swingerclub-Besuch nehmen und um typische Fallen herumlotsen.

Wir wünschen Euch eine informative Zeit und hoffen, dass Ihr mit unseren Tipps etwas anfangen könnt, damit Euch der Einstieg etwas leichter fällt!


Kleines Vorwort:
Immer wieder werden wir von Neueinsteigern gefragt, ob wir Tipps für den ersten Clubbesuch weitergeben oder Clubempfehlungen aussprechen können. Da wir gern helfen und wissen, dass der erste Schritt für viele „Anfänger“ nicht gerade leicht ist, bemühten wir uns in der Vergangenheit öfter, den Leuten die Angst zu nehmen und sie um typische Fettnäpfe herumzulotsen, was eigentlich auch ganz gut geklappt hat, wenn wir mal an die Feedbacks der Leute denken. Damit auch Leute, die sich (noch) nicht trauen, uns/jemanden anzuschreiben, von unseren Hinweisen profitieren können und um unsere Tipps endlich mal zusammenzufassen, starten wir hier unseren kleinen Ratgeber. Ursprünglich wollten wir alle Tipps auf eine Seite niederschreiben, bemerkten aber recht schnell, dass es eine sehr lange, textintensive Seite werden würde. Um das Ganze etwas verdaulicher zu gestalten, werden wir in regelmäßigen Abständen die Themen aufgreifen und hier einzeln posten. Sozusagen als kleine Ratgeber-Serie mit Tipps und Anregungen. So habt Ihr die Möglichkeit, Euch mit dem Geschriebenen ganz in Ruhe auseinanderzusetzen und könnt das Gelesene stückchenweise auf Euch wirken lassen. Klar könnte man noch viel mehr schreiben und auf alle Eventualitäten ausführlichst eingehen, wir sind jedoch der Meinung, dass man den Einstieg in diese Welt mit übermäßig vielen Infos nur noch schwieriger und komplizierter macht, als nötig. Denn eigentlich ist es mit ein paar Grundinformationen, ein wenig Mut und Offenheit möglich, über den bisherigen Tellerrand zu schauen und einen eigenen Einblick in diese noch fremde Welt zu erlangen.

Wir halten fest, dass wir keine Swinger-Gurus oder Swinger-Päpste sind. Wir bezeichnen uns sogar noch nicht einmal als „Swinger“ (obwohl wir gern in Clubs gehen und auch mal mit anderen Leuten unseren Spaß haben), sondern eher als „Open-minded-People“. Unsere Tipps spiegeln unsere persönlichen Erfahrungen und unsere Meinungen zu den Themen wieder, sind also keine allumfassenden Tipps, die mit jedem Menschen, in jedem Club oder in jeder Situation funktionieren müssen. Wir hoffen, dass Ihr mit unseren Ratschlägen etwas anfangen könnt und sind für ein Feedback offen. Ihr dürft Eure Kommentare (Meinungen, Fragen, Ergänzungen des Geschriebenen, weitere Tipps) gern hier drunter setzen.

Liebe Grüsse
JungAusBerlin

Einsteigertipps Teil 1:
„Grundsätzliches, damit der Einstieg gelingt“

Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen Einstieg eines Paares
Ganz wichtig ist zunächst, dass wirklich BEIDE einen Club aufsuchen wollen, ihren sexuellen Horizont erweitern möchten, neugierig und grundsätzlich offen für Neues sind, die persönlichen Grenzen vorher besprochen (und später eingehalten) werden und man die Sache vorher nicht „totquatscht“. Dazu sollte die Beziehung gefestigt und glücklich sein, sowie absolutes Vertrauen in seinen Partner bestehen. Dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen, da man in einem Club zu nichts gezwungen oder genötigt wird und man das Abenteuer in seiner persönlichen Geschwindigkeit angehen kann.

Ist die Beziehung jedoch nicht völlig intakt, einer von beiden wird zu etwas überredet, ist extrem eifersüchtig oder man versucht mit einem Clubbesuch die Beziehung zu retten, bzw. aufzufrischen, so ist der Swingerclub-Besuch eine 99%ige Chance, der Beziehung endgültig den Rest zu geben. Leute, die einen Swingerclub lediglich als (scheinbar) vom Partner legitimierte Möglichkeit des einseitigen Fremdgehens ohne Gewissensbisse ansehen, sollten auch eher die Finger davon lassen. Hat die Beziehung oder das Sexleben also momentan einen Knacks, so sollte man auf derartige Experimente unbedingt verzichten und auf erfolgversprechendere Weise an seiner Beziehung arbeiten.

Es hat übrigens keinen Sinn, den Versuch zu unternehmen, seinen Partner zu einem Swingerclubbesuch zu überreden. Wer bei diesem Thema dicht macht und noch nicht einmal ansatzweise Interesse an der Thematik hat, wird niemals mit Freude in einen Club gehen oder auf Dauer eine gute Miene zum bösen Spiel machen. Überredete Partner sind so ziemlich das Schlimmste, was einem in einem Swingerclub über den Weg laufen kann – zudem erkennen „alte Swingerhasen“ diese Problempaare meist sofort.

Sind die Grundvoraussetzungen geklärt, so empfehlen wir Euch, Eure Grenzen, Tabus, Vorstellungen und Wünsche vorher zu besprechen.

Mögliche Grenzen/Tabus können sein: Partnertausch, andere Leute küssen, ect.
Mögliche Vorstellungen & Wünsche können sein: fremde Haut spüren, Bi-Neigungen ausprobieren, anderen Leuten zuschauen, sich selbst zuschauen lassen, neue Leute kennenlernen, ect.

In diesem Gespräch sind die Gedanken, Ängste und Gefühle des anderen Partners ernst zu nehmen und ihnen ist mit Offenheit und ohne Zensur zu begegnen. Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme sind hier die Stichworte, um -sofern es passt- gemeinsam den individuellen Weg in eine für manche Leute experimentelle Lebenseinstellung zu finden.

Bei der späteren Umsetzung sollte man an die Sache unverkrampft herangehen, ruhig mal über seinen eigenen Schatten springen und sich an seine vorher abgesprochenen Regeln halten. Ein Abend im Swingerclub läuft letztendlich völlig anders ab, als einem in den typischen RTL2-Dumpfbacken-Reportagen immer vermittelt wird. Im Club wird man zu nichts gezwungen, muss nirgendwo seinen Partner abgeben, man kann auch nur unter sich bleiben (meist gibt es auch abschließbare Räume in einem Club) und wenn man erstmal nur gucken will, ist dies auch völlig ok. Clubbesucher und Swinger sind keine notgeilen, wahllos poppenden Primitivlinge, sondern im Normalfall offene Menschen aus allen Schichten (vom Anwalt bis zur Putzfrau), die in einer glücklichen, intakten Beziehung stecken und kein Interesse daran haben, sich im Club neu zu verlieben oder dort eine auf Dauer angelegte Affäre fernab der eigenen Beziehung zu beginnen.

Altersmäßig ist es übrigens egal, wann man seinen Erstversuch unternimmt. Wir haben bereits 18jährige und 80jährige in Clubs gesichtet. Wir persönlich denken dazu: Je früher man seinen Horizont erweitert, desto besser (geistige Reife und der passende Partner mal vorausgesetzt).

Lesenswert: Wikipedia-Definition von „Swingern“

Macht Euch Gedanken um Euch und Eure Wünsche/Ängste, wie gefestigt Eure Beziehung ist, lest schonmal den Wikipedia-Eintrag und freut Euch auf unseren nächsten Beitrag. Es geht ab dem nächsten Beitrag nämlich ans Eingemachte. Um die Vor- und Nachteile, sowie die Eigenarten von Swingerclubs, Privatpartys und frivolen Bars.


Im nächsten Teil geht es um das Thema
„Club oder privates Date? Pärchenabend oder gemischt?“

Übersicht aller bisher erschienenen Beiträge unserer Beitragsreihe

Sollten uns weitere Tipps einfallen oder Ergänzungen nötig sein, so werden wir die entsprechende Beitagsseite entsprechend anpassen. Ihr dürft Eure Kommentare (Meinungen, Fragen, weitere Tipps) gern hier drunter setzen.

Ein Hinweis noch: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung und Verbreitung außerhalb dieser Website -auch auszugsweise- bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung. Entsprechende Hinweise zu den Spielregeln findest Du HIER.

Dieser Tipp wurde zuletzt aktualisiert am 21.07.2019

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1. Geburtstag unseres Blogs

JungAusBerlin schrieb am 14. Februar 2009


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

Heute vor einem Jahr begannen wir, mit diesem Blog

  • Leute zu unterhalten und zu informieren,
  • einige wenige Leute (z.B. dreiste Party-Vorkasseabzocker oder Betreiber drittklassiger Swingerkontaktseiten) und Swingerclubs durch das Veröffentlichen von Wahrheiten und Meinungen zu ärgern,
  • gelegentlich zu polarisieren und manchmal auch zu provozieren.

Und ja, es macht uns Spaß!

Anfangs hatte der Blog logischerweise noch recht übersichtliche Besucherzahlen, mittlerweile haben wir es aber irgendwie geschafft, eine ganz nette Anzahl an Stammlesern und Feed-Abonnenten für unser Geschreibsel zu begeistern. Schön, dass es Euch liebe Leser(innen) gibt!

Uns erschrecken jedoch manchmal die recht seltsamen oder bedenklichen Suchbegriffe, mit denen viele Leute bei uns im Blog landen, aber dies gehört offenbar zum Betreiben eines Blogs mit erotischem Hintergrund dazu. An all diese zielgruppenfremden Leute, die nach „ohne Gummi“, „notgeile omas“, „omas schlüpfer“ & Co suchen: Macht mal weiter so, wir wollen auch in Zukunft über Eure Suchbegriffs-Kreationen schmunzeln.

Wir bloggen weiter, lassen uns auch in Zukunft von niemandem den Mund verbieten und werden Euch -sofern Ihr wollt- auch in Zukunft mit unseren Erlebnissen, Gedanken und sonstigen Ergüssen belästigen. Vielleicht entdecken ja im 2. Jahr des Blog-Bestehens ein paar mehr sonst so stumme Leser(innen) endlich die tolle Kommentar-Funktion unseres genialen Blog-Systems?!? 😉

Kleiner Blick in die Zukunft:
Derzeit arbeiten wir an einer kleinen Ratgeber-Reihe für Neueinsteiger in der „Szene“, die hier bald erscheinen wird.

So, nun fühlt Euch gedrückt, es ist ja schließlich heute zudem noch Valentinstag!!!

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Bist Du gesund?

JungAusBerlin schrieb am 26. Januar 2009

Wieder einmal großes Kopfschütteln bei uns. Zwei weitere junge Paare sind mit uns im Club und heizen die Stimmung im Spielwiesenbereich an. Alles sehr nett anzuschauen und anzufassen, speziell Blondi und ihre wirklich perfekten Brüste. Zum Glück haben wir es beim Streicheln der Brüste belassen und uns vorwiegend mit uns beschäftigt, denn was wir da zu fortgeschrittener Stunde bei diesen vier Leuten mitbekamen, war überhaupt nicht unser Fall.
Nachts gegen 2 Uhr waren wir nochmal im Club unterwegs und schauten den beiden anderen jungen Paaren zu, die auf der Spielwiese die Partner tauschten. Alles soweit ok, bis einer der Männer seiner Tauschpartnerin mit von Geilheit erfüllter Stimme von hinten (während er sie schon fast bestieg) ins Ohr flüsterte „Bist Du gesund?“ Und was dann folgte, dürfte man als Reaktion auf das (eventuell verhängnisvolle) Wörtchen „Ja“ deuten: Er fickte sie ohne Kondom. Kurz darauf ließ sich auch das andere Mädel vom Kerl der anderen Frau blank vögeln, am Ende sogar noch in den Arsch. Dämliche Kuh!
Am liebsten hätten wir gekotzt. Kopfschüttelnd, nachdenklich und mit einer gewissen Portion Ekelgefühl in der Magengegend verließen wir den Spielwiesenbereich.
Diese elendenden IDIOTEN! Diese Leute sind sich übrigens erstmals in diesem Club über den Weg gelaufen, kannten sich und die Seuchen ihres Gegenübers also vorher nicht. Der Depp, der die Frage „Bist Du gesund?“ stellte, hat doch in dieser Situation nicht wirklich mit einer anderen Antwort als „Ja“ gerechnet?!? Was hätte das Mädel denn sagen sollen?
„Nö, ich hab HIV, Hepatitis-C und der Pilz zwischen meinen Beinen juckt auch lustig. Aber mir gehts dank meiner Tabletten momentan gut.“
oder
„Klar bin ich gesund. Glaube ich zumindest, denn ich vögele gern mal blank mit fremden Männern. Steck ihn rein!“
oder
„Fick mich doch einfach, dann siehst Du es in ein paar Monaten, ob ich gesund war.“

Diese Antwortmöglichkeiten könnten wir beliebig fortführen, aber das lassen wir besser.

Junge, relativ gut bis sehr gut aussehende Leute spielen Russisch-Roulette mit sich und Anderen – wir hätten sie am liebsten von der Matte geprügelt. Nun verstehen wir auch so langsam, wieso uns ein Clubbetreiber im fernen Sauerland vor vielen Jahren mal erzählt hat, dass er, wenn er derartige Aktionen in seinem Club sieht, dazwischen geht, sich den Schwanz des Mannes krallt und schon mal höchstpersönlich das Gummi über den Dödel zieht.

Wir haben ja schon mal was zum Thema geschrieben und genau bei diesem Beitrag „Orgie ohne Gummi“ sehen wir in den Statistiken unseres Blogsystems immer wieder, wie viele Leute nach Eingabe von Suchbegriffen wie „ohne Gummi“ ect. in diesem Beitrag landen. Und diese Leute wollen sich gewiss nicht über die Risiken und die Vielzahl an lustigen Krankheiten informieren…

Klar macht es ohne Gummi mehr Spaß – da sind wir keine Ausnahme. Aber wenn wir ohne Gummi vögeln, dann miteinander.

Wir sind bestimmt keine Moralapostel, bei diesem Thema aber sind wir toleranzbefreit.

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Das Swingerclubsterben in Berlin

JungAusBerlin schrieb am 23. Januar 2009

Lang ist´s her, als wir das letzte Mal etwas geschrieben haben. Nicht, weil wir nicht wollten, sondern weil einfach nichts wirklich Mitteilungswertes geschehen ist. Wenn man mal von Weihnachten auf dem Klo, einem durchschnittlichen Silvester im Swingerclub und zehn echt tollen Tagen Aktivurlaub im Schnee absieht… (von denen wir uns gerade erholen).

Diesmal ein paar Gedanken zum aktuellen Swingerclubsterben in Berlin:
Das „Legeres“, Berlins wohl ältester Swingerclub (über 23 Jahre) hat seine Tore geschlossen. Nach dem plötzlichen Tod von Wolfgang, dem Betreiber des Clubs, hatte die „Gemeinde“ noch Hoffnung, dass der Clubbetrieb fortgeführt wird. Wir und einige andere Pessimisten allerdings rechneten damit, dass im Jahr 2009 irgendwann Schluss ist. Dem Legeres waren wir persönlich nicht allzu sehr verbunden, waren eher seltene Gäste, empfanden die Stimmung immer irgendwie drückend, hatten dort aber durchaus interessante und überaus geile Begegnungen (DANKE z.B. für unseren ersten Vierer mit zwei weiteren Mädels dort, also FFFM). Zudem bemerkte man speziell in diesem Laden, dass das in den anderen Clubs häufige (lästige) Party-People-Publikum und die Sehen/Zeigen-Fraktion dort weniger vertreten war, denn auf den Spielwiesen war eigentlich immer etwas los. Irgendwie schade um den in die Jahre gekommenen Club – immerhin eine Institution in der Swingerclublandschaft. Auf der Website ist zwar momentan von einem eventuellen Weiterbetrieb die Rede, aber wir sind da realistisch: Wir glauben nicht so recht an eine Wiedereröffnung, denn ohne reichlich Kohle in die Renovierung, Modernisierung und Sanierung der doch schon etwas überalterten Ausstattung zu stecken, wird das wohl nichts.

Update vom 20.02.2009:
Der Club öffnet nach rund 2 Monaten Schließung unter neuen Betreibern wieder. Wir sind gespannt, was sich in dem Laden getan hat und wie er sich entwickeln wird. Ob sie nun „Legere“ oder „Legeres“ heissen, wissen sie offenbar selbst noch nicht, zumindest deutet das Namens- und Domaindurcheinander darauf hin.

Update vom 04.11.2009:
Und nun ist das Legere(s) nach einem erneuten Wechsel der Front-Leute wieder dicht. Scheinbar wegen Umbauarbeiten bis Mitte Januar 2010. Wir glauben nicht so recht dran…

Update von Januar 2010:
Von Beständigkeit hat da auch noch niemand was gehört. Nun ist der Laden wieder richtig dicht. So langsam gruseln wir uns vor uns selbst. Können wir hellsehen?

Dann noch der andere Club, der nun unter neuem Namen und offenbar gaaaanz seriösem Konzept durchstarten will: Die Räumlichkeiten des „Youneed“ nennen sich nun „Düne 23“ und man betont extra auf der Website, dass „DÜNE 23 nichts mit dem YOUNEED gemein hat“. Als Youneed machte man schon in den letzten Wochen auf seriöse Wellness-Lounge mit Stunden- und Tageskarten (wie im Schwimmbad) und am Abend hatten an gewissen Tagen nur „VIPs“ (bedeutete dies etwa „Very illegally Poppen“???) Zutritt zu dem Laden. Was ein VIP ist und wie man es wurde, erfuhr man offenbar nur im persönlichen Kontakt, denn auf der Website stand nichts dazu. Echt geheimnisvoll.
Seit heute allerdings, scheint es auch keine VIPs mehr zu geben, denn die Website wurde ein wenig im Aufbau verändert und läuft auf einer neuen Domain. Jetzt ist von Stunden- und Tageskarten und der Möglichkeit der Locationbuchung für „private Veranstaltungen“ an bestimmten Abendenden die Rede. Na dann hoffen wir mal, dass dort nicht uninformierte Swinger das praktizieren, was im alten Youneed noch recht gern gesehen war…
Aufgrund des unserer Auffassung nach schon damals zu Swinger-Lounge-Zeiten wirren Club-Konzeptes und -mal diplomatisch ausgedrückt- zweier unnötiger „Vorkommnisse“ und Email-Diskussion zwischen den „alten“ Betreibern und uns, wollten wir nie Gäste des Youneed werden – wir können da sehr nachtragend sein. Es ist daher in unseren Augen nicht sonderlich schade um diese Location und besonders überrascht hat uns diese für jeden weitblickenden Realisten absehbare „Komplettänderung“ am Konzept auch überhaupt nicht (Swingerlounge soll nicht sein, dann machen wir halt mit neuem Firmennamen nen Sauna-/Wellness-Laden draus). Aber auch bei der „Düne 23“ (was für ein Name…) denken wir, dass in absehbarer Zeit der Markt seine Selbstreinigungskräfte aktivieren wird, denn Wellness und Sauna mit Sexverbot kann man für 25 EUR Tagespreis auch in einer vernünftigen, namhaften Therme hervorragend machen, dafür muss man nicht in den Grunewald fahren. Wir sind gespannt auf die Entwicklung und werden uns aufgrund der Promotion, welche derzeit noch immer auf Erotik- und Swingerplattformen für Veranstaltungen in der „Düne23“ betrieben wird, unseren Teil dazu schon denken…

Update von Januar 2010:
Auch die Wanderdüne ist seit Ewigkeiten dicht. Scheinbar wegen Sanierungsarbeiten nach Wasserschaden. Nur die wollen wohl nicht enden…

Das große Clubsterben hat also begonnen, der Markt wird (zwangs)bereinigt. Dies ist auch ein Ergebnis des im Hintergrund stattfindenden Konkurrenzkampfes der Swingerclub-Betreiber, die mit diversen schmutzigen Tricks seit langer Zeit einen miesen, selbstzerstörerischen Kleinkrieg führen, über den wir hier besser nicht näher berichten…
Wenn dies so weiter geht, bleiben nur noch 1-2 besuchbare Clubs übrig und halt die 24-Stunden-Schmuddel-Gangbang-Nutten-Läden mit überwiegend unangenehmem Publikum mit behaartem Rücken. Schade eigentlich. 🙁

Wir haben da übrigens so eine Vorahnung, welchen Laden es als nächstes trifft – zum Glück wahrscheinlich ein Club, in dem wir bisher nur 1x waren, da er auch von Beginn an ziemlich konzeptlos ist. Wäre für uns also auch kein Beinbruch, die Investoren tun uns aber schon echt leid. Aber wir schreiben besser keinen Clubnamen, denn sonst sind wir noch Schuld am Elend… 😎

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